Datenerfassung

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Di 28. Apr 2009, 17:33

Gute Idee Bernd, habs gleich umgesetzt.
Wenn ich auf der Miniprint einen stabilen Steckkontakt anbringe und auf der Hauptprint das Gegenstück dann könnte man die recht einfach austauschen und hätte trotzdem eine stabile Verbindung, man muß allerdings aufpassen daß die maximal auftretende Spannung am PIC Eingang nicht größer werden darf als 5V, auch wenn der PIC schon einen Schutz gegen zu hohe Spannungen integriert hat. Alternative wäre eine externe Pinbeschaltung mit 2 Dioden und einem zusätzlichen Widerstand.

spannungsteiler2.jpg
Spannungsteiler mit Steckkontakt
spannungsteiler2.jpg (40.49 KiB) 8851-mal betrachtet


Für die Strommessung ist es schon komplizierter, denn über den Shunt fließen größere Ströme, darum wirds mit einem Steckkontakt schon schwieriger, hier könnte man sich im Modellbau bedienen wo es einen MPX Hochstromstecker gibt, der mit jeweils 3 zusammengelöteten Kontakten ca. 40A übertragen kann, nimmt man 2 der 6 Kontakte für die Spannungsmessung, so kann man gut 25A drüberschicken (je 2 Kontakte als Eingang und 2 als Ausgang), 20A Dauer sind da kein Problem.
Ich selbst verwende Deans-Ultra Steckverbinder die bis 80A vertragen, in einem Jetmodell hab ich schon Ströme von 60A ohne Probleme gehabt, nur bräuchte man da einen zusätzlichen Stecker für die nicht belasteten Sense-Kontakte.
Die Software werde ich ohnehin noch in der Richtung weiterentwickeln müssen, bin grade dran das mit dem Settings-Menü zu programmieren, wo man dann verschiedene Einstellungen für Strom, Spannung, Impulsanzahl und RS232 Verbindungsgeschwindigkeit wählen kann. Bei einem sehr großen Bereich (z.B. 80V/20A) müßte ich dann auch die Programmierung der Leistungsberechnung überprüfen ob dort nicht irgendwo ein Pufferüberlauf passieren könnte der fasche Werte erzeugt.
lg Jürgen
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Re: Datenerfassung

Beitragvon Bernd » Di 28. Apr 2009, 17:40

Was mir gerade noch so einfällt, wenn der Shunt derzeit nur 0,05 Ohm hat, dann dürften
sich auch aller kleinste Übergangswiderstände sehr negativ bemerkbar machen, war vielleicht
doch nicht so eine gute Idee vor mir... :(

Grüsse

Bernd
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Di 28. Apr 2009, 17:49

Das mit dem Shunt ist egal, dafür gibts ja Shunts in 4-Leiter Technik um genau solche Einflüsse (zu lange Anschlußkabel, zu dünne Leiterbahnen usw.) auszuschließen. Der Widerstand an dem gemessen wird ist immer der gleiche, egal wie lang das Kabel außen dran ist.
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Re: Datenerfassung

Beitragvon Bernd » Di 28. Apr 2009, 18:19

Stimmt auch wieder, die Messspannung wird ja über die beiden separaten Anschlüsse
abgeführt, also doch kein Problem. :)

Grüsse

Bernd
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Mi 29. Apr 2009, 03:57

So weitere News von der Softwarefront: das Menü ist nun soweit lauffähig, daß man die Setup-Werte (Multiplikatoren für Spannung, Strom und Impulse sowie die Geschwindigkeit der RS232 Schnittstelle) ändern und abspeichern kann, derzeit aber nur im RAM. Deswegen gehen die Werte nach einem Reset oder Spannungsausfall verloren. Mit der Sterntaste kommt man durchs Menü, dabei wird immer der aktuelle Setup-Wert und die auswählbaren Werte angezeigt. Durch Drücken einer Zahl (1-9, es gibt aber max. 1-6 derzeit belegt) kann man sich den gewünschten Wert holen, der dann durch einen blinkenden Cursor markiert wird. An der Stelle kann man die Auswahl korregieren (andere Option durch eine andere Zahlentaste wählen), mit zum nächsten Menüpunkt weitergehen oder die Auswahl mit der Rautetaste abspeichern (dann verschwindet der Cursor wieder unter dem Setupwert), wird die Rautetaste nicht gedrückt so wird der eingegebene Wert wieder verworfen wenn der Menüpunkt gewechselt oder das Menü beendet wird.

Als erster Menüpunkt kommt dann noch die Anzeige der Maximalwerte rein, aber das muß noch alles programmiert werden.
Es gibt also neben diesen 6 Anzeigen nur noch die Anzeige der aktuellen Werte und die der Maximalwerte.
Mein nächster Schritt ist jetzt, die Setupwerte dauerhaft zu speichern (EEPROM des PIC), dieser Speicher ist allerdings begrenzt auf 100.000 oder 1Million (je nach Typ), das sollte für unsere Setup Werte eigentlich reichen, auch ein Abspeichern der Maximalwerte sollte da drinnen sein. Im schlimmsten Fall (wenn die maximale Nutzung der Speicherzelle überschritten ist) zeigt die Maximalwertanzeige nur Müll und der PIC müßte getauscht werden (Ersatzteil um ca. 3€ ist verschmerzbar glaub ich).
So für alle, die sich jetzt nicht viel vorstellen können präsentiere ich hier nun das vorläufige Menü!
Für alle denen es nicht aufgefallen ist: Das Menü kommt derzeit mit 2x20 Zeichen aus, mein Display hat 2x24, also noch etwas Platz für die eine oder andere Option bzw. den Text etwas unkomprimierter darzustellen. Das M0-M5 rechts unten ist die Nummer des Menüpunktes, M5 ist einfach nur ein Displaytest, der alle Displaypunkte (bis auf die der beiden Zeichen mit der Menünummer) füllt.

