Wasser in den Motor?

Wasser in den Motor?

Beitragvon Beinhart » Sa 8. Okt 2011, 21:04

Moin,
nur mal kurz so eine Idee, die wahrscheinlich auch schon viele hatten und wohl garnicht so toll ist weil sie vielleicht nichts bringt xD.
Vorhin beim Autofahren dachte ich mir ob man nicht irgendwie die Abwärme des Motors nutzen könnte um noch irgendwie Energie für den Antrieb zu erzeugen, also den Motor effizienter zu machen.
Dabei dachte ich an so eine Art Stirling Motor oder Thermogeneratoren. In dem Fall gibt es sogar Entwicklungen von BMW .Die haben durch Thermogeneratoren den Wirkungsgrad von Kraft-Wärme Kopplern um 2% gesteigert.
Ne andere Idee war die Wärme des Motors zu nutzen um Wasser zu verdampfen. dazu müsste man vielleicht den Motor auf eine viel höhere Temperatur halten, folgend also aus anderen Stoffen bauen und mehr isolieren als diesen vom Fahrtwind zu kühlen. Also auf eine Temperatur zu bringen in der eine bestimmte Menge Wasser schlagartig verdampft.
Man könnte sich das so vorstellen : eine 4-Takt Maschine mit 2 Zylindern. Diese läuft bis auf Betriebstemperatur mit ganz normalen Kraftstoff, sei es ein Diesel oder Otto. Sobald der Motor auf Betriebstemperatur kommt, wird bei (jetzt als Beispiel) jedem 2. Einspritztakt (nicht Arbeitstakt) eines Zylinders Wasser eingespritzt, vielleicht ein wenig später als der Einspritzpunkt bei Kraftstoffen, da Wasser ja in der Flüssig- oder Festform nicht verdichtet werden kann, muss und soll. Das Wasser kommt in den Zylinder, verdampft und Treibt den Kolben an.
Das wäre doch direkte Nutzung der Abwärme, was sagt ihr dazu?
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon lumi » So 9. Okt 2011, 15:55

klingt gut und aufwendig :)

Wenn du wirklich beim Autofahren sparen willst, kannst du das auch jetzt schon extrem effektiv tun. Egal welches Auto, egal welcher Motor, egal welche Spritart !!!
Ich praktiziere das jetzt schon seit zwei Jahren und spare je konsequent ich das umsetze zw. 0,5 und 1 Lite pro Huntert Kilometer.
Es klinkt recht simpel ist aber hochwirksam: Nutze die Schwungmasse deines Autos Konkret - kupple vor jeder noch so seichten Abfahrt aus und rolle bis du die vorgeschriebene Geschwindikeit um 5-10 kmh unterschreitest.

Testets mal, ihr werdet staunen ;)

lumi
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon Beinhart » So 9. Okt 2011, 16:19

Moin lumi,
so ähnlich fahre ich auch, nur das ich nicht auskupple. So komme ich mit meinem Kleinwagen auf 5,2l. Herstellerangabe ist 5,9l auf Landstraßen.
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 16:22

Das Auskuppeln im Schiebebetrieb ist bei heutigen Autos eigentlich nicht mehr nötig.
Wer eine Verbrauchsanzeige eingebaut hat wird sehen das das Auto im Schiebebetrieb bis hinunter
zur Leerlaufdrehzahl absolut keinen Sprit verbraucht.
Ausgekuppelt rollt es allerdings leichter und weiter, auch wenn es dabei den Sprit für die Aufrechterhaltung
der Leerlaufdrehzahl konsumiert.

Meinen kleinen "Golf im Schafspelz" kriege ich allerdings auch mit vielen Tricks kaum unter 10L. :(

Grüsse

Bernd
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon lumi » So 9. Okt 2011, 16:57

Das Auskuppeln im Schiebebetrieb ist bei heutigen Autos eigentlich nicht mehr nötig.
Wer eine Verbrauchsanzeige eingebaut hat wird sehen das das Auto im Schiebebetrieb bis hinunter
zur Leerlaufdrehzahl absolut keinen Sprit verbraucht.


Genau das höre ich von sehr vielen, halte ich aber für falsch. Tastsächlich riegeln moderne Motoren die Treibstoffzufuhr bei Rücknahme des Gaspedals scheinbar völlig ab, nur rollt der Wagen in diesem Zustand der Motorbremse nur in etwa ein Drittel so weit wie ausgekuppelt. Wenn man mehrmals die gleiche Strecke fährt, einmal so und einmal so, kann man das recht gut vergleichen.

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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 17:31

Ausgekuppelt rollt es allerdings leichter und weiter, auch wenn es dabei den Sprit für die Aufrechterhaltung
der Leerlaufdrehzahl konsumiert.

Also hatte ich nichts falsches geschrieben. :)
Es ist außerdem sicher auch situationsabhängig was die bessere Lösung ist. Wenn ich mich z.B. dem fliessenden Verkehr anpassen
muss oder keine lange Ausrollstrecke zur Verfügung habe bei der ich den längeren Rollweg überhaupt ausnutzen könnte
dann ist das einfache Gaswegnehmen wegen dem dann anstehenden Null Verbrauch die bessere Wahl..
Wenn ich "Extremsparen" verkehrsbedingt praktizieren kann und meinen Wagen sehr lange ausrollen lassen kann
weil die Strecke entsprechend ist, dann wäre vermutlich Auskuppeln die sparsamere Methode.
Häufiges Auskuppeln geht aber auf das Ausrücklager ebenso wie ständige Neustarts an der Ampel für ein vorzeitigen
Tausch des Anlassers sorgen können und auch die Batterie schneller altern lassen.
So hat die Sparerei oft auch eine Kehrseite. Man muss oft Gegenrechnen.

