Fragen zum C-Rotor

gemeinsame Forenentwicklung eines Rotorprofils

Fragen zum C-Rotor

Beitragvon herbk » Mo 29. Dez 2014, 11:07

Hi Bernd,
Insgesamt erstaunt mich das doch das sie dem Lenz Rotor eine vergleichweise soviel höhere Leistungsausbeute bescheinigen.

Ich habe Gestern Abend mal ein wenig in den etwas älteren Forenbeiträgen rumgestöbert und bin dabei auf einen Beitrag von Dir gestoßen, wo Du das selbst schon mal festgestellt hast. :) Leider hat der Beitrag aber noch ein "open end"... Du wolltest die C- Flügel an die Größe der Lenz Flügel anpassen und dann vergleichen...

Bei meinem "C2" Rotor ließ sich die Leitfläche unabhängig vom Flügelvorderteil verstellen und ich hatte sie auch einmal "lenzmäßig" eingestellt, war aber der Meinung, dass das Ergebnis schlechter war als "Leitfläche vorne in der Flügelmitte und hinten am Außenkreis".Genau habe ich das allerdings leider nicht vermessen....

Noch etwas aus diesem Beitrag: Du hast da geschrieben, dass Du dem Rotor mehr Leistung entnehmen konntest, nachdem Du den Durchmesser verkleinert hast. Hast Du da den Grund noch herausgefunden?
Gruß Herbert
herbk
 
Beiträge: 989
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 06:49
Wohnort: 91575 WIndsbach

Re: verschiedene Rotortypen auf dem GST-Prüfstand

Beitragvon Bernd » Mo 29. Dez 2014, 16:59

Hallo Herbert.
Es wäre ganz praktisch gewesen wenn du den Link für den Jahre alten Beitrag mit gepostet hättest. :)
So kann ich mich nur schwach an Details dieses Beitrags erinnern.


Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8344
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: verschiedene Rotortypen auf dem GST-Prüfstand

Beitragvon herbk » Mo 29. Dez 2014, 18:03

Gruß Herbert
herbk
 
Beiträge: 989
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 06:49
Wohnort: 91575 WIndsbach

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon Bernd » Mo 29. Dez 2014, 20:10

Hallo Herbert.
Nein eine größere Version des C-Rotors aus dem damaligen Test habe ich nicht mehr gegen den Lenz Rotor antreten lassen.
Die große damalige Differenz zwischen C-Rotor und Lenz schiebe ich aber mindestens zum Teil auf den geradezu zierlich
gegenüber dem Lenz wirkenden C-Testrotor.

Du hast da geschrieben, dass Du dem Rotor mehr Leistung entnehmen konntest, nachdem Du den Durchmesser verkleinert hast

Da kann ich gerade nicht folgen.
Evtl. hast du mal einen Link auf genau diese Stelle, die ich gerade nicht finde.


P.S. Herbert ich habe unsere Beiträge hierher verschoben weil sie im anderen Thread nichts mit dessen Urspungsthema zu tun hatten.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8344
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon herbk » Mo 29. Dez 2014, 20:58

Gruß Herbert
herbk
 
Beiträge: 989
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 06:49
Wohnort: 91575 WIndsbach

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon Bernd » Mo 29. Dez 2014, 21:50

Ok, Andreas hatte damals schon eine mögliche Erklärung genannt.
Der Luftstrom während der Messung besteht ja aus zwei runden Luftströmungen die die Rotoren nicht wirklich vollflächig treffen.
Kann schon sein das das einen Einfluss auf das Messergebnis hat.

Nebenbei muss man noch anmerken das sich die Leistung eines Vertikalwindrades nicht einfach deswegen vergrössert weil man
die gleichen Flügel an längere Tragarme hängt.
Der Grund liegt darin das so ein Windrad z.B. mit der halben Geschwindigkeit dreht wenn man die Tragarme auf doppelte Länge bringt.
Dadurch steigt dann zwar auch das Drehmoment auf das doppelte an da der Hebelarm dann doppelt so lang ist auf den die Flügel wirken,
das reicht aber nur um leistungsmäßig den Drehzahlverlust zu kompensieren, mehr nicht.
Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

Das heisst die gleichen Flügel an doppelt so langen Tragarmen erzielen die gleiche Leistung wie zuvor und praktisch keinen Leistungsgewinn.

