Versuche mit Eisenpulver

Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon hammer2000 » Mo 6. Sep 2010, 17:57

Hallo @all

Ich fasse hier mal aus zwei anderen Thread´s einiges zusammen.

Bernd hat mal was von Eisenpulver erwähnt, nun ja ich hab mir mal 2 Kg bestellt für ca. 11.- und wollte
mal ein wenig damit testen. Es wurde z.B. mit einem 2 K Kleber gemischt, dies ergab, das der Kleber nun
magnetisch leitend ist. Aber nicht elektrisch leitend, hier sind wir nun der Meinung, das es keine/wenig
Wirbelströme geben dürfte. Nun hab ich mir noch 1,5 Kg Epoxydharz für ca. 20,- bestellt. Um damit einige
Versuche zu machen.

Nun zu der Frage warum ist dieses Gemisch Epoxy Eisenpulver nicht elektrisch leitend?
Die erste Idee war das jedes Eisenkörnchen ja von dem Epoxy umgeben ist und dadurch Isoliert wird.
Darauf hin hab ich mal die Messspitzen vom Multimeter direkt ins Eisenpulver gesteckt und habe
einen unendlichen Widerstand gemessen. Wenn man nun aber die Messspitzen tiefer in den Beutel
mit dem Eisenpulver drückt ist ein Widerstand von ca. 100 M Ohm zu messen. Übt man jetzt einen
größeren Druck auf die Messspitzen aus sinkt der Widerstand auf ca. 50 M Ohm.

Dies könnte bedeuten das die Eisenpulverkörnchen in loser Schüttung sehr viel Zwischenräume
mit Luft haben die dann durch das Epoxy ersetzt werden.

Die Idee hinter dieser ganzen Testerei ist das man aus solch einem Gemisch auch die Kompliziertesten
Spulenkörper bauen könnte, die dann die guten Eigenschaften von Eisen haben aber nicht die Negativen.

So ich hoffe ich habe nicht all zu viel vergessen aus den anderen Thread´s


Gruß Manuel
hammer2000
 
Beiträge: 108
Registriert: Do 29. Jul 2010, 08:03
Wohnort: Neumünster

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon hammer2000 » Mo 6. Sep 2010, 18:05

Ich hab mir eine Waage bestellt mit der man auf 0,1g genau wiegen kann (keine 15,- in der Ebucht).
Es wird dann mal ausgetestet in welchem Mischungverhältnis das Epoxy mit dem Eisenpulver gemischt werden kann.


Gruß Manuel
hammer2000
 
Beiträge: 108
Registriert: Do 29. Jul 2010, 08:03
Wohnort: Neumünster

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon Bernd » Mi 8. Sep 2010, 19:49

Sag mal du verwendest die Einheit M Ohm.
Sind das Megaohm ? Weil die meisten Geräte gehen da nur bis 20 M Ohm.
Oder sind das Milliohm ? Das wäre natürlich genau das Gegenteil.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8345
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon finn » Mi 8. Sep 2010, 20:05

Es werden Mega-Ohm sein, sonst würde er ja nicht sagen, dass es net el. leitfähig ist ^^
finn
 
Beiträge: 443
Registriert: Mo 26. Okt 2009, 20:44
Wohnort: nahe Peine

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon Bernd » Mi 8. Sep 2010, 20:37

Naja nichtleitend ist genau genommen eine Definitionsfrage und ein Messbereich bis 100 Mega Ohm wäre etwas
was ich bisher noch nicht kannte. :) Alles was ich bisher in den Händen hielt endete bei 30 MOhm
und die meisten bei 20 M Ohm. Es wäre nicht das erste mal das man auf diese Weise aneinander vorbei redet.
Deshalb meine Nachfrage.

EDIT:
Ich habe gerade mal mein Eisenpulver gemessen und tatsächlich egal wie tief und stark ich die Prüfspitzen
rein drückte, es kam keine Leitfähigkeit zustanden, Widerstand immer oberhalb 30 MOhm, erstaunlich
aber sehr gut für unsere Zwecke. Erklären kann ich mir das allerdings nur so wie ich es schon weiter oben
mal beschrieb.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8345
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon andreas » Mi 8. Sep 2010, 21:01

Hallo Bernd,

es gibt solche Meßgeräte als Multimeter offenbar schon eine Zeit lang. Letztes Jahr ist mein altes Metex verstorben; nach zwanzig Jahren Betrieb sei ihm die letzte Ruhe mit vielen Fantasiewerten gegönnt. Das Teil ging wohl bis 20 MOhm. Nun habe ich ein UT70A, was neben L und C-Bereichen (das war mir besonders wichtig daran) auch einen R-Bereich bis 2000 MOhm besitzt. Benutzt habe ich ihn allerdings noch nicht - wozu auch?

