Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

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Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon six4m » So 26. Nov 2017, 20:22

Hallo,

Ich bin neu in diesem Forum und habe ein Problem mit meinem Windwechselrichter.
Folgende Hardware ist vorhanden: Challentec CTW-5KS Windwechselrichter und Challentec CTC-7.5K Dumpload Controller.
Ich habe eine Wasserkraftwerk mit einem Generator wo 8kVA bei 1500-1800 Umdrehungen erzeugt werden (Erzeuge um die 400V AC).
Leistung des Kraftwerkes 3kW, weil nicht mehr Wasser vorhanden.

Habe ein Problem bei Eingabe der 20 Leistungskurven Punkte, ich habe schon allerhand verschiedene Einstellungen probiert, ich schaffe es nicht die Energie einzuspeisen, ein Teil verpufft leider immer im Controller. Habe dadurch immer wieder starke Schwankungen und komme teilweise über die Zulässigen 550V DC Strom hinaus, bekomme deshalb auch immer wieder Fehlermeldungen.

Könnte mir da bitte jemand weiterhelfen? Bitte wenn Ihr zusätzliche Infos braucht bitte bescheid geben

Vielen Dank
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon Bernd » Mo 27. Nov 2017, 19:13

Hallo six4m und herzlich willkommen im Forum.
Was meinst du genau mit " ... ich schaffe es nicht die Energie einzuspeisen, ein Teil verpufft leider immer im Controller...."
Bedeutet das das du mit dem Gerät noch nie etwas eingespeist hast ?
Wie muss ich mir das mit dem Teil vorstellen der nach deiner Aussage im Controller hängen bleibt?.

Grüße

Bernd
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon six4m » Fr 1. Dez 2017, 21:21

Hallo,

Ich habe schon eingespeist aber die Bremse im Controller und die Lüftung schalten immer wieder ein und bremsen den Generator ab meistens bei 140 Volt (600 Watt). Er läuft vielleicht 1 Minute dann schaltet er kurz wieder ab. Die Volt springen dann auf 230 Volt (1000 Watt) und das ganze beginnt wieder von vorne. Die oberen Werte sind immer verschieden. Der Generator läuft nie gleichmäßig bzw. hat immer starke Schwankungen bei der Drehzahl.

Eine Frage: Welche Werte gebe ich in die 20 Punkte des Wechselrichters ein?. Anfangen soll er bei 80V DC (100Watt). Obergrenze 550 Dc (Leistung Generator 3000 Watt)
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon Bernd » Sa 2. Dez 2017, 00:02

Bild
Aus dieser Grafik entnehme ich das bei 80V noch praktisch Null Leistung umgesetzt werden kann.
100 Watt bei 80V halte ich daher für zu viel.
Bei 450 Volt ist Schluss mit der maximalen Leistung.

Der nutzbare Bereich liegt also zwischen 80 und 450 Volt.

Ganz platt gesagt bei 80V vielleicht einige wenige Watt und bei 300Volt dann 3000 Watt, die dann stabil bleiben können bis 450V.
Darüber geht die mögliche Leistung laut Grafik zurück.
Bei 550 Volt kann der Wandler nicht mehr arbeiten. Laut Kurve ist es dann vorbei mit Einspeisung und die absolute Obergrenze.
Darüber dürfte das Gerät dann Schaden nehmen oder evtl. sogar zerstört werden.

Grüße

Bernd
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon herbk » Sa 2. Dez 2017, 19:20

Hi six4m,

six4m hat geschrieben:Hallo,

Ich bin neu in diesem Forum und habe ein Problem mit meinem Windwechselrichter.
Folgende Hardware ist vorhanden: Challentec CTW-5KS Windwechselrichter und Challentec CTC-7.5K Dumpload Controller.
Ich habe eine Wasserkraftwerk mit einem Generator wo 8kVA bei 1500-1800 Umdrehungen erzeugt werden (Erzeuge um die 400V AC).
Leistung des Kraftwerkes 3kW, weil nicht mehr Wasser vorhanden.

Habe ein Problem bei Eingabe der 20 Leistungskurven Punkte, ich habe schon allerhand verschiedene Einstellungen probiert, ich schaffe es nicht die Energie einzuspeisen, ein Teil verpufft leider immer im Controller. Habe dadurch immer wieder starke Schwankungen und komme teilweise über die Zulässigen 550V DC Strom hinaus, bekomme deshalb auch immer wieder Fehlermeldungen.

