C- Rotor im Eigenbau

gemeinsame Forenentwicklung eines Rotorprofils

Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon sandwich » Sa 29. Aug 2009, 17:14

jetzt hab ich es :D

bei den 2,5 m/s Wind erziehle ich ca 2Watt. Mein Motor würde
maximal 13 m/s Wind aushalten und dabei 270 Watt erzeugen.
Und ich brauche eine Übersetzung von 25:1.

Jetzt fehlt mir nur noch die Auslegung der elektrischen Ansteuerung:
Wenn ich das richtig verstanden habe haben Autoladerregler zur
gleichrichtung einfach nur mehrere Schott Dioden danach kommt
ein Laderegler der den Ladestrom und den Erregerstrom steuert.

Eigentlich müsste ich doch nur den Strom gleichrichten, von 0-230
durch 19 auf 0-12V herrunterregeln und damit einen Laderegler speisen.
Für den Erregerstrom müsste ich dann den Strom um den Selben Wert wieder
hochregeln.

Funktioniert mein Plan mit dem Erregerstrom oder benötigt der auch
Wechselstrom? Außerdem gibt es vernünftige Laderegler (nicht aus einem
Auto) mit Erregerstrom-Steuerung zu kaufen oder muss ich den selbst bauen?

Mfg Sandwich
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon Kyrill » Sa 29. Aug 2009, 17:55

Deine Vorstellungen sind so nicht umsetzbar. Allein dein Getriebe mit einer Übersetzung von 25:1 ist ein Unding im Bereich Windkraft, wo es darauf ankommt möglichst ohne Reibungsverlußte Strom aus Wind zu erzeugen. Zum Einstieg empfehle ich dir die Beiträge dieses Forums mal in ein paar ruhigen Tagen durchzulesen, dann hast du schon eine leichte Ahnung davon, das es so nicht funktioniert....
Um einen Mindsteinsatz von ein paar hundert Euro für einen Selbstbaugenerator mit entsprechendem Durchmesser und ein Windrad von mind. 2-3 Quadratmetern Fläche wirst du nicht herumkommen... denke ich (man möge mich verbessern wenn ich ganz falsch liege)
lG Peter
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon sandwich » Sa 29. Aug 2009, 19:32

Hallo,

ich wusste nicht das ein Getriebe so einen Verlust bedeutet.
die 270 Watt waren eigentlich auch nur ein Ergebniss
einer hochrechnung wie viel der Generator bei welchem Wind
maximal erwirtschaften könnte. Ich habe auch nicht wie viele
von den anderen Einsteigern vor das "Superkraftwerk" zu bauen :D

Ich weiß das Cansteinrotoren nicht gerade die Energiewunder sind,
vorgestellt hatte ich mir eigentlich ca 6 bis 12 Watt bei 4m/s Wind.

mfg Sandwich
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon Bernd » Sa 29. Aug 2009, 20:15

Hallo Sandwich
Du machst vermutlich gerade die Erfahrung die nahezu jeder begeisterte "Neueinsteiger" mit der Windenergie macht,
nämlich das unter dem Strich meist weniger raus kommt als man es zuvor aus dem Bauch heraus einschätzte
und das gerade der Generator die grösste offene Frage beim Bau eines Windrades ist, besonders wenn das
ganze Teil am Ende nicht so teuer werden soll.

Mit deiner Einschätzung von 6 - 12 Watt liegst du schon ganzt gut. Der Wind führt in einem Quadratmeter
bei 4m/s ca. 39 Watt mit sich. Dein Windrad hat knapp 1m². Wenn wir also 39 durch 5 teilen kommen wir auf
knapp 8 Watt und liegen dann ja innerhalb deiner Wunschleistung, allerdings ist das erstmal die mechanische
Leistung die das Windrad aus dem Wind holt, es folgt noch die elektrische Umwandlung, leider auch mit einigen
Verlusten behaftet.
Wenn der Wind mal stärker weht wirst du überproportional Energie in den Akku bekommen, damit muss man
sich bei Windrädern etwas trösten wenn man die Leistungen bei relativ wenig Wind betrachtet.
4m/s wäre übrigens aber auch schon nicht gerade wenig als Durchschnittswert, zumindest in Bodennähe.

Jetzt müssen wir für dich noch einen Weg finden von diesen 8 Watt mechanischer Leistung bei 4m/s möglichst
viel als elektrische Energie in den Akku zu bekommen.
Ich gebe zu das ich da keine fertige Lösung parat habe die ich Dir jetzt sofort nennen könnte.
Die Idee mit dem Drehstrommotor kannst du dabei meiner Meinung nach knicken.
Auf jeden Fall muss es ein Generator (mit vorgeschalteten Getriebe) werden, der die zuvor genannten 10,7 Volt
bei niedrigen 20 U/min erzeugt.

