Geleimte Holzverbindungen

Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Carl von Canstein » Sa 3. Okt 2009, 12:07

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender, also ökologischer, relativ preiswerter, leicht zu verarbeitender, beanspruchbarer und - je nach Holzsorte - sogar auch leichter Baustoff. Um Holzteile dauerhaft miteinander zu verbinden benötigt man für Windräder, die draussen im Freien funktionieren und halten sollen einen Spezialleim, genauer einen seewasserfesten Bootsbauleim. Hier habe ich eine E-bay-Adresse gefunden, es ist garnicht so einfach, etwas im Internet dazu aufzumachen, ich schaue schon seit Monaten und hatte bisher nichts finden können:
http://cgi.ebay.de/BINDAN-CIN-Bootsleim ... 286.c0.m14
Gruss, Carl
Carl von Canstein
 

Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Flo Celle » So 4. Okt 2009, 09:55

Hallo Carl,

Also ich kenne diesen Leim zwahr aus meiner Lehrzeit aber wenn es um seewasser beständigkeit geht wird heute meist mit Epoxyd gearbeitet ich glaube das dieser leim nur bei ganz bestimmten holzarten einen entscheidenene vorteil hat ! ! ????
ansonsten kannst du Epoxyd auch eindicken um die viskosietät zu beeinflussen ohne nachteile bei der klebkraft zu haben ! und es giebt auch Treibmittel Für Epoxyd harz um ein bisel besser als lücken fühller zu nehmen !

Aber nur mal so Der besste holzleim Nützt garnichts wenn man nicht den konstrucktiven holzschutz beachtet denn da wo staunässe oder Stirnholz vorhanden ist , kann man sagen das es zum faulen den holzes kommt also

1 Konstrucktiver holzschutz immer schon mit in die konstrucktion mit einbeziehen
2 Guter Leim oder Kleber !
3 Follflächig Leimen oder Kleben ist besser als Schrauben !

Gruß Flo
Ich habe ein PROBLEM RECHTSCHREIBUNG ! also Keine Kommentare ich Seh meine Fehler zwar meistens nicht aber ich weiß das ich welche habe also wer welche findet darf sie behalten und DAS WERDEN LEIDER EINE MENGE SEIN !! :-(
Flo Celle
 
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Carl von Canstein » So 4. Okt 2009, 11:21

Oh danke Flo!
Das ist eine neue Perspektive für uns! Und Leute, die sich fachlich mit solchen Bearbeitungsmethoden auskennen sind ein grosser Gewinn für alle, die hier mitmachen!
Ja, ich denke schon, dass es Sinn macht, sich über die Holzverarbeitung Gedanken zu machen, auch wenn nur teilweise im Verbund mit anderen Werkstoffen gearbeitet wird. Holz ist eben Super!
Gruss, Carl
Carl von Canstein
 

Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Bernd » Mo 5. Okt 2009, 18:28

Hallo Flo, an die Idee hatte ich noch gar nicht gedacht. Ist denn das Harz zwischen den Hölzern auch
so "elastisch" das es das Schwinden und quellen bei eventueller Feuchtigkeitsaufnahme mit macht ?
Vielleicht ist es ja auch schon gängige Praxis Holzschichten mit Epoxidharz zu verkleben ?

Mal was anderes, ich habe dieser Tage am Auto mit Glasfaserspachtel "rum gemacht" :)
Dabei fiel mir auf das es das Zeug nur als Polyesterware gibt. Ist der Grund der Preis ?

Grüsse

Bernd
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon jb79 » Mo 5. Okt 2009, 22:58

Also mit Epoxidharz arbeite ich im Modellbau auch, es bleibt auch im ausgehärteten Zustand bis zu einem gewissen Grad elastisch im Gegensatz zum Superkleber den ich bisher immer benutzt habe um meine Flieger wieder zu kleben,

Hab für meine Motorhalterung 3 Sperrholzplatten übereinandergeklebt mit dem Harz (jeweils um 90° verdreht um die Fasern über Kreuz zu haben), einen Tag später hab ich dann die Konturen mit einer elektrischen Laubsäge ausgesägt, das Ganze hält bombenfest und splittert auch nicht ab beim bohren oder sägen.

