Hallo Leute,
so, der erste wichtige Teil des Projektes ist damit fertig: Eine Leitungselektronik für einen Wechselstromgenerator mit einer Nennleistung von P_Nenn = 3 W und einer Klemmenspannung von U_Nenn = 6 V. Die gleichgerichtete und stabilisierte Ausgangsspannung ist einstellbar. Die Schaltung bietet die Möglichkeit in einen Regelkreis eingebunden zu werden. Und damit geht es jetzt weiter!Wie schon ganz am Anfang des Projektes hier geschrieben benötigen wir dazu einen RaspberryPi. Der muß erstmal eingerichtet werden, und darum geht es in dem folgenden Abschnitt:
Mein Raspberry Pi ist das Modell B+ V1.2 und auf meinem Arbeitsrechner läuft Ubuntu 12.04 LTS. Die Anleitungen und Beschreibungen beziehen sich also auf dieses System. Wer mit Windows (welche Version auch immer) arbeitet, muss sich meine Anleitung entsprechend "übersetzen" oder im Netz nach Antworten suchen. Falls es mir möglich ist, gebe ich natürlich trotzdem Hinweise zu Windows.
Das was wir auf dem Raspberry machen sollte auf jedem der vier Modelle (A, A+, B, B+) laufen - allerdings ist es mit den Modellen B und B+ deutlich einfacher, weil anhand vorhandenen USB-Port ein Anschluß von Maus und Tastatur leicht möglich ist. Die wesentlichen Unterschiede bei den Modellen sind folgende:
- A und B haben nur 26 Pins für den Anschluß von externen Bausteinen, A+ und B+ besitzen jeweils 40 Pins.
- B und B+ haben doppel oviel Arbistsspeicher, wie A und A+, nämlich 512 MByte.
- A+ und B+ verwenden eine MicroSD-Karte, A und B verwenden eine SD-Karte
- A und A+ besitzen einen, B besitzt zwei und B+ besitzt vier USB-Ports
- B und B+ haben einen LAN-Port, die A-Modelle keinen!
Die Mikro-SD-Karte (oder SD-Karte) muss vorbereitet werden, sie sollte 8GB groß sein und mit FAT32 formatiert sein. Ihr braucht evtl. einen Adapter oder einen Cardreader um die Karte an eirem Arbeitsrechner anschließen zu können! Mit Rechtsklick auf das ICON der Karte im Starter könnt ihr sie formatieren. Oder wenn das nicht funktionieren sollte: GParted verwenden wie hier beschrieben:
http://linuxwelt.blogspot.de/2013/10/ub ... arted.html. (Alternativ kann auf der Konsole der Befehl "dd" verwendet werden
- Code: Alles auswählen
#sudo dd bs=1m if =[img] of=/dev[sdcard] [ENTER]
. Achtung: Vorher alle(!) anderen evtl. Speicher, die nicht benötigt werden vom Rechner abziehen - dann können sie nicht verwechselt werden. Meine MicroSD-Karte hat den Namen "mmcblk0". Ich überprüfe das indem ich die Karte wieder entferne und GParted die Laufwerksliste aktualisieren lasse - dann muss sie weg sein.
Über den Befehl Partition/Neu die gesamte vorhandene Partition löschen und eine neue primäre Partition im Format FAT32 erstellen. Achtung: Dabei gehen alle Daten auf der Karte verloren!
Windows: Formatierung der Karte z. B. mit Win32 Disk ManagerZunächst brauchen wir ein aktuelles Betriebssystem. Dazu lade ich von
https://www.raspberrypi.org/downloads/ auf den Arbeitsrechner runter - und zwar die Zip-Version:
NOOBS
Offline and network install
Version: 1.4.2
Release date: 2015-09-24
Die ZIP-Datei muss in ein leeres Verzeichnis entpackt werden. Jetzt wird der gesamte Inhalt des Verzeichnisses auf die Karte kopiert.
Ab jetzt können wir Windows vorerst vergessen, weil wir nun auf dem Raspberry sind, und da läuft ja ein Unixderivat: Raspbian (das ist Debian für den Raspberry).
Also die Karte in den Slot des Raspberry stecken. Maus, Tastatur und Bildschirm anschließen. Zusätzlich brauchen wir ein Zugang zum Internet, entweder über einen WLAN-USB-Stecker oder ein LAN-Kabel. Netzteil (5V und mindestens 1000 mA, sonst funktioniert der Raspberry evtl. nicht ordentlich) am Pi anschließen und schon startet der RP. Nach kurzer Zeit erscheint ein Auswahlfenster in dem ihr Raspbian (das Betriebssystem) und Data Partition (eine leere Datenpartition) ankreuzt und dann auf Install(i) klickt. Die Sicherheitsabfrage mit "ja" beantworten.
Wenn es keine Schwierigkeiten gibt, bootet der Raspberry direkt in den Desktop, und ihr seht eine große Himbeere sowie darüber eine Taskzeile, ähnlich wie früher bei Windows. Dort oben findet ihr rechts neben dem Lautsprechersymbol zwei Mini-Bildschirme. Bitte anklicken, euer Netz auswählen, ggf. Passsword eingeben - fertig. Ihr testet den Netzzugang mit dem Browser Epiphany (oben links direkt neben dem Menue-Knopf. Wenn bis hier alles klappt geht es weiter mit dem Aktualisieren des Systems.
in der Taskzeile findet ihr ein Icon mit dem Namen LXTerminal. EINMAL anklicken und es erscheint die Konsole mit dem Hinweis pi@raspberrypi ~$
Direkt hinter dem "$" gebt ihr folgendes ein:
- Code: Alles auswählen
sudo apt-get update [ENTER]
Das bedeutet: Ihr seid der user "pi" auf dem Rechner mit dem Namen raspberry (wer hätte das gedacht

). Mit dem Befehl sudo gebt ihr euch Admi-Rechte und ruft den Befehl "apt-get" auf; Mit dem HInweis ein Systemupdate vorzubereiten (so eine Art Inventur). Wenn der Raspberry mit dem Einlesen diverser Listen fertig ist, gebt ihr den nächsten Befehl ein:
- Code: Alles auswählen
sudo apt-get upgrade [ENTER]
Damit wird der Rechner nun anhand der eingelesen Listen auktualisiert, wenn ihr die Sicherheitsabfrage mit ja beantwortet.
Jetzt haben wir ein aktuelles arbeitsfähiges System - macht euch damit vertraut, meldet euch evtl. in einem Raspberryforum an, freut euch das es geklappt hat. Falls nicht: meldet euch, dann versuchen wr den Fehler zu finden und ich werde dieses Beitrag hier entsprechend ergänzen.
Im Bild unten seht ihr den Startbildschirm von Raspberry, so müsste es jetzt bei Euch auch aussehen - dann ist alles gut

(Anm.: Einiziger Unterschied: Oben rechts, gleich neben dem Netzwerk-Icon findet ihr ein "blaues Zahnrad". Das ist das Programm mit dem ich den Screenshoot erzeugt habe...)
Im nächsten Schritt möchte ich zum weiteren Test Hardware anschließen (Taster, Schalter, LED) um die Programmierumgebung zu testen.
Windige Grüße
Siegfried