Grüsse

Bernd
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon Kyrill » Sa 29. Aug 2009, 20:16

Dann liegen unsere Wünsche nicht weit auseinander. Ich hatte, als ich hier anfing mitzulesen, auch den Wunsch quasi immer so "nebenbei" ca. 25 Watt zu ernten um eine Wohnmobilbatterie bei Laune zu halten. Am besten aus Gebrauchtteilen vom Schrott oder so. Das habe ich erst mal ein wenig zurückgestellt, als ich gemerkt habe wieviel Knowhow mir selber noch fehlt und welche Entwicklungsarbeit hier im Forum noch getan weden muß, damit ich überhaupt anfangen kann und weiß, wie ich den Traumrotor mit dem Wunschgenerator dimensionieren muss.

Im Augenblick verfolge ich die Versuchsphase von Bernds Ringgenerator aufmerksam, denn ich denke solch ein Gerät mit einem Durchmesser von 50-60 cm könnte meinem Ziel nahe kommen. Fehlversuche kann ich meinem Hobbybudget nicht zumuten, deshalb habe ich mich erst mal ausgebremst, bis ich eine sichere Planungsgrundlagen habe. Denn ein paar hundert Euro stecken hinterher doch in solch einem Projekt und damit liege ich dann schon wieder im Bereich von kaufbaren Produkten für den Boots oder Campingbereich. Das ist mir zu schade zm wegwerfen, wenns nicht gelingt.
lG Peter
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon sandwich » So 30. Aug 2009, 09:42

Danke Bernd,

ich werde mich hier nocheinmal durch die ganzen Berichte zu den
Eigenbau Generatornen durchlesen, den Ringgenerator finde
ich auch super. Das mit dem Drehstrommotor gebe ich auf :D

Allerdings könnte ich wenn ich mir auch einen Ringenerator
bauen würde den Spulendraht aus dem Motor hohlen.
So rein geschätzt sind da ein paar hundert meter Kupferdraht
drin, der würde sich bestimmt gut eigenen. Und Neodym-
magnete gibt es bei Ebay recht günstig, taugen die was ?

Mfg Sandwich
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 30. Aug 2009, 09:55

Neodym ist das beste Material das es derzeit für Magnete gibt.
Du kannst ja auch noch mal über andere Alternativen nachdenken, wie z.B. ein Servomotor
mit Getriebe oder einen anderen Getriebemotor mit Permanentmagneten oder eine
Zahnriemenübersetzung oder oder... :)

Grüsse

Bernd
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon sandwich » So 30. Aug 2009, 09:57

Ich suche mal in meinem Sammelsorium irgentwo fliegt
hier auch noch ein Servomotor herum :D

mfg Sandwich
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon the fox » So 25. Jan 2015, 16:22

hallo alle zusammen
bin neu hier und informiere mich schon einige zeit über windkraft ,da ich etwas auserhalb wohne und hier immer wind weht war der gedanke einen c-rotor zu bauen naheliegend. stativhöhe 3m (gibts fertig) .tragwerk doppel-t .rotorhöhe gesammt 6m .Durchmesser 3m in alu /(flügel 1,5m hoch ,geschweißt allesandere geschraubt ) baukosten etwa 3,5 -4tausend euro ohne generator (wollte das ding erstmal bauen um zu kucken was das ding abliefert und dann die elektrik machen) mein bruder ist elektroniker und mein freund metallbauer (kümmert sich um statik) wir wollen klotzen haben aber keine erfahrung mit evtl problemen bei dieser baugröße, statik dynamische beanspruchung wird berechnet .
wir wollen das teil einfach bauen um zu sehen ob diese größe funktioniert
und was an energie rüber kommt
danke schon mal für eure bisherigen ideen und infos und arbeit
Zuletzt geändert von the fox am Mo 28. Mär 2016, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: C- Rotor im Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 25. Jan 2015, 16:36

Hallo the Fox und willkommen hier im Forum.
Da hast du Dir ja was vorgenommen. 6m Durchmesser sind schon ne ganze Menge oder habe ich dich da etwas falsch verstanden?
Der C-Rotor bezieht seine Leistung aus dem Drehmoment das die vom Wind angeschobenen Flügel abgehen.
Ich will damit sagen das ihr das bei euren Berechnungen berücksichtigen solltet.
Das macht dann ja 18m², ich bin gespannt.

Ein hoch übersetzendes Getriebe ist bei diesem Rotordurchmesser bei einem C-Rotor nötig um einen Generator
schnell genug zu drehen.


Grüsse

Bernd
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