Ja richtig der höchste Punkt der Leistungkurve liegt immer unterhalb des Leerlauf TSR.
Beim C-Rotor und beim Lenz liegt der Peakpoint der Leistungskurve ca. bei 60% des Leerlauf TSR.
Damit decken sich meine Erfahrungen also auch mit den Simulationen.

Bei den Auftriebsprofilen die ich bisher testete lag der der Peakpoint immer ziemlich genau 25%
unter dem Leerlauf TSR.
Der Generator sollte den Rotor also gerade so stark belasten das der Rotor möglichst auf dem Gipfelpunkt
seiner Leistunbgskurve bleiben kann. Belastet er zu stark würgt er den Rotor ab und er bleibt fast stehen und
es wird Leistung verschenkt. Belastet er zu wenig dann wird ebenfalls Leistung verschenkt.
Die "Schwergängigkeit" des Generators wird durch die Höhe der erzeugten elektrischen Leistung bestimmt.
Die Schwergänigkeit die wir beim unbelasteten Drehen des Genrators von Hand spüren ist nichts gegen das
was im Betrieb bei der Erzeugung der elektrischen Energie an Schwergänigkeit entsteht.
"Schwergängigkeit" (also Drehmoment) mal Drehzahl = Leistung.
Generatoren werden umso teurer je tiefer ihr Nutzdrehzahlbereich liegt. Es ist um ein vielfaches einfacher
einen Generator zu bauen oder zu kaufen der eine Nenndrehzahl von 1000 U/min hat als einen der eine
Nenndrehzahl von 200 U/min hat. Bei tiefen Drehzahlen wird es sehr teuer bis sehr sehr teuer.
Ein weiterer Grund für das von einigen (nicht von mir) angestrebte sehr hohe TSR ist deren Überzeugung das ein
Auftriebs Vertikalläufer unter einem TSR von z.B. 3 gar nicht richtig funktionieren kann. Diese Meinung hält sich
hartnäckig und wird immer wieder mehr oder minder sachlich begründet.
Ich sage das TSR muss für mich gerade so hoch sein das der Generator nicht zu teuer wird und das Windrad gut
funktioniert, aber auch nicht so hoch das ich ein Windrad mit statisch fraglichen zierlichen Flügeln erhalte das nicht
mehr von alleine anläuft und auch sonst mimosenhafter Natur ist.
Ein hohes TSR hat nämlich auch so seine Nachteile, das bleibt gerne unbeachtet.
Die bisherigen Tests auf meinem bescheidenen H-Rotor Prüfstand zeigten für die getesteten Auftriebsprofile ein TSR
on ca. 2 bis 2,5 unter Last sogar teils weniger.
Das reicht mir wenn das Windrad damit gut seine Arbeit verrichtet und es entstanden mit diesem geringen TSR teils
sehr gute Ergebnisse im Vergleich zu anderen getesteten Profilen wie Lenz und C-Rotor obwohl immer wieder
behauptet wird das unter einem TSR von 3 praktisch gar keine Leistung entstehen könnte.
Was mache ich falsch ?
Grüsse
Bernd