Grüsse

Bernd
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon seb » Mo 10. Okt 2011, 06:41

Es gibt noch die folgende andere Möglichkeit Kraftstoff zu sparen (vornehmlich für Benziner):

In Kanada gibt es ein Forschendes Unternehmen mit folgender Idee:

In der Kraftstoffzuführung gab es ja früher den Vergaser. Kraftstoff wurde über ein Röhrchen
im Luftstrom zerstäubt. Ergebnis: relativ große Kraftstofftröpfchen im Benzin-Luft-gemisch und ein schlechter
Abbrand.

Dann entwickelte man die Kraftstoffeinspritzung. Ergebnis wesentlich kleinere Kraftstofftröpfchen im Gemisch
und ein besserer Abbrand.

Die machen den nächsten Schritt:
Der Kraftstoff wird nach dem Vorbild der Kerze verdampft. (In einem speziellen Kraftstoffverdampfer)
Ergebnis: kleinstmögliche Benzintröpfchen und bester Abbrand.

Leider ist mir dazu der Link entfallen, ich werde ihn suchen!

Die Ergebnisse waren gigantisch:
Wenn ich mich noch richtig erinnere lagen die Werte in etwa so:
2,54 Liter Verbrauch auf 100km, und das bei abgeregelten ca. 130PS!!!!

Viele Grüße

Sebastian

PS: Kann natürlich sein, daß die Patentrechte von der Lobby gekauft und "archiviert" :oops: wurden... Seufz
Viele Grüße

Sebastian


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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon homatec » Mo 10. Okt 2011, 09:38

Hallo,

die Idee Wasser in Motoren einzuspritzen ist schon sehr alt.

Hier mal 2 Patente von der Fa. Lanz.
http://www.schlepperfreunde-nordbaden.de/lanz-patente/catalog.html?search=wasser.
Bin in die späten 50er wude ein Traktor mit Wassereinspritzung gebaut.
Dann hat es die firma wieder aufgegeben. Damals war der Diesel ja auch spottbillig.

Auch Tognum (MTU) baut Maschinen mit Wasser. Ebenso http://www.wartsila.com die Schiffdiesel mit Megawattkolben bauen.
Beide Firmen argumentieren mit verbesserten Abgaswerten.

Grüße
Rainer
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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon seb » Di 11. Okt 2011, 05:21

Hier nochmals direkte Links zum Thema, habe leider den kanadischen Link noch nicht gefunden:

http://megalinx.de/2011/09/13/auto-mit- ... rbrauchen/

http://www.browns-gas.de/index.php?topic=id_31

Viel Spass beim Denken... :idea:

Sebastian
Viele Grüße

Sebastian


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Re: Wasser in den Motor?

Beitragvon The-Dragon » Di 11. Okt 2011, 14:19

Hallo zusammen,
eigentlich wollte ich meinen ersten Post zum Thema Windrad schreiben, da ich aber gerade diesen Fred gelesen habe will ich auch mal ein wenig dazu erzählen.
Also Sprit sparen durch rollen im Gefälle - ja, aber bitte nicht auskuppeln. Die Schubabschaltung der Einspritzanlage spritzt wirklich annähernd nichts ein, wenn die Drosselklappe geschlossen und die Motordrehzahl größer als im Standgasbetrieb ist. Dies kann man sehr genau sehen wenn man eine separate Lambda-anzeige hat.
Sobald man auskuppelt muss die Steuerung die Drehzahl auf Standgas halten damit z.B. Unterdruck zum Bremsen usw. vorhanden ist. Dabei wird natürlich auf Lamda=1 geregelt (man spart also genau soviel wie wenn man steht).
Interessant ist die Sache mit dem Wasser. In einen anderen Forum in dem ich viel unterwegs bin, haben einige Mitglieder ihre 1/4 Meilen Renner mit Wassereinspritzung ausgerüstet und berichten nur gutes darüber. Allerdings müsste man hierbei ganz ehrlich überdenken ob man so ein System auch für weniger verbrauch einsetzen könnte, schließlich bedarf es einiges mehr an Technischen Veränderungen (Tank für Wasser/Methanolgemisch zusätzliche Pumpe und Einspritzdüse usw.).
Ob die Sache mit dem Bezinvergaser wirklich so viel bringt wage ich auch zu bezweifeln. Ich persöhnlich möchte nicht in meinen PKW Benzin erst verdampfen (Hochexplosiv?), anschließend mit Wasser anreichern (wie soll das gehen, auch verdampfen?) und schließlich einspritzen.
Ich denke da gibt es andere mehr oder weniger gut funktionierende Ansätze wie z.B. das einspritzen bei geschlossener Einlassventil (ich glaube Ford macht das so). Klingt erst mal seltsam aber funktioniert ähnlich wie beim Benzinvergaser. Wenn der Motor warm ist, fängt nämlich der Sprit in dem Ansaugtrakt auch an zu verdampfen bevor er dann angesaugt wird.
So ich denke das reicht für mein erstes Posting.
The-Dragon
 
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