von Bernd » Fr 3. Apr 2009, 08:02
Interessant am Rande, das die Schnelllaufzahl eines Anemometers, das ich als wirklichen
Widerstandläufer bezeichnen würde und bei dem die krafterzeugenden Bereiche ebenfalls an einem
Tragarm weit ab der Achse liegen, nur bei ca. 0,3 liegt und wenn man das Leistungsmaxima eines
solchen Halbschalenkreuzes ermittelt, dann liegt dieses bei einem TSR von sogar nur ca. 0,15.
Würde man nur eine einzige Halbschale des Anemometers belassen, würde es nie bei Winkeln
oberhalb 180 Grad anlaufen, geschweige von alleine rund laufen, wie unser Rotor.
Am C- Rotor wirken also mehrere Prinzipien, wenn gleich ich Menelaos recht gebe, das
vermutlich der grösste Anteil der Leistung aus dem Vortriebsprinzip, also geschoben vom Wind,
entstammt.
Wie unsere Messungen ergaben kommen weitere ca. 20% (belastungsabhängig) aus dem Rückstoßprinzip,
das sich durch die Durchströmung innerhalb des Flügels ergibt. Evtl. teilen sich diese 20% Mehrleistung,
die gegegnüber einem Flügel OHNE Durchströmung entstehen, auch noch in mehrere einzelne Wirkprinzipien
auf, je nach Winkelposition im Kreisumlauf.
Jegliches Drehmoment zwischen ca. 180 und 360 Grad entstammt aus Wirkprinzipien, die wir bisher
nicht wirklich aufdecken konnten. Ein grosser Teil entsteht in diesen Winkelgraden sicher auch durch das
Auftriebsprinzip, nicht unbedingt in Folge von Druckunterschieden durch laminare Umströmung, sondern
eher durch die die Anströmung bei verschiedenen Anstellgraden, wenn die Leitfläche den entsprechenden
Winkelgrad zum Wind eingenommen hat.
Man kann das schön simulieren indem man einen dünnen Stab, aus Windrichtung auf das Leitblech
drückt, dann sieht man das der Flügel, bei passenden Umlaufpositionen, nach vorne gedrückt wird.
Grüsse
Bernd