Vergleich der Bauarten

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon Constant » So 4. Dez 2011, 23:50

Hallo Bernd
Ich kann dir ein Bild schicken mit der vermessenen Leistungskurve. Aber ich habe immer Probleme mit dem Einstellen von Bildern hier im Forum. Schicke mir nochmal deine Mail. Dann kannst du selbst das Bild einstellen. Übrigens; zum Vergleich der Lenz 2 hat 20,2 % Dicke und 31,5 % Leitflügellänge, wenn du das gerade Teil beim Lenz 2 als Leitflügel bezeichnest. Die Fr. Version hat übrigens genauso wie beim Savonius einen komplett runden Deckel oben und unten anstatt Verschlussdeckel auf jedem Flügel.
Gruss Constant
Constant
 
Beiträge: 65
Registriert: Do 5. Feb 2009, 02:13

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon Bernd » Mo 5. Dez 2011, 00:04

Hallo Constant, du kannst die Bilder an Bernd@dasWindrad.de schicken.

Danke

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8416
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon labitrail » Di 6. Dez 2011, 11:26

Hallo,
ich bin neu im Forum und habe mit grossem Interesse die Vergleiche von Lenz und C durchgeackert. Dabei sehe ich beim C noch jede Menge Optimierungspotential in Bezug auf die Vorflügelstellung und die Leitflächenform. Wo gibt es mehr Info über die Ergebnisse der Franzosen und vor allem deren Konstruktionsbasis?
Interessant finde ich auch die "Windkanal"-Testanordnungen diverser Forumsmitglieder. Ich neige dazu, bei der Entwicklung nicht so sehr auf konstruktive Planung, sondern auf empirische evolutionäre Entwicklung zu setzen, denn die Materie ist zu komplex, um sie rein konstruktiv anzugehen. Deshalb auch der Gedanke, den C-Rotor noch weiter zu verändern. Wenn das im Vergleich zum Lenz wirklich was bringt, hat sich's rentiert, ansonsten sollte man bei Lenz ansetzen und aus Wanda Windy machen. Für den C überlege ich gerade eine Testkostruktion, die Vorflügel und Leitfläche variabel macht.
Als Verbesserungsergebnis lässt sich aus den bisher hier vorgestellten Ergebnissen sicher festhalten, dass ein spitzeres Profil mit innerer Halbschale in jedem Fall dem reinen Halbrund vorzuziehen ist. Die Frage ist, ob die Stellung der Leifläche im Verhältnis zur Mitte des Vorflügels nicht verändert werden sollte oder ob der vorn geschlossene Lenz wirklich absolut besser wirkt. Evtl. kann ich einen Windkanal auftreiben, in dem man solche Dinge auch mal testen kann.

Herzliche Grüsse, Bodo
labitrail
 
Beiträge: 36
Registriert: Mo 5. Dez 2011, 13:22
Wohnort: Rosenheim

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon Arowana » Di 6. Dez 2011, 11:51

Hallo Bodo,

Ja das beim C-Rotor noch verbesserungspotential sehe ich genauso. Ich denke auch dass der C-Rotor sicher den Wirkungsgrad vom Lenz erreichen kann welcher ja angeblich bis zu 42% gehen soll was für ein VAWT ja ein sehr guter wert ist. Bzw er sich in Bodennähe (10m)sicher durchsetzen wird gegen ein HAWT. Also meiner meinung nach auch in realbedingungen mindestens gleichwertig ist.
Ob sich dann aber der Lenz, C-Rotor oder die Wanda durchsetzten wird ist noch nicht zu sagen meiner meinung nach. Ich persönlich vermute auch das sich aus den 3 Profilen eines der besten und am leichtesten herzustellenden bauen lässt.
Jetzt müssen wir halt mal ein bisschen tüfteln bis es soweit ist. Bzw. Übernimmt Benrd hier ja den Bärenanteil wie du sicher schon mitbekommen hast.

Ja das mit dem Windkanal ist schon sehr interessant aber ich denke da müssten wir noch ganzschön viel basteln damit es sich lohnt.
Nur wegen einem Profil braucht man da nicht anreisen.

Gruß

Michael
Arowana
 
Beiträge: 607
Registriert: Mo 23. Mai 2011, 11:16
Wohnort: Bayern

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon Bernd » Di 6. Dez 2011, 17:59

Ich neige dazu, bei der Entwicklung nicht so sehr auf konstruktive Planung, sondern auf empirische evolutionäre Entwicklung zu setzen,
denn die Materie ist zu komplex, um sie rein konstruktiv anzugehen.

Das ist eine Einstellung die es leider sehr selten zu finden gibt. Der typische Deutsche neigt dazu alles zunächt ganz genau berechnen
zu wollen, selbst wenn er dafür Formeln heran ziehen muss die für ganz andere Szenarien erschaffen wurden und unter Umständen die tatsächlichen
Gegebenheiten nicht korrekt wiederspiegeln oder zumindest die Besonderheiten so eines System nicht berücksichtigen.
Auch hier im Forum ist oft zu lesen "es wird alles von der gleichen Luft angetrieben, also gelten auch überall die gleichen Berechnungsgrundlagen".

Genau das ist meiner Meinung nach der Punkt warum es im Bereich Auftriebs H-Rotoren (auch wenn das weniger mit dem C-Rotor zu tun hat)
seit langer Zeit keine wirklichen Verbesserungen oder Inovationen mehr gab. Man trabt in ausgelatschten Pfaden seiner Vorgänger entlang ohne mal
links oder rechts zu schauen, wo sich doch unter Umständen die Lösungen befinden. Alles muss immer so sein und so bleiben wie man es schon
von ähnlichen Dingen kannte. Ein Eingehen auf die Besonderheiten eines Systems ist nicht möglich.

Bob Mann, der sich zufälligerweise gerade gestern hier anmeldete, machte dieser Tage ein Experiment das in die von Dir beschriebene Richtung
geht und auf das wohl kein "Formelhöriger" kommen würde. Er nahm einen Lenz- und einen C-Rotor und setzte sie auf einen Motor, diesen Motor regelte
er so das der Rotor in seiner Garage damit auf 100 U/min gebracht wurde. Bob ermittelte dabei die nötige Leistungsaufnahme des Motors und stellte
fest das sie für seinen C-Rotor weitaus geringer ausfiel als für seinen Lenz-Rotor. Diese und ähnliche Experimente sind es oft die einem Impulse und
Schlussfolgerungen liefern können auf die die "Berechnungsfreaks" nie kommen würden.

Ich denke der C-Rotor ist in seinem Segment eine sehr interessante Bauform mit guten Eigenschaften und einer bauartbedingten (gerundete Leitfläche)
sehr stabilen Bauweise. Ich sehe da auch noch viel Potential und....... er sieht viel besser aus als der Lenz. :) ;)

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8416
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Vergleich der Bauarten

Beitragvon labitrail » Mi 7. Dez 2011, 11:40

Dem Bob habe ich mit einer Idee zur Lenz-Annäherung des C geantwortet.
Das Thema evolutionäre vs. konstruktive Entwicklung wurde von einem Fraunhofer-Institut aufgegriffen, die mit beiden Methoden eine Düse entwickeln liessen, für die bestimmte Ziele formuliert waren. Das Ergebnis der evolutionären Entwicklung sah etwas seltsam aus, war aber in 1/25 der Konstruktionszeit erreicht und erfüllte die Zielvorgaben deutlich besser als die CAD-Variante. Mich hat dieser Test fasziniert und ich habe es bei meinen IT-Projekten teilweise so angehen können. Probiere alle Formen und Varianten und schmeiss weg, was nicht zielführend ist, aber behalte, was eine Verbesserung bringt. So macht es die Natur und war damit über die Jahrmillionen sehr erfolgreich.
Auch ich werde mir mal einige Ideen als Modell bauen und noch auf einfache Art testen, dann melde ich mich wieder. Übringens muss die geerntete Energie eines drehmomentstarken Langsamläufers nicht zwangsläufig als Strom geerntet werden. Aber dazu später mehr, wenn die technischen Voraussetzungen abgeklärt sind.
Gruss Bodo
labitrail
 
Beiträge: 36
Registriert: Mo 5. Dez 2011, 13:22
Wohnort: Rosenheim

Vorherige

Zurück zu andere Vertikal-Rotoren



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste