Rohrflügler

Re: Rohrflügler

Beitragvon Bernd » Di 14. Apr 2009, 15:55

@ Uli
leider habe ich derzeit nur diese 2m Rohrabfallhälfte, aber bei welcher Windgeschwindigkeit
würde denn dann der 5 Flügler nach deinen Kalkulator den Rotor andrehen ?

Grüsse

Bernd
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Menelaos » Di 14. Apr 2009, 17:43

Code: Alles auswählen
Für den Nabenmotor würde ich 5 Flügel wählen.
Ich habe mal mit dem Blade-Calculator gerechnet. Die Schnellaufzahl liegt bei ca.3 und er hat ausreichend Drehmoment zum Andrehen des Nabengenerators.


Du irrst gewaltig. Der Bladecalculator (den von Oli aus dem kleinwindanlagenforum) funktioniert so nicht.
Er ist NUR für 2 Flügler ausgelegt. Das Drehmoment was du erhälst wiederspricht hier der SLZ.

Gib doch mal eine Flügelzahl von 100 ein. Klasse was...?
Dann haben wir vielleicht 20 Nm Drehmoment und immer noch die gleiche SLZ und alles ist prima- EBEN NICHT weil: siehe mein letzter Beitrag!

Mit 5 flügeln hast du dann vielleicht eine SLZ von 1 oder so und komst ganz sicher nicht mehr auf die im Tool angegebenen Drehzahlen.

Gruß
Max
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Re: Rohrflügler

Beitragvon arcobär » Di 14. Apr 2009, 20:21

Ich habe nicht den Blade-Calculator von Oli.
Bei meinem gebe ich selbst die Schnellaufzahl ein. Das diese für den Fünfflügler etwa 3 ist, findet man in der Literatur.
Ich verwende den Calculator nur zum schnellen Drehzahlabschätzen für unterschiedliche Rotordurchmesser.

Wir sollten uns doch hier nicht streiten.
Der Fünfflügler wäre meiner Meinung nach für den Nabengenerator mit seinem hohen Anlaufmoment und seiner niedrigen Drehzahl eine gute Lösung. Der Durchmesser könnte um 1,20 m liegen und müßte an die gewünschte Ladedrehzahl angepaßt werden.
Ich hätte für mein Windrad wegen der höheren Ausbeute bei Schwachwind auch gerne 5 Flügel verwendet, mußte es aber wegen der erforderlichen höheren Drehzahlen für meinen Motor bei 3 Flügeln belassen.

Hallo Bernd,

für den Rotordurchmesser von ca. 1,2 m wäre 200er KG-Rohr sicher optimaler. Dafür hätte ich auch die Maßangaben.
Bei 3 m/s müßten beim Fünfflügler nach meiner Abschätzung schon 0,6..0,7 Nm anliegen, d.h. er dreht schon darunter an.

Gruß Uli
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Menelaos » Di 14. Apr 2009, 20:52

Achso...es geht hier also um den Nabenmotor und nicht um einen Nabendynamo...das hatte ich jetzt nicht geschnallt.

Da wird ein Rotor von 1,2 m Durchmesser nicht ausreichen. Mindestens 1,6m sollten es schon sein denke ichohne jetzt eine Leistungskurve zu kennen.
Auch ich kenne das Programm von Oli in und auswendig, habe es fast 2 Jahre lang weiterentwickelt und stark erweitert und Änderungen vorgenommen.
Du kannst mir glauben wenn ich dir sage dass du dich irrst mit deinen ANgaben. Ich streite nicht, aber ich versuche auf einen Denkfehler hinzuweisen.
Sicherlich kannst du das tool dazu benutzen um bei einem bestimmten Durchmesser und unter Eingabe einer SLZ die Drehzahl zu ermitteln. Wenn du jedoch bei gleicher SLZ die ANzahl der Rotorblätter erhöhst, sollte dir klar sein dass er sich dann auch langsamer dreht wenn diese in ihrem Profil nicht verändert werden.

Ich hoffe du verstehst was ich meine...aber mach ruhig deine Versuche und fall genauso auf die Nase wie ich es damals tat bis ich irgendwannnv verstand wo das Problem liegt und wie man es beheben kann.

