Ich möchte euch mal mein neues Projekt vorstellen...
einen funktionierenden Windgenerator, der keine Bastellösung ist.
Die Vorgaben, die ich mir selbst gesetzt habe:
- einfach her zu stellen, ohne Spezialprofile etc.
- ein einfach zu beschaffender zuverlässiger Generator
- einfache Montage
- möglichst viele genormte Standartkomponenten
- Modularität
- Funktion bestimmt Design
- so puristisch wie möglich
Ich hab ja schon einige Rotoren gebaut, aber es hat eigentlich immer an den passenden Generatoren gefehlt.
Grundlage des Rotors wurde ein Nabengenerator von Shimano, der bei mir schon einige Jahre rum lag. Gut, bei 3 Watt Leistung bei 6 Volt kann man hier wirklich nur von einer Kleinwindanlage reden

Dieser Dynamo hat die Lagerung schon inklusive, was ihn dafür predestiniert direkt auf einen Mast geflanscht zu werden, mit Flügeln drum herum.
Da ich zu selben Zeit einen Unterstand für mein Motorrad baute fielen mir die Bodenanker für Balken ins Auge. die gibt es nämlich nicht nur mit Spitzen zum in die Erde rammen, sondern auch mit Löchern mittig am Boden.
Dieser Bodenanker wird mit der Achse des Generators verschraubt und später einfach auf das obere Mastende eines 7 x 7 cm Mastes geschraubt.
So, wie jetzt den Generator mit den Flügeln verbinden??
Zu erst hab ich das mit vielen 3mm-Schrauben und den Löchern versucht, wo normalerweise die Speichen rein kommen. Dummerweise haben die Löcher an beiden Seiten zueinander einen Versatz, sodass die Halterungen für die Flügel nie richtig übereinander standen. Außerdem war mir das Ganze nicht stabil genug. Also die vielen kleinen Löcher weg gelassen und den Generator mit 3 Schrauben M8 zwischen 2 Platten eingeklemmt.
Als Flügel hatte ich an Dachrinnen aus Alumimium mit 125 mm Durchmesser gedacht. Gut, die gibts in 2m-Stücken im Baumarkt, aber die Dinger zu sägen ist die Hölle.
Mit der Stichsäge fransen die aus und verbeulen an der Schnittkante. Die Kreissäge fetzt noch mehr und sägt nicht gerade und die Superminnikreissäge die alles sägt vom Shoppingkanal ist auch nicht besser. Ich frage mich wie die Klemptner das machen...
Um die Dinger anständig zu sägen musste ich mir erst eine Sägevorrichtung bauen, wo die Profistichsäge (die alte blaue von Bosch) vollkommen gerade geführt wird, und die Sägekanten nahe des Schnittes fixiert werden, damit die nicht verbeulen können. Jetzt das feinste Metallsägeblatt benutzt und das Sägen klappt super, meistens...
Um die Flügel mit den Platten zu verbinden, habe ich mir eine Klemmung aus gedacht. 2 Klemmungen pro Flügel halten erst einmal bombig. Wenn das Holz (Siebdruckplatte) durch die Witterung etwas schrumpft, müsste vielleicht mit Baukleber nach geholfen werden. Aber erst einmal abwarten.
Ich habe gerade mal alles zusammen montiert, aber draußen ist schon dunkel...
Ich habe auch noch nicht die entgültigen Flügel verbaut, nur Reststücke. ich bin mir über die Länge noch nicht schlüssig. Ich denke 40 - 60 cm. je windärmer die Gegend, desto länger die Flügel...
So, jetzt aber Fotos...
Ich bin auf eure Kommentare gespannt...
Grüße Mark