Anschaffung Windrad

Anschaffung Windrad

Beitragvon joker112 » Do 10. Mai 2012, 19:22

Hallo :)
ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin 38 Jahre alt , Beruf Heizungsbauer und Lüftungsbauer. habe bereits eine Photovoltaikanlage 4,32 kwp un deine Thermische Solaranlage auf dem Dach montiert . Nun möchte ich den Wind nutzen , könnt ihr mir ein Windrad empfehlen was ich auf dem Dach montieren kann.( black300-600 gut ?? )
danke schon einmal im voraus
Gruß joker112
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Re: Anschaffung Windrad

Beitragvon andreas » Do 10. Mai 2012, 20:47

Hallo,

ein Windrad auf dem Dach ist sehr ungünstig. Denn es entstehen immer Geräusche durch Lager, Unwucht und Generatorstrom. Das Dach wirkt wie ein Resonanzboden, es verstärkt diese Geräusche noch. Wenn deine Sippe ohnehin stocktaub ist, spielt das natürlich keine Rolle. Für Bewohner mit gesunden Ohren ist es jedenfalls nicht tragbar, auf Dauer ein Windrad hören zu müssen.

Setze einen Mast einige Meter weit vom Haus weg und dort ein Windrad drauf, es stört dann gar nicht mehr. Höchstens die Maulwürfe könnten ausziehen, weil denen dieser Lärm auch nicht gefällt, den der Mast auf die Erde überträgt.

MfG. Andreas
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Re: Anschaffung Windrad

Beitragvon Ekofun » Do 10. Mai 2012, 22:46

Hallo,

abgesehen davon,Dachstul kann auf die dauer geschwächt werden durch ständige Wibrtionen und zu letzt geschädigt werden.Auf Dach werde ich nie ein Windrad stellen,habe auch hier gesehen was Wind anrichten kann wenn Anlage nicht sicher gemacht ist.

Grüße, Ekofun
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Re: Anschaffung Windrad

Beitragvon picowindmiller » Fr 11. Mai 2012, 07:07

Hallo Joker 112

Bei deinem Beruf schafft man sich kein Windrad an, da baut man so etwas selbst. Das dürfte für dich keine Hürde sein. Am besten ist eine Konstruktion mit einen Radnabenmotor als Generator. Ob das jetzt ein Lenz oder ein C-Rotor wird ist von der Sache her erst einmal egal. Wenn es dir gelingt, für die Flügel Aluminiumblech dreiviertelhart (AlMg3) mit einer Dicke von 0,5 mm, oder Duraluminiumblech mit einer Dicke von 0,35 mm zu bekommen, wird dein Windrad sogar eine Hig-tech Mühle. Das Problem ist tatsächlich das geeignete Material und die Möglichkeit es entsprechend zu biegen.Für die meisten ist das Biegen einer ellipsenförmigen Vorflügelnase ein unüberwindbares Problem.Es gibt hier im Forum genug Anregungen und Hinweise, wie man so ein Windrad bauen kann. Ich verwende für die Tragarme der Flügel superleichte Kohlefaserstäbe 6mm und 0,5 mm AlMg3 -Blech halbhart. Als Kleber nehme ich Weicon 1500 -gibts bei Reichelt Elektronik.
Ich hoffe sehr, dass dich der "Windradvirus" befällt und dich nicht so schnell wieder loslässt.
Wenn es dir gelingt, nicht so einen massigen "Klopper", sondern ein superleichtes und hochstabiles Windrad aufzubauen, kannst du das beruhigt auch auf dein Dach bauen. Geräusche entwickeln vorzugsweise hochtourige Vertikalwindräder und Konstruktionen die nach der Methode "Hufbeschlag und Wagenbau" gefertigt wurden.
Grüße N.B.
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Re: Anschaffung Windrad

Beitragvon Bernd » Fr 11. Mai 2012, 08:07

Jallo Jocker 112 und herzlich willkommen hier im Forum.
Ich selber habe vor ca. 1 Jahr ein Black 300 auf das Dach eines Nebengebäudes gesetzt.
Dabei habe ich bewusst auf eine Entkopplung des Windrades vom Dachstuhl verzichtet.
Ich wollte wissen wie stark die Geräusche sind die ein Windrad in den Dachstuhl einbringt.
Das Resultat ist ein enormes Brummen im Betrieb. Wer das mal gehört hat ist beeindruckt.
Auf dem Dach eines Wohnhauses wäre das so wie hier, ohne Entkopplung, völlig unmöglich.

Wenn ein Windrad auf das Dach eines Wohngebäudes gesetzt werden soll dann muss man unbedingt einen
grossen Aufwand bei der Schallentkopplung mit einplanen. Dabei reicht es absolut nicht ein bisschen Gummi
unter die Schellen des Masten zu legen.

Das Black 300 eignet sich recht gut für die Dachmontage da es noch nicht so schwer ist das man einen
Kran für die Montage benötigen würde. Auch wird vom Hersteller ein Schallentkoppler angeboten über dessen
Wirksamkeit ich aber nichts sagen kann.
Da man über das Black 600 unterschiedliche Meinungen liest würde ich persönlich vielleicht eher 2 Stück Black 300 nutzen.

Die Lautstärke des Windrades selbst, also der Flügel ist, was die Lärmbelästigung im darunter liegenden Haus
anbelangt, aus meiner Sicht grundsätzlich nicht das Problem sondern es ist der Generator der bei der Stromerzeugung
Vibrationen erzeugt die sich dann in den Dachstuhl übertragen und ihn zum heftigen Brummen bringen.

Natürlich kannst du Dir auch ein Windrad selber bauen wobei die Geräuschbelastung im Haus durch langsam drehende
Bauarten vermutlich nicht geringer ausfällt sondern evtl. sogar stärker, da diese Windräder zwischen Windrad und
Generator meist auch noch ein Getriebe benötigen welches auch Geräusche erzeugen kann.
Rotorgewicht und Rotordrehzahl sind für die Lärmbelästigung die in den Dachstuhl hinein gebracht wird aus meiner Sicht relativ egal.
Der Generator ist der Bösewicht. :)

Beim Eingebau eines Vertikalwindrades könnte man die Achse durch den Dachstuhl führen und den Generator,
schallsisoliert und entkoppelt, unter dem Dach unterbringen. Das würde nicht nur die Montage des Windrades auf dem
Dach durch den Wegfall des Generatorgewichtes sehr erleichtern, es würde einem auch alle Möglichkeiten offen halten den
Generator gegen den Rest des Hauses schwingungsmäßig gut zu entkoppeln.

Grüsse

Bernd
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