Hallo HW, wo hast du denn die Felgen erstanden ? Sie sehen genauso aus wie in dem SOLO Prospekt.
Passte das neue Rad auch hinten? Ich frage weil das Kettenrad bei mir aufgenietet ist. Könnte man natürlich abnieten und auf ein
anderes Rad wieder drauf, aber waren da auch entsprechende Montagemöglichkeiten vorhanden oer erforderte das grösse Umbauten?
Ja das Kettenrad ist ebenso wie das Ritzel in den Papieren eingetragen damit die Bullen bei der Verkehrskontrolle die einfachste
Art des Tuning gleich entlarven können. Das Kettenrad ist ähnlich groß wie bei anderen Mofas, aber der Raddurchmesser ist wesentlich
kleiner und somit rast die Ketten ganz schön dahin. Das sehr nervige Rasseln stammt bei mir mittlerweile mehrfach abgesichert durch den
Kontakt von Kette und (des ja relativ kleinen) vorderen Ritzels. Vielleicht passt die (originale) Kette auch nicht wirklich zum (originalen) Ritzel.
Vielleicht ist das Ritzel auch einfach recht klein für die Kettendimensionen.
Das es dich nicht stört lässt sich vermuten das es bei Dir nicht in dem Maße auftritt wie bei mir und bei dem Typen der deswegen auf
Riemenantrieb umbaute.
Gerade eben war ich mit der Electra im Nachbardorf beim Aldi einkaufen und wieder zurück nach Hause.
Gesamtentfernung hin und zurück waren 7,3 km.
Ich verbrauchte dafür ziemlich genau 7 Ah.
In Kilowattstunden waren es 0,17 kwh.
Was den Verbrauch angeht so ist es entscheidend wie man am Hahn reißt. Will sagen -bei gleicher Leistungsentnahme etwa gleicher Verbrauch.
Ja das ist sicher richtig, aber ich denke wenn man mehr Power zur Verfügung hat wird die ja auch genutzt, schliesslich wird man wohl
kaum mit Halbgas 25 fahren sondern das was dann möglich ist auch nutzen wollen.
Der Verbrauch pro Km wird bei mehr als 25 kmh nicht gerade sinken im Verhältnis zu einer Fahrgeschwindigkeit die bei max. 25 kmh liegt.
Die Steuerung heute mit dem an oder aus ist deutlich ungünstiger was den Verbrauch sowie die Fahrbarkeit angeht.
Immerhin hat die "digitale" Steuerung die im Originalzustand vorhanden ist keine zusätzlichen Verluste in Elektronikkomponenten.

Aber auch ohne den Gasgriff wirklich los zu lassen, also nur Motor ein, war nach gut 10 Km fast schon Schluss und die letzten Kilometer
bis zur 16 km Marke musste ich dann bei einer Ausfahrt sogar mittreten. Alles mit der originalen Mechanik/Motor.
Das mit der Steuerung ist natürlich ne tolle Sache und sowas werde ich wohl auch noch integrieren.
Vorerst will ich aber die Mechanik optimieren.
Da es nur einen Ein-/Ausschalter hatte, wurde die Kette beim Anfahren ziemlich stark belastet, und dadurch wahrscheinlich übermäßig schnell gelängt.
Theoretisch vielelicht möglich, praktisch allerdings sind die Spannschrauben noch ganz am Anfang des maximal möglichen Spannweges.
Überhaupt wirkt die Kette mit 1/2 x 3/16 auf mich reichlich dimensioniert, zumal solche Grössen auch an Maschinen mit etlichen
PS zu finden sind.
Ich könnte mir vorstellen das die Kette an sich auch einfach Scheisse ist (schlechte Qualität) und die Kette selber in sich viel Spiel hat so das die kleinen
"Rohrhülsen" die auf den Kettengliedern stecken vielleicht zuviel Spiel haben und beim Auftreffen auf das Ritzel klappern.
Richtigen Verschleiß kann ich weder an der Kette noch an den Ritzeln feststellen.
Auf jeden Fall kommt das nervige Geräusch vom Zusammenwirken der Kette und dem kleinen Ritzel.
Übrigens steigt der Wirkungsgrad von Riemengetrieben mit zunehmender Drehzahl, nur mal so am Rande...
Das halte ich mal für ein Gerücht bzw. muss man es wohl doch etwas differenzierter betrachten.

Wenn die Leistung fix ist muss der Riemen bei kleinen Drehzahlen weit weniger häufig verformt werden wie bei hohen Drehzahlen.
Allerdings wird mit zunehmender Leistungsübertragung der Wirkungsgrad einer Riemenübersetzung vermutlich immer steigen weil
die Verluste im Verhältnis zur übertragenen Leistung zurück gehen.
Bestes Beispiel: Wenn ich weniger als vielleicht 0,5 Watt übertragen will könnte es sein das diese kleine Leistung/Drehmoment es gar
nicht schafft das Riemengetriebe überhaupt anlaufen zu lassen weil dafür ein bestimmtes Leerlaufmoment überwunden werden muss.
In so einem Falle wären die Verluste, falls es denn doch andreht, extrem.
Mich hat der Unterschied der Stromaufnahme des Antriebsmotors, mit und ohne Riemenübersetzung, jedenfalls erstaunt.
Grüsse
Bernd