Elektromofa SOLO Electra gekauft

Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon MarkSchell » Mo 16. Mär 2020, 20:57

2016-04-24_19-27-28_693.jpg
2016-04-24_19-27-28_693.jpg (77.27 KiB) 1930-mal betrachtet
Hi,
ja das mit der wenig nützlichen Reku ist einzusehen, davon werde ich mich wohl (vorerst) verabschieden.
Hat den Vorteil dass ich mich jetzt auf den vorhandenen 800W-Motor konzentrieren kann, und das ist genau was auch in der Betriebserlaubnis steht. Das Mofa zu "tunen" war ja nie meine Absicht. Wenn nun von den 800W nach dem Umbau viel mehr am Hinterrad ankommen als vorher, dann sind alle zufrieden, auch der Herr oder die Dame von der "Rennleitung". Sollte das klappen, dann sehe ich gar keinen Grund dafür, das Mofa irgendwo zur technischen Abnahme vorzustellen.
Abgesehen davon habe ich das seltene Glück, einen sehr fachkundigen und "verständnisvollen" TÜV-Ingenieur vor Ort zu haben.

Wenn's geklappt hat dann ist im Bild das Mofa zu sehen mit dem monsterhaften 3kW-Radnabenmotor; fährt sich gut, aber keinesfalls legal zu bekommen und auch nicht schön. 9" macht es eben speziell.
Der untere Teil des Batteriefachs ist provisorisch, das war einfach weggerostet. Die obere Batterieabdeckung fehlte, da ist jetzt ein schwarzes Brett. ich bin kein 100%-original-Fanatiker, aber den Geist der 70er will ich schon ein bisschen einfangen.
MfG
Markus
MarkSchell
 
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon MarkSchell » Mo 16. Mär 2020, 21:00

Herbert, Du schreibst 20Ah hat Dein "Chopper" (sehr cooles Teil!): bei welcher Spannung?
MfG
Markus
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon herbk » Mo 16. Mär 2020, 22:44

Hi Markus,

MarkSchell hat geschrieben:Herbert, Du schreibst 20Ah hat Dein "Chopper" (sehr cooles Teil!): bei welcher Spannung?
MfG
Markus


Nennspannung ist 60 V (sorry vergessen), frisch geladen sind es 64 V, bei 52 V ist er leer.
Gruß Herbert
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon Bernd » Mo 16. Mär 2020, 23:28

MarkSchell hat geschrieben:Hi Bernd,
Du schreibst dass das BMS abschaltet und die Batterie dann total leer ist, das sollte aber nicht so sein; das BMS wird wohl frühzeitig abschalten, so bei 20% oder 15%, oder?
Der Einwand dass so ein Mofa eigentlich nur Vollgas kennt ist gut, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Vor dem Hintergrund ist vieleicht die originale "Regelung" per EIN-AUS gar nicht mal so schlecht gewesen. :?
MfG
Markus

Das BMS unterbricht bei mir den Stromfluß sobald der erste Akkublock (von 16 in Reihe geschalteten Akkublöcken) die zulässige Minimalspannung unterschreitet.
Wenn alle Akkuzellen vor dem Start in etwa die gleiche Ladung aufwiesen dann ist der Akku in dem Moment des abschaltens total leer.
Wenn nicht alle Akkublöcke vor dem Start gleich voll waren dann schaltet das BMS trotzdem ab sobald beim ersten Akkublock die Mindestspannung erreicht wird.
Wann genau diese Abschaltung erfolgt ist bei meinem BMS fix und nicht zu beeinflussen.
Ich habe die Werte für minimale bzw. maximale Zellenspannung gerade nicht im Kopf, weiß aber noch das sie echte Grenzwerte darstellten.

Das Ein/Aus der originalen "Regelung" war sehr modern, könnte man es heute doch als "digitale Regelung" bezeichnen. :)
Mich hat immer gewundert das der Einschalter bzw. seine Kontakte nicht sofort verbrannten.

@Herbert
Dein Shopper ist tatsächlich eine witzige Kiste, gefällt mir. Darf man fragen was man dafür in etwa auf den Tisch legen muss?

Grüße

Bernd
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon Bernd » Mo 16. Mär 2020, 23:45

Markus der originale Gepäckträger einer E1 diente mir als Inspiration für einen selbst gefertigten, ähnlich schräg gestylten, Gepäckträger für meine Electra.

Ich hatte meine eigenen Nabenmotoren Ideen damals aus optischen Gründen verworfen. Die schönen Speichenräder muss ich mittlerweile aber auch gegen originale Aluräder
der letzten Electra Serien tauschen. Grund ist die extreme Anfälligkeit der Speichen, sie brechen immer wieder und der Tausch ist erstens sehr schwierig und
zweitens gibt es keinen Ersatz mehr zu bekommen.

Grüße

Bernd
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon MarkSchell » Di 17. Mär 2020, 01:21

Schade dass die Speichenräder sich als so anfällig erweisen. Waren die schon immer solche Diven? Eigentlich kaum zu glauben, wo es doch große Speichenräder gibt an sehr leistungsfähigen Motorrädern. Ich muss mal in meinen alten Büchern wühlen, meine mich zu erinnern dass brechende Speichen immer ein geometrisches Problem haben: der Winkel an ihren gebogenen Enden muss ganz genau stimmen, ebenso der Winkel wo die Speiche an den Knubbel der Felge trifft. ("Punzung" heißt das glaub' ich.) Speichen müssen absolut gerade (nur auf Zug, nicht auf Biegung) belastet werden. Und in irgendeiner Oltimer Markt oder Praxis war mal ein Artikel, da gab es auch eine Quelle für handgefertigte Speichen. Lange her...
Jop, Gepäckkorb hab' ich auch noch keinen. Aber ein verbogenes, total verblichenes Plastikteil das unter den Gepäckkorb kommt. Keine Ahnung wie das wieder in Form kommen soll.
Aber erst mal fahren.
MfG
Markus
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon herbk » Di 17. Mär 2020, 08:41

Hi Bernd,

ich habe knapp 1.200,--€ dafür bezahlt. Mit ordentlicher Rechnung, also verzollt und mit Mwst. Das Teil hat auch die zur problemlosen Zulassung erforderlichen Papiere.

