Heimtrainer-Generator mit Nabenmotor

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Heimtrainer-Generator mit Nabenmotor

Beitragvon hd0a » So 17. Feb 2019, 18:53

Hallo Zusammen,

ich bin bei der Planung meines Projekts auf dieses Forum gestossen. Da ich selbst aus der IT komme und eher weniger mit Energieerzeugung zu tun habe, hoffe ich ein paar Tipps und Antworten zu finden.

Um was geht es?
Im Prinzip möchte ich einen Heimtrainer-Generator bauen. Ähnliche Projekte wurden hier auch bereits besprochen, siehe z.B.
viewtopic.php?f=22&t=1272
viewtopic.php?f=22&t=1050

Mein "Konzept" weicht wenig überraschend nicht großartig davon ab, allerdings würde ich gerne einen Nabenmotor verwenden. Meine Idee ist, ein altes Fahrrad umzufunktionieren und das Hinterrad entsprechend zu ersetzen und aufzubocken. Dann könnte ich die bestehende Gangschaltung einfach direkt mitverwenden, indem ich die Kassette entweder umbaue oder eine andere draufsetze.
(Die Idee so einen einen fertigen Radständer mit Wirbelstrombremse zu nehmen und diese auszutauschen gefällt mir nicht so gut, da dabei doch recht viel Druck auf den Reifen kommt (und damit viel Reibung entsteht).)

Letzten Endes möchte in den generierten Strom speichern und wieder abrufen können, z.B. um einen Fernseher o.ä. zu betreiben. Ich plane mit Dauerlasten unter 120W, mehr ggf. nur als temporäre Spitze).

Ich benötige also aus meiner Sicht folgendes:
1. Altes Fahrrad
2. Nabenmotor
3. Gleichrichter
4. Ggf. Strombegrenzer
5. Laderegler (z.B. https://greenakku.de/Ladegeraete/Solarl ... ar3er8h091)
6. Akku (z.B. https://www.solarbag-shop.de/intact-blo ... -33ah.html)
7. Wechselrichter (z.B. https://www.solarbag-shop.de/victron-ph ... chuko.html)

Folgende Fragen hätte ich nun:
1. Der Motor/Generator ist für mich das größte Fragezeichen. Ich hätte vermutet, dass etwas in der 250W Kategorie reicht (siehe z.B. viewtopic.php?f=8&t=156). Allerdings habe ich keine Ahnung, was der Markt so hergibt (was ich gesehen habe ist recht teuer). Motoren mit Getriebe sind vermutlich nicht ideal und ich weiss auch nicht, ob die Drehrichtung relevant ist? (Um ihn zu verbauen muss ich ihn ja so einbauen, wie er sonst auch verbaut wird).
Des Weiteren kann ich nicht abschätzen wie hoch der "Tretwiderstand" ausfallen wird.
Habt ihr mir eine Empfehlung für einen Motor? Würdet ihr ihn einspeichen (zwecks "Schwungrad") oder geht es ggf. auch erstmal so?
2. Die Laderegler vertragen in der Regel keine allzu hohen Spannungen und wie mir scheint sollte der Eingang deshalb begrenzt werden. Oder ist es sinnvoller einen "flexibleren" (und damit teureren) Laderegler zu nehmen?
3. Den Akku habe ich bewusst ein klein wenig größer dimensioniert, damit er höhere Ladeströme aufnehmen kann. Ist das so sinnvoll?

Des Weiteren bin ich für jeden Tipp hinsichtlich aller benötigten Elektronikkomponenten dankbar! Ich will kein high quality Produkt bauen, "Billigelektronik" verwende ich aber ungern (es sollte also schon "was taugen"). Es kommt mir aber auch nicht auf den letzten Euro an wenn das Produkt dafür nicht extra aus China hergeschippert werden muss.

Danke im Voraus!
hd0a
 
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Re: Heimtrainer-Generator mit Nabenmotor

Beitragvon Famzim » Mi 20. Feb 2019, 12:05

Hallo

Das mit dem Strom-strampeln ist so eine Sache, vor allem wenn sich ein Laderegler mit einmischt !
Ich habe das auch mal versucht mit einem Bürstenmotor und Reibrad über Rücklaufdiode.
Wie lange soll denn Strom erzeugt werden, und wie lange läuft der Fernseher, wie viel Leistung braucht der überhaubt ?
Wenn in den "kleinen" Akku 120 W eingespeist wirt, ist er sehr schnell auf max Ladespannung und ein Regler regelt dann runter, man tritt ins leere, oder es wirt kurzgeschlossen und blockiert.
Das liegt am Regler.
So ein Akku ist sehr schnell wieder lehr und der Fernseher aus.
Besser wäre gleichzeitiger Betrieb.

Gruß Aloys.
Famzim
 
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Re: Heimtrainer-Generator mit Nabenmotor

Beitragvon hd0a » Sa 23. Feb 2019, 13:05

Hallo Aloys,

danke für deine Antwort!
Primär geht es mir mehr um ein Bastelprojekt mit Spaß und ggf. etwas Nutzen. Falls der Akku leer ist stecke ich halt auf die Steckdose um ;).

Ich würde das dann als Heimtrainer-Ersatz nutzen, pro Tag wird ca. 30 - 60m gestrampelt. Betrieb während des Strampelns ist dabei auch denkbar. Mein Fernseher braucht übrigens so grob 50W.
Alternativ betreibe ich aber einfach meinen Laptop (ca. 30-40W), Ladegeräte, Rasperry Pi o.ä. damit.

Im Zweifel würde ich aber die Batterie auch nochmal größer dimensionieren. Ich weiss nur nicht, ob ich das aus Kostengründen direkt als Start machen will.

Dass der Regler schnell runterregelt und ggf. blockiert ist eine interessante Info. Hast du mir dazu mehr Informationen? Kann man das irgendwie sinnvoller lösen?

Gruß
hd0a
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Re: Heimtrainer-Generator mit Nabenmotor

Beitragvon Famzim » Mo 25. Feb 2019, 18:31

Hallo

Zum Basteln würde Ich nur über den 3 Phasengleichrichter laden und die Spannung überwachen, der Strom wäre auch noch interessand für Dich.
Können die "Geräte" direckt an 12 V, oder nur über den Wechselrichter für 230 V betrieben werden ?
Es muß eine Tiefentladung vermieden werden, und fals doch, so schlell wie möglich wieder 10 % einladen, (3,5 Ah) .
Wenn am Fahrraht die Gangschaltung verbleibt, kann die Trittfrequenz damit eingestellt werden, und deine Belastung.
Mit einem Solarladeregler kann eine Überladung vermieden werden, ER sollte aber mit Multimeter überwacht werden, um rechtzeitig die Ladeleistung zu reduzieren.
Mit hohen Ladeströmen geht die Spannung schnell hoch, auch bei nur halb vollem Akku !

Gruß Aloys.
Famzim
 
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