alternative Drehstromgleichrichtung

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Bernd » Mi 15. Feb 2012, 22:21

Ja das ist ein erstaunliches Ergebnis. Wie lässt sich das technisch begründen ?
Vielleicht tritt bei Dir bei der Leerlaufmessung ein ähnlicher Effekt auf wie neulich bei meinen Messungen.
Eine Überhöhung der Messwerte durch kapazitive Effekte der Dioden.
Vielleicht kannst du mal eine ganz schwache Last anschliessen und dann nochmals messen.
Also keine Lampe oder sowas sondern etwas hochohmiges von ca. 1 kOhm

Oder du klemmst jeweils einen grösseren Kondensator an den Ausgang damit immer der Peakwert gemessen wird.

Grüsse

Bernd
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon andreas » Mi 15. Feb 2012, 23:00

Hallo Allerseits,

ich habe mal beide Schaltungen in den Simulator geworfen:

drehstromvarianten.png
drehstromvarianten.png (10.41 KiB) 11078-mal betrachtet

Die linke Schaltung bringt etwa 29 V, die rechte gut 17 V. Jede Wicklung erzeugt 10 Vss.

Der Unterschied ist also beträchtlich.

MfG. Andreas
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Bernd » Mi 15. Feb 2012, 23:09

Irgendwie hatten wir diese Diskussion auch schon mal. :)
Finde das aber nicht wieder.

Grüsse

Bernd
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Ekofun » Mi 15. Feb 2012, 23:22

Hallo,

bei mir fählen Elkos,morgen mache nochmal mit Elkos.

Grüße

Ekofun
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Bernd » Mi 15. Feb 2012, 23:58

Nach dieser Grafik sollte aus den 10 Volt eines Phasenstrangs bei Sternschaltung werden :
Umax nach Gleichrichtung = 10 * 1,41 * 1,73 = 24,4 Volt werden

Das müsste eigentlich auch stimmen wenn ich es mit dem vergleichen was wir alle schon kennen.
Bei dem Drehstrom unseres Stromnetzes messen wir 230 Volt an einem Phasenstrang.
In Sternschaltung sind es dann 400 Volt zwischen zwei Phasen. (Wurzel 3 mal mehr)
Nach der Gleichrichtung ergänzen sie die drei Phasenspannungen von 400 Volt auf 564 Volt.

Die Simulation von Andreas sagt aber nur 17 Volt.
Nach meinem Wissen wäre das die Spannung wenn eine der Phasen fehlt.
Andreas vielleicht kannst du deine Simulation dahingehend noch mal checken ?

Bild

Die Grafik stammt von dieser Seite : http://www.didactronic.de/stromric.htm

Grüsse

Bernd
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon andreas » Do 16. Feb 2012, 00:17

Hallo Bernd,

ich habe 10 V Spitzenspannung angesetzt und das auch so vermerkt. Insofern stimmen deine Eingangsbedingungen nicht. Oder Du klemmst die *1,4 aus Deiner Rechnung raus.

MfG. Andreas
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Bernd » Do 16. Feb 2012, 00:54

...Jede Wicklung erzeugt 10 Vss...


10 Vss bei einer Wechselspannungsquelle ....hmmm
Wenn du den Wert in Vss angibst und nicht in Peak, meintest du dann 5 Volt Peak für eine Amplitude ?
Oder meintest du 10 Volt Peak der Wechselspannung der Phasenstränge?
Das wären nach meinem Verständnis aber nicht 10 Vss, sondern 20 Vss.

Edit, Auszug aus Wikipedia:
"Spitze-Spitze-Spannung:
Der Spitze-Spitze-Wert Uss ist die Differenz zwischen dem positiven und negativen Spitzenwert der Spannungsfunktion. Bei der sinusförmigen Spannung ist es einfach das Doppelte der Amplitude."

Ich gehe mal davon aus du meintest 10 Volt Peak bzw. 10 Vs, dann würde die Rechnung wieder stimmen.

Für die resultierende Gesamtspannung einer Reihenschaltung dreier Phasen (nach zuvoriger Gleichrichtung) gilt demnach:
U resultierend Peak = Ueff eines Phasenstrangs * 3 * 1,41 (minus Diodenverluste)

Interessanter fände ich noch die Ermittlung der Effektivwerte auf der Ausgangsseite.
Es sollte nicht viel weniger sein, ungefähr 28 Volt effektiv bei 29 Volt Peak.
Vereinfacht kann man sagen gilt für die Reihenschaltung:

U resultierend effektiv = Ueff eines Phasenstrangs * 4 (minus Diodenverluste)

Genauer wäre es wohl :
Ueff resultierend = ( 3 * Wurzel 2 / Pi) * U Phasenstrang * Wurzel 3 * Wurzel 3
Ueff resultierend = ( 3 * Wurzel 2 / Pi) * U Strang * 3
Ueff resultierend = 4,05 * U Strang

Grüsse

Bernd
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon sombrero » Do 16. Feb 2012, 11:03

Hallo,

Ja, wir hatten diese Diskussion schon mal.
Das war zum Thema: Separate Brückengleichrichter für drei Phasen, ein Vorteil?
Und zwar schrieb ich am 14 Dez.2010 etwas dazu.
Da ging es um reine Stern- oder Dreieckschaltung und Verkettung 1.73 u. den Faktor 1.414. Oder Herausführung der Spulen. (System Jerry).
Und um Serien- oder Parallelschaltung der drei B4 Gleichrichter. Das was da steht habe ich nicht gemessen, sondern gerechnet. Vielleicht hilft das.

mfG Peter Sombrero
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon Ekofun » Do 16. Feb 2012, 16:43

Hallo,

so,habe auch Elkos dazu geschaltet und es ist deutliche Besserung zu sehen.

Werte: 15V bei 170 U/min ; ohne Elkos 11,7V bei 245 U/min
Strom: 1,12A bei 173 U/min (Kurzschlussstrom)

15V zu 170 U/min = 0,088 V pro Umdrehung ; ohne Elkos 11,7V bei 245 U/min = 0,048V pro Umdrehung.Das ist um 1,83 mal mehr!

Konnte nicht höher Ggehen da meine Elkos nur bis 25 V gehen.Auch kleinere habe nicht zur Hand so ist jede Elko 18000müF/25V.
Im Betrieb sollen Elkos für größere Spanungen ausgelegt werden und denke soll irgendwie Gleichrichter vom Überspanung geschüzt werden,sonst werden Elkos kapput.Windrad sollte nicht ohne Last laufen dann geht Spanung hoh.

Schöne Sache,dank Andreas kann man im Windschwachen Gebiten sich auf diese Weise helfen.

Hmm,ich überlege nexste Geni mit 6 Fasen machen,dann haben wir noch mehr Möglichkeiten das ganze zu verschalten.

Grüße

Ekofun
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Re: alternative Drehstromgleichrichtung

Beitragvon andreas » Fr 17. Feb 2012, 15:05

Hallo Bernd,

Ich gehe mal davon aus du meintest 10 Volt Peak bzw. 10 Vs, dann würde die Rechnung wieder stimmen.


natürlich, Bernd, das ist Vs - keine Frage.

MfG. Andreas
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