Ich meine z.B., es wäre von Vorteil, wenn bei annähernder Vollladung die Windkraft auf eine kleinere
Pufferbatterie geschaltet wird, aus welcher trägere Verbraucher zwangsweise versorgt werden,
wie z.B. Warmwasserbereitung, Fußbodenheizung oder andere thermische Speicher.
Die Pufferbatterie sollte dann aber eher grösser als kleiner sein, oder man lässt sie besser gleich weg und
schickt den Strom sofort in den Heizstab, oder was auch immer. Mit 12 Volt kommt man da aber nicht weit...
Die Idee Leistungsspitzen nicht einfach in nutzlose Wärme zu verbraten ist auf jeden Fall gut.
Ich persönlich finde es auch schade wenn man Windräder, insbesondere die horizontalen, genau
dann schon aus dem Wind nehmen muss wenn es energetisch eigentlich gerade erst interessant wird.
Aber.... (es gibt ja immer ein aber

) man muss das leider auch von der nüchtern sachlichen Seite betrachten.
Wenn wir einen Generator so auslegen das er auch bei Sturm noch ausreichend dimensioniert ist,
dann wird dieser sehr sehr teuer. Man muss dann also abwägen ob sich die erheblichen Mehrkosten überhaupt
jemals wieder reinholen lassen. Dazu sollte man über ein Jahr oder länger ermitteln mit welchen
Windgeschwindigkeiten man örtlich zu rechnen hat und ob überhaupt nennenswerte Zeiträume mit sehr
starken Wind von sagen wir oberhalb 12-14m/s vorhanden sind.
Zweitens wird die erzielbare Leistung die eine Kleinwindanlage abgeben kann meistens um ein vielfaches
überschätzt. Einen nennenswerten Beitrag zu der im Haus benötigten Wärmeenergie wird ein Windrad erst
bei einer sehr grossen Auslegung liefern können, und das dann auch nur bei sehr starken Wind oder Sturm.
Um mal ne Hausnummer zu nennen sollte das Windad dann schon ab 3 oder besser 4m Durchmesser aufwärts gross sein
und es sollte natürlich kein 12V oder 24V Windrad sein, denn sonst müsste man armdicke Kabel in den Keller ziehen
wenn man nicht einen Grossteil der Leistung auf dem Kabelweg verbrutzeln will.

Wer also an die Erwärmung von Wasser denkt, sollte sehr sehr gross bauen und auch die Spannungen entsprechend
auslegen, bei Nennleistung vielleicht 300 Volt oder mehr um die Transportverluste im Kabel gering zu halten.
Bei einem kleinen 12V Windrad die Sturmspitzen mit viel finanziellen Aufwand dem Haus in Form von Wärme zuzuführen
und dabei dann den Hauswärmeverbrauch um vielleicht 0,2 % zu minimieren kann teurer werden als es sein zu lassen,
so schön ökologisch der Gedanke auch ist.
Grüsse
Bernd