Hab mein Harz vom Conrad, war ein Set mit zwei Fläschchen (Harz, Härter), davon eines rot, eines weiß, nem Mischbecher und nem Holzspatel zum Mischen. Als Spatelersatz eignen sich übrigens die Holzstiele von diversen Eis-am-Stiel Eissorten.
lg Jürgen
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Föhnix » Fr 28. Jul 2017, 21:35

Bin ich schon wieder zu spät ?? :D

Ich arbeite von Haus aus viel lieber mit Holz. Ein lebender Baustoff, zumindest in ästhetischer Hinsicht. Ein Schlosser darf das von mir aus auch komplett anders empfinden !!
Hab ich nix gegen !! :D Das Problem heutiger,auch namhafter Leime ist oft die Auslegung auf kurze Abbindzeiten. Das hellere Frühholz nimmt schneller Feuchtigkeit auf als das dunklere Spätholz, vernetzt der Kleber zu schnell führt das beim austrocknen zu ,,Microspannungen". Dürfte jetzt im Hobbybereich auch vollkommen schnurz sein. Sagen wir es einfacher, Furnier mit Expressleim verarbeiten zu wollen ist Schei......benhonig aber für den eingeleimten Dübel in der Spanplatte vollkommen ausreichend. Hochwertige Klebungen sollten möglichst mit Leimen ohne Formaldehyde und Füllstoffe ausgeführt werden. Diese Füllstoffe sorgen dafür das eure Fügung zwar flächig geklebt ist aber bei weitem nicht so belastbar wie bei einem Leim ohne Füllstoffe. Neben dem von Carl erwähnten Bindan Holz- Bootsleim, favorisiere ich für hochwertige,stabile und vor allem äußerst dauerhafte Verleimungen von Bindan den Propellerleim oder von der gleichen Firma den B4/D4 Leim der übrigens der Einzige ist der zur wasserfesten Verleimung von Siebdruckplatten zugelassen ist. Zum Test einfach einen Tropfen eures Holzleims auf ein Stück Abfallholz geben und bei über 20 ° um die 5 Minuten warten. Sollte euer Leim dann schon vernetzen ist er für Außenverklebungen zwar nicht direkt ungeeignet aber garantiert nicht die beste Wahl. Ein Bruchtest aus zwei aneinander geleimten Brettern wird euch zeigen das man zwar von einer festen Klebung sprechen kann, aber wenn man sich die Bruchflächen betrachtet sieht man oft das eigentlich nur die helleren Fasern ausgebrochen wurden.Ein Leim mit länger Netzzeit wird äußerst selten derart brechen.Da kommen dann schon bei Regelverleimungen mal eine Bruchlast von 1,4 Tonnen pro Quadratzentimeter zusammen. Es lohnt sich auf jeden Fall Augenmerk auf den Holzleim zu legen um lange Freude an seiner Arbeit zu haben.
Genug geklugscheißert !!
Aber jetzt wißt ihr auch warum im Louvre keine Ikeamöbel stehen !! ;)
Der Kleber machts !!
Bevor einer auf falsche Ideen kommt, ich heiße nicht Bindan und arbeite auch nicht für sie. :lol:
Zur Ehrenrettung der obligaten Baumarktmarktführermarken, der Ponal Construct ist schon ein goilet Zeug. Damit kann man auch die Gartenschlappen vom Nachbarn auf seiner Terasse verankern !! Dauerhaft !!
Gut Wind, Föhnix !!
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Bernd » Sa 29. Jul 2017, 07:09

Danke für deine Erfahrungen mit Leimsorten.
Ponal Construct scheint mir aber keine Baumarktware zu sein?

Grüße

Bernd
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Ekofun » Sa 29. Jul 2017, 09:40

Glaube das es ihn auch i Baumarkten gibt.
Ich brauchte einen wasserfesten Kleber,hier gab es ihn nicht(erst in Zagreb) so habe ihn bei Amazon bestelt und bekommen,2 Stück.
Flügel sind dann mit disen Kleber geklebt,zuerst sind sie 2mm abgehobelt weil Sibdruckplatten beideseitig lakiert sind,und kein Kleber haftet dran.Zusezlich sind Platten auch noch gedübelt,die sind sehr fest und flügen nicht auseinander.

Ponalkleber Wasserfest.jpg
Ponalkleber Wasserfest.jpg (114.6 KiB) 971-mal betrachtet


Grüße,Ekofun
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Re: Geleimte Holzverbindungen

Beitragvon Föhnix » Sa 29. Jul 2017, 18:52

@ Bernd aus eigener Erfahrung weiß ich das Bauhaus, Obi, Globus und Toom ihn führen, nur liegt er leider nicht immer in den Regalen. Greif dir einfach einen von den Roten oder auch Orangen und rezitiere dein Begehr.erfahrungsgemäß weiß mindestens 1 von 4 was du meinst. Ponal Construct gibt es in Kartuschen wie Silikon oder Acryl. Aber der PUR-Leim ist auch nichts anderes. Derzeit prüfe ich gerade Polymer-Acetate von der Firma im Keller der Verrannten. 1. Versuche geben Anlass zu Hoffnung das da mal ein Montagekleber auf der Markt kommt der sich auch so nennen darf.
Gut Wind, Föhnix !!
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