Nicht frei durchströmter C-Rotor

gemeinsame Forenentwicklung eines Rotorprofils

Re: Nicht frei durchströmter C-Rotor

Beitragvon Bernd » Do 17. Dez 2015, 12:01

Hallo Herbert, ich habe mir noch mal den C5 angeguckt.
Wenn ich es recht verstanden habe ist es ein C-Rotorprofil für das du die Dimensionen wie beim Lenz2 gewählt hast (also relativ groß) und
bei dem du die Hinterkante der Leitfläche auf den Rotationskreis gelegt hast den die Außenkante des Vorflügels bildet.
Ist das so korrekt was ich sage ? Steht die Leitfläche dabei mittig zum Vorflügeleingang?

Hast du mal probiert was geschieht wenn du den Vorflügel nicht auf die Hinterkante legst sondern den Leitflächel auf dem Radius rotieren
lässt den die Leichtflächevorderkante bildet ? Ich denke das wird die Leistung wieder mindern.
So wie er wohl derzeit bei Dir montiert ist, war es auch beim "Ur-C-Rotor" zu sehen und es scheint ja vorteilhaft zu sein.

Grüße

Bernd
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Beitragvon herbk » Do 17. Dez 2015, 16:10

Hi Bernd,
Wenn ich es recht verstanden habe ist es ein C-Rotorprofil für das du die Dimensionen wie beim Lenz2 gewählt hast
ja, so ist es.
Einziger Unterschied zu einem "normalen" C ist die Form des Vorflügels, beim "C" ist das ja ein einfacher Halbkreis, bei mir hat er die Form wie die Nase eines Flügels.
Hier noch mal eine Zeichnung des C-5 Profils, die roten Linien...
C5_2.jpg
C5_2.jpg (53.66 KiB) 3287-mal betrachtet

Den ersten C5 gibts aber nicht mehr... er lief fast 1 Jahr bei mir auf der Terasse, das hat das mangelhaft geschützte Holz nicht überlebt.
Beim C_5b ist die Leitfläche eine Idee weniger durchgebogen, einen Unterschied konnte ich dadurch aber nicht feststellen. Ich gebe der Leitfläche auch nur aus Stabilitätsgründen diese leicht gebogene Form, mein seeehr dünnes PET (0.3mm) aus dem ich die C-Flügel mache "schwabbelt" gerade zu sehr.

Die Leitfläche ist bei den letzten Versuchen immer vorne in der Mitte des Vorflügels und hinten am Umfangskreis. Andere Stellungen habe ich auch probiert, mehr oder weniger in 1cm Schritten von "Kreis Innenkante Vorflügel bis Umfangskreis.
Die Positionierung "Leitfläche hinten am Umfangskreis" hat dabei aber immer die beste Leistung gebracht.

Eine um 3cm verlängerte Leitfläche habe ich auch schon mal versucht, das war aber negativ, da ist der Rotor dann wohl schon deutlich zu geschlossen.
Ich denke dass für diesen Rotordurchmesser die Dimensionen schon recht nahe am Optimum sind, denn ich hatte ja auch schon Vorflügel mit 11 und mit 7cm Breite (bei ähnlicher Leitflächengröße) und beide Varianten waren deutlich schlechter.
Was fehlt ist ein Versuch mit 10 und 8cm breiten Vorflügeln und dann das schrittweise Verkürzen der Leitfläche.... Dazu brauche ich dann aber wirklich erst mal eine weiter verbesserte Testumgebung.

Edit:
was mich auch noch interessiert ist, ob die Deckscheiben ob Deckscheiben oben und unten etwas ausmachen (ich glaube sie verbessern die Leistung etwas, - aber "glauben" heißt "nichts wissen"...), weshalb ich da sicher auch noch einen C-Rotor ohne diese bauen werde.
Gruß Herbert
herbk
 
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Re: Nicht frei durchströmter C-Rotor

Beitragvon Bernd » Mo 4. Jan 2016, 14:15

Aus den Versuchen über die ich im laufe der Zeit lesen konnte, erscheint mir mittlerweile eine voll geschlossene Deckscheibe oben und unten am Rotor
mit Widerstandsprofilen nicht wirklich notwendig.
Ich las z.B. mal von einem Vergleich eines Savonius bei dem man die Deckscheiben weg gelassen hatte und als Endstücke nur so ähnliche Gebilde wie
bei C-Rotor einsetzte. Angeblich war das Ergebnis nahezu gleich. Den Link dazu habe ich aber nicht mehr parat.
Auch beim Durchströmrotor, also dem Savonius mit 3 Flügeln, sind ja auch meist keine wirklichen Endscheiben sondern
eher so Endstücke die die Flügelform schliessen aber keinen ganzen Kreis bilden, vorhanden.
Ich schätze auch das die Wichtigkeit von Endscheiben oder wie auch immer gearteten Endstücken von der Formgebung
des Rotors abhängig sind. So denke ich das ein hohe schlanker Rotor mit Widerstandsprofilen wesentlich weniger von Endstücken profitieren wird
als ein eher niedriger Rotor mit großen Durchmesser. Bei dem "Kurzen dicken" wird nämlich prozentual mehr Wind aus den Rotorenden herausströmen
wollen als bei einer schlanken Bauform.


Grüße

Bernd
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