Menü_klein.jpg
Menüstruktur ohne Anzeige der maximalen Meßwerte und der aktuellen Meßwerte
Menü_klein.jpg (114.39 KiB) 8825-mal betrachtet
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Do 30. Apr 2009, 04:07

So, hab jetzt Standardsettings für Strom, Spannung, Impulse/Umdrehung und die RS232 Schnittstelle zusammen mit deren maximalen Werten (in Summe 8Byte Daten) ins EEPROM gebrannt. Diese Daten werden bei einem Start/Reset aus dem EEPROM gelesen. Im Menü kann man diese Werte jetzt ändern, der geänderte Wert wird jetzt wieder ins EEPROM geschrieben (bis zu 100.000 mal möglich), bleibt also auch bei Stromausfall/Reset fix drinnen. :mrgreen:

Nächste Nacht (Do-Fr) will ich mir das mit dem Maximalwerten mal ansehen, die speicher ich dann wahlweise auch ins EEPROM oder in den RAM, hab gerade schnell noch einen Menüpunkt gemacht, wo man das auch auswählen kann. Nun gibts also schon 5 aktive Menüs mit Einstellungen plus das Displaytestmenü.
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Fr 1. Mai 2009, 05:15

So jetzt sind Datenerfassung und Settings mal in einem Programm zusammengefügt, ich kämpfe aber noch mit zwei Softwareproblemen:
1.) Bei manchen Tastenkombinationen (hab aber noch nicht rausgefunden welche) dürfte irgendwo ein Fehler sein der dazu führt daß am Display nur noch Schrott angezeigt wird, ein Reset hilft
2.) Die Settings werden noch nicht von der Software verwendet, das mach ich wenn der erste Punkt zu meiner Zufriedenheit erledigt ist.

Mittlerweile wird die Software auch schon recht unübersichtlich. Das Assembler File hat 74kByte und das resultierende Hex-File am Pic ca. 1,8KByte, in Maschinensprache schon eine ganze Menge.
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Di 5. Mai 2009, 02:07

So, das erste Softwareproblem ist schonmal behoben, auch wildeste Rumdrückerei auf der Tastatur bringt das Programm nicht mehr aus der Fassung. :mrgreen:
Schuld an den gelegentlichen Hängern war offenbar der auf 8 Speicherplätze begrenzte Stack (speichert Rücksprungadressen wenn man ein Unterprogramm aufruft). Hat man jetzt so wie ich viele Unterprogramme, die noch dazu ineinander verschachtelt aufgerufen werden, dann passiert's schon mal, daß die 8 Ebenen nicht ausreichen und damit die 1. Ebene mit der Adresse für die 9. Ebene überschrieben wird. Will jetzt das Programm irgendwann zurück zur 1. Ebene, so steht dort natürlich eine falsche Rücksprungadresse. :roll:
Hab jetzt einfach mal ein paar Mini-Unterprogramme die ich nur ein paar mal von anderen Unterprogrammen aus aufrufe direkt in diese Unterprogramme hineingeschrieben, das dürfte nun reichen, um mit den 8 Ebenen mein Auslangen zu finden.

Jetzt grübel ich darüber, wie ich das mit den Softwaresettings und der Maximalwertanzeige hinbekomme. Besonders der Leistungswert macht mir Sorgen, weil er eigentlich auf 2^16=65536=655,36W begrenzt ist. Kommt bei der Berechnung mehr raus, so steht dort dann ein falscher Wert drinnen. :(

So werd mich jeztz mal noch ne Weile vor den Fernseher werfen, hab mich heute schon genug geärgert mit dem Programm, nachdem ich von 23:00-1:00 optimiert habe und dann (leider zwischendurch nicht probiert) draufgekommen bin daß durch die Optimiererei die Anzeige bei jeder Wertaktualisierung praktisch zu blinken beginnt. War zwar noch ablesbar aber so darf's nicht sein, bin dann wieder auf die Software von 23:00 zurückgefallen. Zum Glück wußte ich inzwischen, welche Änderungen möglich waren, ohne die gerade beschriebenen Symtome nochmals heraufzubeschwören.
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Di 5. Mai 2009, 12:28

Soo die Multiplikatorsettings für Spannung und Strom werden korrekt übernommen, auch die Leistungsberechnung funktioniert mit einem kleinen Haken: Man darf nicht mehr als 655,36W haben, denn sonst läuft der 16Bit Wert über => über 655W bekommt man derzeit einen Wert der Müll ist.
Die RS232 Settings sollten auch schon gehen, habs aber aus Zeitgründen noch nicht geprüft.
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Re: Datenerfassung

Beitragvon jb79 » Mi 6. Mai 2009, 03:41

Irgendwie scheints mit den RS232 Settings nicht wirklich hinzuhauen, das bedarf wohl noch einiger Programmierarbeit.
Nachdem vorhin auch noch die Speicherung der restlichen Werte Macken gemacht hat hab ich mal wieder ein paar ältere Programmteile nehmen müssen damits wieder geht.
Durch den umfangreichen Code gestaltet sich eine Fehlersuche mittlerweile schwierig, bin vorhin auch draufgekommen daß die RS232 Schnittstelle Müll versendet sobald man ins Menü geht. :evil:
Für weitere Funktionen muß ich jetzt dann mal schauen wo ich Code und RAM Variablen unterbringe, denn ich stehe kurz vor der Grenze wo ich auf eine andere Speicherpage (sowohl beim Code als auch bei den Variablen) umschalten muß, was die entsprechenden Unterprogramme und Variablen schwieriger zu erreichen macht. Denke, da muß ich noch viel optimieren damit es etwas kompakter wird.
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