Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Fr 30. Jan 2015, 15:42

Na dieser Schrittmotor ist doch nicht wirklich schwergängig, wenn man da mit einem Fahrrad Nabendynamo von rund 0,4 Nm vergleicht :-)

So, aber Du hast schon Recht, wir machen doch hier nur experimentellen Spaß, die spannende Frage ist doch, bevor man ein Windrad plant, wieviel Wind hat man am geplanten Aufstellort?
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Fr 30. Jan 2015, 16:46

Hmm, das ist richtig.

Wie messe ich das am besten ohne Anemometer (hätte eins, so ein Handgerät), aber da bekomme ich ja keinen Mittelwert über einen repräsentativen Zeitraum...

Wie viel Geschwindigkeit bräuchste ich denn da?

vg
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Fr 30. Jan 2015, 21:37

Naja, das Beste wäre schon ein Langzeit-Messwertaufnahme um Deinen Windstandort zu bewerten.

Ich mache das bei mir mit einer Wetterstation, ich habe mir da mal günstig in einer Werbeaktion eines Elektronikdiscounters die Eigenmarke WS-0101 gekauft.
Ich logge die Daten minütlich mit der freien Software Cumulus und erstelle mir dann meine eigene Auswertung in Excel:

windstats.png
windstats.png (13.22 KiB) 9145-mal betrachtet


Dann kann man prima hergehen und den Rotor so dimensionieren, dass man die selbst definierten Start-Windgeschwindigkeiten abdeckt.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Sa 31. Jan 2015, 14:19

Das klingt gut,
an sowas habe ich auch schon gedacht.

An nen datenlogger käme ich auch ran.
Man könnte ja einfach das spannungssignal abgreifen und loggen.

Welches Zeitraum ist da Sinnvoll?
Also klar, je länger desto...

Ne Woche minimum denke ich mal.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Bernd » Sa 31. Jan 2015, 15:40

Eine Woche bringt rein gar nichts.
In der einen Woche kann es gerade stürmen oder aber die ganze Woche totale Flaute sein.
1 Jahr oder zumindest einige Monate muss man schon mitloggen um ein Gefühl für den eigenen Standort zu bekommen.

Es gibt auch Windkarten für Deutschland an Hand derer man die Gegend einschätzen kann in der man wohnt.
Natürlich ist es dann auch noch total vom eigentlichen Standort abhängig.
Die Windkarten gelten für eine freie Fläche ohne Bäume, Häuser etc in 10m Höhe.

Windenergienutzung macht im Grunde nur Sinn wenn der Standort günstig zur Hauptwindrichtung liegt.
Meist ist das die Westrichtung.
Muss das Windrad zwischen Häusern und Bäumen und deutlich weniger als 10m über der Erde arbeiten kann man
es noch als Hobby nutzen aber meist nicht mehr um nennenswert Energie damit zu ernten.


Grüße

Bernd
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Sa 31. Jan 2015, 17:45

Das hab ich mir gedacht -.-

es ist ja auch durchaus nur hobby. wenn es für eine led-gehwegbeleuchtung reicht dann passt das schon.
soll keinen wirklichen "nutzen" haben, außer den seelischen :-P

das problem ist, dass der Standort hier so ziemlich das verbauteste ist, dass ich mir vorstellen kann....


wenn ich rausbekommen würde wie man Bilder hochlädt würd ich glatt mal eines machen xD

vg
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Mo 2. Feb 2015, 08:20

Hallo,

da es ja Hobby sein soll, spricht doch sicherlich nichts dagegen, es einfach auszuprobieren?

Ich habe aber noch die Frage, warum es ein Fünfflügler werden soll und woher kommt der 1,7m Nenndurchmesser?
Bei dem Schrittmotor und dem gemessenen Losbrechmoment ist wenig Anlaufdrehmoment aus dem Wind nötig,
also warum nicht experiment mit einem schnelldrehenden zweiflüglichen Schnellläufer beginnen?
Der hätte zudem den Vorteil, dass sich der Roter sehr einfach Auswuchten liesse.

Eine Hinweis möchte ich zudem noch geben: Die Faustregel für Wellendurchmesser Auslegung besagt 1cm Wellendurchmesser pro Meter Rotordurchmesser.
D.h., wenn ich in das Datenblatt des Schrittmotors sehe, hat der eine 10mm Welle, Dein Rotor darf dann nur ca. 1m Durchmesser haben.

Und wenn Du nun mal Schnellaufzahl 5 für einen Zweiflügler bei einem meter Rotordurchmesser in das Excel Sheet einträgst, dann sehen die Werte gar nicht so schlecht aus.
Vielleicht ist es eine Überlegung wert ... das hätte den Vorteil dann an erste reale Messwerte unter Praxisbedingungen zu gelangen.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Mo 2. Feb 2015, 08:28

M.Eng hat geschrieben:
wenn ich rausbekommen würde wie man Bilder hochlädt würd ich glatt mal eines machen xD

vg


Du gehts bei der Antwort-Funktion unter das Texteingabefeld.
Dort ist der Tab <Optionen> sichtbar – click hier bitte auf die Nachbar-Reiter-Karte <Dateianhang hochladen>

Dann über den <Browse> Schalter zum hochzuladenden Bild auf Deinem Rechner navigieren.

Dann <Datei Einfügen> clicken.
Nun hast Du noch die Option, auszuwählen, ob das Bild einfach nur angehangen werden soll, oder ob es zu Beispiel irgendwo im Text an Deine aktuelle Cursorposition eingefügt werden soll.

Bitte beachte die Bildgröße, die darf nicht größer als 1024 Pixel breit sein ... bei weiteren Fragen kannst Du Dich gern an unseren Admin Bernd wenden.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Mo 2. Feb 2015, 11:12

Moin :-)

die 5 Flügel sind ganz einfach meiner Fantasie entsprungen.
Ich habe vor einigen Tagen ein dreiflüglies Windrad an der Stelle aufgestellt, wo das Große hin soll.
Habe jetzt 50cm blätter an dem Dreier.

Und so wie es aussieht ist dort mit Wind bissel blöd. Da ich keine andere Location habe dachte ich Drehmoment vor Drehzahl.
Dachte ...pi mal Fensterkreuz... "Machste Jedes Blatt 30cm länger. Und machste...hmm 5."

Ich hab allein vom optischen her gern ein Windrad, dass sich lieber langsam und oft, als selten und schnell dreht.
Wenn dann noch Energie rauskommt reicht das schon (Als Kür).

Aber du hast natürlich recht. Eine Überlegung/Versuch ist es alle Mal wert.
Aber ohne damit irgendwelche Erfahrungen zu haben kann ich mir nicht vorstellen, dass es mit zwei Flügeln und 1:5 überhaupt anläuft.


Zu der Wellen-Problematik. Ich wollte den Rotor nicht an der Welle des Motors aufhängen. Dafür dachte ich an eine Gewindestange M10.

Heut kam der (eine -.-) Gleichrichter.
Den bau ich nachher mal zwischen zwei Phasen und messe mal.
Je nach Ergebnis kann ich ja dann einen zweiten für ne Reihenschaltung besorgen :-)


Grüße
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Mo 2. Feb 2015, 11:27

Also was ich ausdrücken wollte war, wenn Du einen Zweiflüger testweise baust, kannst Du erstmal auf das Getriebe verzichten (Schnellläufer).

Zum Gleichrichter, Vorsicht beim Verschalten der zwei Wicklungen, Du hast noch keine Info über die Phasenlage der zwei Wicklungen zueinander ...
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