Vielleicht habe ich aber auch nur zu wenig Ahnung von Rohrflüglern und sehe selbst nicht durch ;)

Gruß
Max
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Bernd » Di 14. Apr 2009, 21:06

Verbeisst euch mal nicht am Nabenmotor, ich will eigentlich nicht unbedingt einen Langsamläufer
haben, es kann ruhig schneller zur Sache gehen. Ich habe im Augenblick gar keine Vorstellung
was von einem Rotor von ca. 1,3m Grösse für Drehzahlen zu erwarten sind.

Grüsse

Bernd
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Menelaos » Di 14. Apr 2009, 21:09

kannst du ja fix mal überschlagen. Z.B. bei einer SLZ von 5 bewegen sich die Flügelspitzen mit 5 facher Windgeschwindigkeit.

Hat man z.b. 5 m/s Wind wären das 25m/s. Teilst du nun durch den Rotorkreisumfang ( pi mal D) erhälst du die Umdrehungen pro Sekunde...mal 60 ergibt UPM

Gruß
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Re: Rohrflügler

Beitragvon arcobär » Di 14. Apr 2009, 21:13

Hallo Max,

den Versuch habe ich gerade mit meinem Windrad gemacht. Meine Abschätzungen sind genau eingetroffen.

Mein Professor auf Arbeit hat mich etwas in die "Geheimnisse" der Propellerentwicklung eingewiesen. Er hat gemeint, dass ich nicht zu viel rechnen sollte, da die Berechnung immer nur für eine bestimmte Anströmung optimal ist. Er plädiert bei unseren Schwachwindverhältnissen im Binnenland zu einer höheren Blattzahl. Sein Favorit ist übrigens auch der Fünfflügler. Die Grundregeln, wie große Flügelanstellung gleich hohes Anlaufmoment und gute Leistung bei geringeren Windgaschwindigkeiten und geringe Anstellung gleich geringes Anlaufmoment und gute Leistung bei hohen Windgeschwindigkeiten, reichten für unsere Zwecke völlig aus.

Gruß Uli
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Bernd » Di 14. Apr 2009, 21:15

Ok, ich hätte wohl besser fragen sollen welche SLZ ein Rohrflügler so hat, bzw. welche
bei dem zweckmäßig sind. :D

Danke Max

Grüsse

Bernd
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Re: Rohrflügler

Beitragvon Menelaos » Di 14. Apr 2009, 21:25

Sinnvoll sind meiner Meinung nach 3 bis 5,5...maximal 6
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Re: Rohrflügler

Beitragvon arcobär » Mi 15. Apr 2009, 08:15

Der Rohrflügler ist ein Auftriebsläufer und unterliegt auch dessen Gesetzmäßigkeiten. Die Schnellaufzahl wird hauptsächlich von der Flügelanzahl bestimmt und ist damit weitgehend unabhängig von dem verwendeten Material (z.B. Holz, Glasfaser oder KG-Rohr).
Allgemein gelten etwa folgende Schnellaufzahlen:
2 Flügel = 9
3 Flügel = 6
4 Flügel = 4
5 Flügel = 3

Mit wachsender Flügelzahl fällt die Drehzahl und steigt das Drehmoment. Weniger als 3 Flügel würde ich beim Rohrflügler auch nicht verwenden.

Der Vorteil des Rohrflüglers ist seine einfache Herstellung, selbst 5 Flügel hat man in max. 2 Stunden fertig. Die Bearbeitung der Kanten und die Lackierung kann man nach der Erprobung machen. Auch kostet ein KG-Rohr nicht die Welt und ein "Fehlschuss" läßt sich dadurch leicht verkraften. Mit dem Nachteil der nicht unendlichen Haltbarkeit und dem etwas schlechteren Wirkungsgrad hauptsächlich im Bereich der höheren Windgeschwindigkeiten läßt es sich leben.
Er eignet sich hervorragend zum Experimentieren.

Gruß Uli
Zuletzt geändert von arcobär am Mi 15. Apr 2009, 08:24, insgesamt 1-mal geändert.
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