Für diesen Preis ist der Scooter m.E. sehr gut, auch wenn ich im Detail schon das Eine oder Andere wüsste was man besser/schöner machen könnte. Was ich natürlich noch nicht einschätzen kann ist die Qualität, - besonders bei den Akkus...

Die Fahrleistungen sind wirklich überraschend gut. In der Stadt (ist eine Einschätzung, ich bin ja ein "Landei") kann man damit problemlos mithalten.

Das BMS unterbricht bei mir den Stromfluß sobald der erste Akkublock (von 16 in Reihe geschalteten Akkublöcken) die zulässige Minimalspannung unterschreitet.


So ähnlich mache ich das bei den LTO Zellen die ich vor ein paar Jahren gekauft habe (sie versorgen den Wohnraum meines Wohnmobils). Ich überwache nur die schlechteste Zelle, wenn die auf Minimalspannung ist schalte ich den Block vom (Bord)Netz.
Den Block habe ich knapp 1,5 Jahre im WoMo, geladen wird ohne Regler, mit auf die Leerlaufspannung der Module angepasster Zellenzahl, und ohne BMS. Der Tiefentladeschutz ist die einzige Elektronik im System.
Die Zellenspannung wich Anfang November (1 Jahr nach inbetriebnahme in dieser Art) 0,007V (beste zu schlechtester Zelle) voneinander ab. Damit kann man leben, ich hoffe dass das so bleibt. :)
Gruß Herbert
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon Bernd » Di 17. Mär 2020, 23:56

MarkSchell hat geschrieben:Hi Bernd,
Mit meinen angenommenen 2,6kWh käme ich dann in der Tat "nur" 89km weit. Mit der batterieschonenden Strategie, zwischen 20% und 80% zu fahren wären das immehin noch 71,5km. Und da sind Deine Verluste ja mit berücksichtigt.
MfG
Markus


Sag mal Markus, was ich noch nicht so recht verstehe ist folgendes. Dein Akku ist 2kg oder ca. 12% leichter als meiner.
Nach deinen Angaben hat er aber nicht ebenfalls 12% weniger Kapazität als meiner sondern sogar ca. 40% mehr Kapazität.
Beides zusammen ergibt ja über 50% mehr Kapazität pro Kilo als meiner.
Was ist das für ein tolles Ding? Oder sind das Angaben des Herstellers?
Hast du die Speicherleistung mal real nachgemessen? Ich habe das gemacht bei meinem, der nominell 40Ah(!) haben sollte. Es waren gemessen dann nur 36Ah.

Nach deiner Rechnung führt eine 100% Nutzung deiner theoretischen Akkukapazität zu einer theoretischen Reichweite von 89km. Dann sind es nach deiner
Vorgehensweise zur Akkuschonung (Nutzung nur zwischen 20% und 80%) also nur 60% Akkunutzung nach meiner Rechnung aber nur 53km Reichweite, nicht 71.

Grüße

Bernd
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon MarkSchell » Mi 18. Mär 2020, 23:15

Bernd, Du hast Recht, 53 km ist richtig. (Alles theoretische rechnerische Werte, bis auf den realen Verbrauch gemäß Dir.)
Die Angaben bzgl. Kapazität kommen von meinem "Versorger", der schweißt die 18650er Zellen (2900mAh, 3,6V) nach Kundenspezifikation zu Blöcken, in meinem Fall (Auto) sind das 18P7S in einem Block, davon habe ich 2 in einer Kiste zusammengefasst, 50V, 2,6kWh. Derzeit habe ich 6 von den Kisten im Wagen, 3 weitere sollen bald folgen. Ein solcher Koffer wäre m.E. ideal für einen 48V-Antrieb.
Wie ich schon geschrieben hatte, ich habe noch keine echten Werte, weil meine Strommessung und Reichweitenanzeige noch nicht fertig sind, und die 2,9Ah je Zelle kommen mir etwas hoch vor, die Literatur gibt eher 2,7Ah her.
Zu einem anderen Thema: ich habe heute in der Schrottkiste der Werkstatt meines Vertrauens einen Haufen brandneuer Speichen gefunden, ein paar hab ich mitgenommen:
Speichen.jpg
Speichen.jpg (75.02 KiB) 1893-mal betrachtet

Verschiedene Durchmesser von 3mm bis 4,5mm, verschiedene Längen. Ich konnte den Menschen sprechen der die reingeworfen hatte, er hat früher nach Kundenwunsch Speichen angefertigt. Jetzt aber nicht mehr. Er hat allerdings noch die Maschine, mit der er verschiedene Gewinde auf die Speichenenden rollen kann. Interesse daran, die Maschine einzusetzen hat er auch nicht mehr. Aber er kann mir einen Betrieb in Koblenz empfehlen, der das machen kann und will. Ich stelle die Info rein sobald ich sie habe. Schon komisch dass mir genau das heute "passiert", nachdem wir gestern das Thema Speichen erörtert haben.
Bis die Tage,
Markus
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Re: Elektromofa SOLO Electra gekauft

Beitragvon MarkSchell » Do 19. Mär 2020, 20:22

Speichen und Nippel gibt es hier:
wws-speichen.de
MfG
Markus
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