Das ist sicher ein Grund den ich damals vielleicht noch nicht richtig berücksichtigte als mich der Leistungsunterschied zwischen
den beiden C-Rotor Durchmessern irritierte.

Man könnte auch sagen die Flügeldimensionen müssen zur Dimension des Rotors passen.
Beim Widerstandsläufer ist das vermutlich besonders wichtig.
Erst wenn mit der Durchmesservergrösserung auch die Dimensionen des C-Rotorflügels mit wachsen erhält man wieder mehr Drehmoment
und der Rotor insgesamt durch die Durchmesservergrösserung auch mehr Leistung.

Letztendlich müssen nach meiner Meinung, wie auch schon im verlinkten Beitrag von anderen ebenfalls vermutet, die Flügeldimensionen,
die Umfangsabdeckung etc. zur Rotordimension passen.
Genau das weiss so keiner so 100% für den C-Rotor.


Grüße

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8344
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon herbk » Mo 29. Dez 2014, 22:39

Hi Bernd,
Letztendlich müssen nach meiner Meinung, wie auch schon im verlinkten Beitrag von anderen ebenfalls vermutet, die Flügeldimensionen,
die Umfangsabdeckung etc. zur Rotordimension passen.

Ja , so sehe ich auch... Ed Lenz ist da wohl schon ein ein wenig weiter und die Leistunngswerte sind deshalb relativ hoch - ich denke er bemaßt seine Flügel nicht ohne Grund auf Basis des Rotordurchmessers.
Gruß Herbert
herbk
 
Beiträge: 989
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 06:49
Wohnort: 91575 WIndsbach

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon Bernd » Mo 29. Dez 2014, 22:58

Wie hatte einer so schön geschrieben: Die Flügel des Lenz beim Testrotor sind viel größer und fangen daher viel mehr Wind ein.

Diese simple Umschreibung trifft es glaube ich ganz gut.
Bei einem Widerstandsläufer muss viel Fläche da sein um vom Winddruck angeschoben werden zu können.
Auf der anderen Seite darf das Windrad durch seine Flügelabdeckung aber auch kein zu grosses Hindernis für den Wind darstellen
sonst weicht der Wind einfach dem "Hindernis" aus und durchströmt es nicht mehr genug.


Grüße

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8344
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon herbk » Sa 10. Jan 2015, 20:43

Hi Bernd,
ich habe mal einen C Rotor mit Flügeln gebaut die den Proportionen die Ed Lenz auch für seinen Rotor verwendet - nach den bisherigen Messergebnissen währe mein nächster C aber wohl eh nicht viel anders geworden... Die Flügeltiefe lag schon bei den letzten C-Rotoren (C3 und C4) bei den "Lenz Maßen", sie waren mmit 7cm nur deutlich schlanker.

C5.jpg
C5.jpg (427.37 KiB) 6844-mal betrachtet


Diese Flügel sind jetzt 9cm breit bei 25cm Länge. Ich habe die Rippen so gemacht, dass ich die Leitfläche auf der Rotorinnenseite montieren und einen Lenz daraus machen kann.

Ich habe mir noch 2 Messgeräte mit USB Anschluß bestellt um Spannung, Strom und Drehzahl gleichzeitig aufzeichnen zu können - damit sollten sich dann einigermaßen zuverlässige Ergebnisse erzielen lassen.
Gruß Herbert
herbk
 
Beiträge: 989
Registriert: Mi 3. Jul 2013, 06:49
Wohnort: 91575 WIndsbach

Re: Fragen zum C-Rotor

Beitragvon Bernd » Sa 10. Jan 2015, 21:36

Hallo Herbert, die Teile sehen sehr schön aus !
Wenn ich es richtig verstanden habe dann wirst du versuchsweise die innere Leitfläche aussen montieren so
das sich fast ein Auftriebsprofil ergibt das hinten weit offen ist, richtig ?
Ich bin schon gespannt auf Messergebnisse.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8344
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig


Zurück zu C- Rotor



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste