Um 30.000,- gibt's eine 10kW Anlage........soweit zu den Zahlen....und das von einer Firma !
Hallo Roland, lies mal genau was er vor hat. Er will nicht bei Starkwind zeitweise mal 5 oder 10 KW Strom
erzeugen, er will mit der Anlage dauerhaft heizen. Die benötigten Kilowattstunden für eine Hausheizung übertreffen
den reinen Strombedarf eines Hauses um ein mehrfaches. Deshalb muss man eine weitaus höhere Leistung einplanen denn
im Winter braucht man mehr als diese maximale 5 oder 10 KW kurzfristige Spitzenleistung bei Starkwind oder Sturm
als ständig (!) zur Verfügung stehende dauerhafte Heizleistung plus Stromversorgung (und Überschuss Einspeisung....)
Das heisst man muss ein mehrfaches von 5 oder 10 KW Spitzenleistung einplanen, auch um die von Finn angesprochnenen
windfreien oder windarmen Zeiten mit einem riesigen Pufferspeicher überbrücken zu können.
Im Winter kann man durchaus mit 5.... 10 Kilowatt, teils bis 20 KW Dauerleistung zur Beheizung
eines Einfamilienhauses rechnen. Ein Windrad das bei Sturm 10 KW Spitzenleistung abgeben kann, wird im
Jahresdurchnischnitt evtl. nichtmal ein zehntel dessen erzeugen...... Rechne mal 30.000 für dein 10 KW Beispielwindrad
mal 10 und das reicht evtl. immer noch nicht um die dauerhaft benötigte Energie bereit zu stellen....
Am besten man rechnet sich erstmal aus wieviel Wasservolumen man zur Überbrückung einer
windarmen Zeit benötigt. Ohne jetzt zu rechnen denke ich mal werden es in der Gegend von 50.000
Litern oder eher mehr sein. Dieser Speicher muss natürlich extrem isoliert werden und nicht einfach
10cm Styropor außen drauf.

Alleine der Platzbedarf dafür ist enorm.
Sehr wichtig ist, man sollte einige Zeit eine Wetterstation mit PC Anschluss mit Anemometer (Windmesser) dort
positionieren wo später die Windräder stehen sollen. Das verfolgt man mal einige Wochen oder Monate,
je länger je besser. Danach kann man sich ein Bild über die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten
an dem Standort machen. Das nachschauen bei Wetterdiensten reicht da leider überhaupt nicht.
Mit diesem Wert kann man dann weiter rechnen, das heisst wieviel Windradfläche etc. benötigt wird.
Die Werte die man misst sind in aller Regel viel niedriger als man zuvor schätzte.
Ich persönlich denke nicht das man wesentlich unter 100.000 Euro weg kommen wird bei so einem extremen Projekt.
Wahrscheinlicher ist sogar das man weit mehr als 100.000 oder auch 200.000 ausgeben muss um nie mehr Heiz- und
Stromkosten zahlen zu müssen. Von den Wartungskosten so einer riesen Anlage wollen wir mal nicht reden.
Den Platz und die Genehmigung zur Aufstellung solch riesiger Windradflächen braucht man natürlich auch noch.
Windenergie ist eine sehr teure Energie, zumindest wenn die Windräder nahe am Erdboden stehen und man nicht
gerade hinter dem Strand an der Küste wohnt.
In 50m oder mehr Höhe über Grund sieht es schon wieder anders aus. Wie gesagt, man muss sich ein Bild vor Ort
machen in dem man die Windgeschwindigkeiten am Standort über einen längeren Zeitraum aufzeichnet.
Grüsse
Bernd