MfG. Andreas
andreas
 
Beiträge: 1267
Registriert: Di 6. Okt 2009, 23:16

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon Bernd » Mi 8. Sep 2010, 22:24

Da wird dann meines Wissens nach aber Hochspannung eingesetzt um in solche Ohm Regionen vorzustossen.
Ich kenne das von Isolationsprüfungsgeräten. Da muss dann aber die Finger schön weg halten
während etwas misst. :)
Aber Kernthema ist ja das es schon geil ist das dieses Pulver (besser Puder) praktisch nichtleitend zu sein scheint.

Ich habe mal einen 10 x 5mm kleinen Neodym Rundmagneten auf die (doppelte) Platiktüte mit dem Eisenpuder
gehalten und habe beim Abziehen des Magneten fast die beiden Plastiktüten zerrissen, so sehr haftete das
Puder an dem Magneten.
Magnetisch ist das Puder also doch nahe dem "normalen" massiven Eisen. :)

P.S. Das "Puder" das mir geliefert wurde ist mind. um den Faktor 10 feiner als ich es erwartet hätte.
Das ist praktisch fast so fein wie Makeup Puder (sofern ich das als Mann beurteilen kann) :)

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8345
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon hammer2000 » Do 9. Sep 2010, 03:15

Ja es ist Mega Ohm, milli Ohm wäre dann m Ohm gewesen. Ist ein Analoges Multimeter und geht in der Tat bis 100 Mega Ohm.
Das Material wird bei höherem Druck sicherlich noch Niederohmiger werden.

Das mit dem Neodym hab ich auch gemacht und hab ihn nur mit viel gefummel und geduld ohne Zerstörung der beiden Beutel wieder abbekommen.

Für uns ist dieser Umstand aber nur von Vorteil. Man sollte versuchen das Eisenpulver mit so wenig Epoxy wie möglich zu mischen, wird dann warscheinlich das Problem
sein die Mischung in eine Form zu bekommen. Na ja schaun wir mal meine Waage sollte ja heute kommen.



Gruß Manuel
hammer2000
 
Beiträge: 108
Registriert: Do 29. Jul 2010, 08:03
Wohnort: Neumünster

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon hammer2000 » Do 9. Sep 2010, 03:24

Hab im Netz noch mal ein wenig gesucht und das hier gefunden
Das unterstütz die Theorie von Bernd.

http://www.gutefrage.net/frage/wie-scha ... itend-wird

Auch dies hab ich im Netz gefunden

"Damit das Wirbelfeld auftritt, muss eine Wirbelstrom entstehen. Dazu muss das Metall aber groß genug sein, Metallpulver ist dagegen zu klein. In ihm entstehen praktisch keine Verluste."

Bei Wiki gibt es folgendes

http://de.wikipedia.org/wiki/Pulverkern ... ulverkerne



Gruß Manuel
hammer2000
 
Beiträge: 108
Registriert: Do 29. Jul 2010, 08:03
Wohnort: Neumünster

Re: Versuche mit Eisenpulver

Beitragvon hammer2000 » Do 9. Sep 2010, 13:52

Ich schon wieder......

hab mir nun noch dies hier bestellt, liegt bei 3,-/Kg
evtl. bekommt man damit eine höhere Dichte hin, denn es soll ja möglichst viel Eisenpulver in dem Spulenkörper sein.
Kunststoffpulver und Eisenpulver mischen und bei 180° 15min in den Backofen, aber nur wenn meine Frau zur Arbeit ist ;)

Gruß Manuel

Kunstoffpulver Pulverlack - Farbmittel
Beschichtungspulver

Fabrk. Interpon

ca. 1 Kg. (1 Paket)
Farben: Silber-Blau-Grün-Beige-Rot-Gelb-Weiss-Grau-Braun
Zusammensetzung:
Form : Pulvrig
Farbe : Silber-Blau-Grün-Beige-Rot-Gelb-Weiss-Grau-Braun

Geruch : geruchslos
Schmelztemperatur : 180 C
Dichte: ca. 5g/cm3 bei 20C. DIN ISO 787/10
Wasserunlöslich.
hammer2000
 
Beiträge: 108
Registriert: Do 29. Jul 2010, 08:03
Wohnort: Neumünster

Nächste

Zurück zu Baumaterialien, Ideen, Vorschläge, Erfahrungen



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste