Blitzschutz

Re: Blitzschutz

Beitragvon klingei » Do 6. Jan 2011, 16:36

Danke Bernd für deine Erfahrungswerte. Vermutlich hast du recht, das ein direkter Blitzschlag eher unwahrscheinlich ist.
Viel gefährlicher sind da die Spannungsüberhöhungen, die durch einen Blitzschlag entstehen. Die können ja ziemlich großflächig auftreten. Bedarf es da auch Schutzeinrichtungen um gegen diese Spannungen geschützt zu sein? Möchte mir nicht bei jedem Blitzschlag die Elektronik schrotten.

Andreas, deine Idee, die Fangstange mit einem Windsack zu verschönern find ich auch toll.

Gruß Klingei
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Bernd » Do 6. Jan 2011, 19:36

Auch ich finde die Idee von Andreas die Blitzfangeinrichtung mit einer Wetterfahne, einer normalen Fahne
oder einem Anemometer zu verschöneren sehr gut. ich schrieb das schon mal aber hatte meinen Beitrag wohl
nicht abgesendet ? :roll:
So könnte man den Blitzschutz sogar noch für Messzwecke nützlich machen.

Klingei du hast Recht das Überspannungen, sei es durch Induktionen oder kleine Seitenausläufer des Blitzes,
weitreichende Schäden anrichten können. Auch da kann ich beruflich ein Lied davon singen....

Die Technik draussen am Windrad und die Verkabelung kann wie eine Empfangsantenne für diese Probleme wirken.
Ich betreibe eine WLAN Station im Garten die über ein unterirdisches LAN-Kabel mit dem Haus verbunden ist.
Auch da hat es mir schon mehr als einmal den Switchport im Keller zerstört.

Um diese Überspannungen los zu werden gibt es viele Möglichkeiten.
230Volt Überspannungssicherungen aus dem Baumarkt enthalten meist nur einen Varistor der ab einer bestimmten
Spannung Richtung Schutzleiter ableiten soll. Immerhin eine kostengünstige Möglichkeit die man auch leicht
für das Windrad realisieren kann.
Bei Batterieladung ist wohl eher der Laderegler gefährdet als die Batterie, die sollte das nicht jucken.
Es gibt aus so genannte ÜSAGs, das sind Gasentladungsstrecken die man ebenfalls wie die Varistoren vom
Leiter Richtung Erde einsetzt. Sie zünden ab einer bestimmten Spannung und machen auch grössere Überspannungen
platt. Als letztes könnte man noch Varistor und ÜSAG parallel zwischen die Leiter schalten, die dann für die
Überspannung einen Kurzschluss bilden und sich gegebenenfalls dabei opfern. In diesem Falle wäre auch noch
eine Überstromsicherung nicht schlecht.
Ich würde alles in Kombination verwenden.

Grüsse

Bernd
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Re: Blitzschutz

Beitragvon klingei » Do 6. Jan 2011, 19:56

Aber diese Spannung ist nur merkbar, wenn ich eine Spannungsdifferenz im Erdreich habe oder? Wenn mein Windrad und die Batterie am gleichen Standort sind, dann treten auch keine Spannungsunterschiede auf oder?
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Bernd » Do 6. Jan 2011, 20:21

Was du meinst ist die Spannung die sich trichterförmig um die Einschlagstelle eines Blitzes ausbreitet.
Die ist für uns eigentlich eher uninteressant weil sie relativ schnell mit zunehmenden Abstand unkritisch wird
und wir ja nicht an entfernten Stellen im Garten mit der Erde Kontakt haben.
ich meinte eher Spannungen die als kleiner Ausläufer eines Blitzes, teils auch durch den hohen Strom
als Induktion in entfernten Leitern auftreten. Aus diesem Grund muss man auch alle Antennenanlagen und
ähnliches "erden". Das schützt dann nicht gegen einen Direkteinschlag, aber gegen diese Überspannungen
die bei einem Blitzeinschlag in der Nähe auftreten können.
Theoretisch könnte auch eine Gewitterwolke metallerne nicht geerdete Teile aufladen.
Dann kann es zu einer Art statischer Entladung kommen.

Grüsse

Bernd
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Re: Blitzschutz

Beitragvon klingei » Do 6. Jan 2011, 20:44

Also Erden sollte für diese Ausläufer ausreichen?
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Wolle » Do 31. Mär 2011, 16:21

Hallo,

wie kann ich eigentlich meine Elektronik zusätzlich vor Blitzschlag und den Folgen schützen?
Varistoren oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, wenn der Blitz im Worst Case Fall (trotz Erdung) die Elektronik "bearbeiten" will?

Danke

MfG Wolle
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Bernd » Do 31. Mär 2011, 17:06

Es gibt noch Überspannungsgasableiter. Das sind so kleine Pillen die ab einer bestimmten Spannung
plötzlich leitend werden und dann der Spannung fast einen direkten Weg zu einer Erdung bereit stellen.
In besseren Überspannungschutz-Zwischensteckern älterer Bauart konnte man die manchmal finden.

Ich glaube eine Kombination aus Überstromsicherung, Varistor und ÜSAG scheint wohl die beste Lösung
zu sein. Kostet alles nicht viel. Vorrausetzung für einen guten Schutz ist immer eine sehr gute Erdung
gegen die man die Überspannung dann ableiten kann.

Grüsse

Bernd
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Ekofun » So 1. Mai 2011, 15:41

Hallo Bernd,

will mir für Gebeude eine Blizschuz machen,schauen Sie mal ob so weas taugt :?:

Vielen Dank.

Grüße

Ekofun
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Re: Blitzschutz

Beitragvon andreas » So 1. Mai 2011, 16:12

Hallo Ekofun,

Blitzschutz ist etwas komplexer, man überlässt das daher gern dem Fachmann. Einen aktuellen Überblick dazu verschafft dieser Hersteller mit seinem Blitzplaner (PDF, 10 MB).

MfG. Andreas
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Re: Blitzschutz

Beitragvon Ekofun » So 1. Mai 2011, 18:10

Hallo Andreas,

danke für Antwort es ist sehr kompliziert das Technik.Glaube nicht das es hier so was gibt(Kroatien),wenn Wind ca 50 kmh kommt size ich im dunkeln,auch wenns Donnert size ich im dunkeln also keine Strom.Alle Leitungen sind Übererdisch,hängen an Holzpfälen.Also ich wollte nur Gebeude schüzen,ales anderes ist asgeschaltet(Steker ausgezogen).

Da in Elektrobuch(Lehrbuch vom 74)steht so wie ich in Skize gezeichnet habe,wolte nur wissen ob das für Gebeude selbst genügt.Vieleicht muss Kupferrohr noch dicker sein,mehr Querschnitt besere Erdverbindung, glaube ich.Ich weiss es aber nicht genau.

am sonsten gibt es nicht zu schüzen,ist alles herausgezogen.Ich lebe am Land in kleinem Dorf,wo sich Füxe guten Nacht rufen.

Viele Grüße

Ekofun
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