Könnte mir da bitte jemand weiterhelfen? Bitte wenn Ihr zusätzliche Infos braucht bitte bescheid geben

Vielen Dank


Ein paar mehr Infos zu Deiner Wasserkraftanlage wären nicht schlecht... Art der Anlage. welche Turbine, Fallhöhe, Durchflussmenge- und Geschwindigkeit (ohne Last)?
Normalerweise brauch man für eine Wasserkraftanlage keinen Regler der über so einen breiten Spannungsbereich arbeitet wie ein Windkraft- Wechselrichter. Du solltest die Anlage mechanisch erst mal so einstellen, dass bei bei der (von der Wassermenge und Fallhöhe abhängigen) möglichen Leistung eine passende Generatorspannung anliegt.
Wenn das passt gibt es eigentlich nichts (nicht mehr viel) mehr zu regeln, deshalb vermute ich, dass dein WIndkraftregler hier zu viel macht und Deinen Wasserstrom zu unruhig macht.
Gruß Herbert
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon six4m » Mi 6. Dez 2017, 07:01

Habe eine Pelton Turbine, Fallhöhe 90m. Im Winter liegt der Durchfluss bei 4liter pro Sekunde, im Sommer bei 8 Liter pro Sekunde.
Habe die Last auch schon testweise auf 450V DV eingestellt, kein Erfolg.
Bei meinen Schwankungen komme ich sogar über die zulässigen 550 Volt DC, das resultiert dann auch in einer Fehlermeldung. BUS Overvoltage.
Das heist dann das meine Spannung zu hoch ist, was gibt es denn da für möglichkeiten dies zu unterbinden?
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon Famzim » Mi 6. Dez 2017, 19:15

Hallo

Ich würde erstmal die Spannung reduzieren durch ein Drosselfentil in der Zuleitung der Turbine.
Erst wenn Regler und Generator zusammenarbeiten !!! wieder weiter öffnen.
Was ist das für ein Generator ? kann der nicht synkron am Netz laufen ?

Gruß Aloys.
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon herbk » Mi 6. Dez 2017, 21:21

Hi Aloys, hi six4m,
ich weiss auch nicht was der Regler in der Anlage soll... 90m Fallhöhe und 4l/s Wasser sind etwa 700w Leistung (P (W) = 9,81 • l/s • Dichte • Fallhöhe •Wirkungsgrad)
, da gibts auch nicht viel zu drosseln... ;)

Das ist eine Wasserturbine, richtig eingestellt läuft der Generator auf konstanter Drehzahl und damit auch auf konstanter Spannung, deshalb funktioniert die Regelung über Spannungseinstellung nicht.
Normalerweise sind bei so kleinen Anlagen Asynchronmaschinen als Generator verbaut. Die "ganz normal" (wie ein Motor) an das Netz angeschlossen, speisen ein, so bald sich der Rotor durch den Turbinenantrieb schneller dreht als "Nenndrehzahl". - man braucht eigentlich nur eine Sicherheitsregelung zwischen Netz und Geni, damit nichts mehr eingespeist wird wenn die Netzverbindung unterbrochen wird und für diesen Fall eine Sicherung dass der Geni nicht überdreht (Lastabwurfsicherung).

Möglich wäre auch, dass das Wasser mehr oder weniger ungeregelt auf die Turbine plätschert... Das funktioniert aber bei einer Pelton nicht, weil sich dabei nicht der zu Turbine und Generator passende Wasserdruck aufbaut...
Gruß Herbert
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon Famzim » Do 7. Dez 2017, 18:49

Hallo

Eine Peltonturbine besitz eine, oder mehrere von Innen, mit einem Kegel, steuerbare Düsen.
Die gehen auch ganz zu, zum Abstellen oder Drosseln.
Der Wasserstrahl wirt aus der Wassersäule beschläunigt, und tritt mittig auf die Zwillingsschaufeln.
Die Strahlgeschwindigkeit bestimmt die max Lehrlaufdrehzahl.
Die Lastdrehzahl ist etwa 50 % davon.
Der Generator ? Asynkron ? muß vom Netz trennbar sein, sonst läuft er als Motor weiter.

Gruß Aloys.
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Re: Problem mit Challentec CTW-5KS Windwechselrichter

Beitragvon herbk » Fr 8. Dez 2017, 15:38

Hi Aloys,
genau so kenne ich das auch!

Wenn die Drehstrom- Aynchronmaschine eine Nenndrehzahl von 1500 U/min (als Motor) hat und einfach wie ein Motor angeschlossen ist, dann speist sie Strom ins Netz ein, so bald der Rotor schneller dreht als 1500 U/min.
Die Frequenz wird vom Netz vorgegeben, man braucht deshalb keinerlei Frequenzsteller oder sonstige Regler. - nur eine ABsicherung halt damit nichts passiert bei Lastabwurf oder Netzausfall.
Gruß Herbert
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