MehrflügelSavonius Grundlagen

MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon acert » So 9. Okt 2011, 16:24

Hallo,

Wenn ein Savoniusrotor mehr Flügel hat (z.B 10) bei exakt gleicher Baugröße im vergleich zu einem 3 Flügler,
ist dann das Drehmoment des 10 oder des 3 Flüglers höher?

Theoretisch ist ja die Drehzahl des 10 Flüglers geringer als die des 3 Flügler?

gruß
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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 17:23

Das Savoniusprinzip inkludiert für mich das es in der Mitte eine grosse Druchströmöffnung gibt.
Bei einem Rotor mit 10 Flügeln wäre das nicht oder nur noch stark gemindert möglich denn sein
Zentrum wäre aufgrund der vielen zusammen laufenden Flügel doch sehr eng.
Ich weiss daher nicht ob man bei 10 Flügeln noch von einem Savoniusprinzip reden kann.

Drehmoment als auch Drehzahl sollten sich nach meinem Verständnis nicht sehr gravierend unterscheiden, egal
ob 2 oder 3 Flügel.

Grüsse

Bernd
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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon acert » So 9. Okt 2011, 18:12

Hallo Bernd,

Savonius ist vielleicht nicht die treffende Bauform,
zur Veranschaulichung habe ich hier noch ein Video gefunden:


http://www.youtube.com/watch?v=mgGGTk-nJGw




Wenn ich das Richtig Verstehe, hätte dieser Rotor bedingt durch die höhere Anzahl der "flügeln" doch eine größere Windangriffsfläche, und
würde somit wohl auch mit mehr kraft drehen als ein klassischer Savonius, bzw. ein 3 Blatt durchströmrotor oder täusche ich mich da?



gruß
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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Ekofun » So 9. Okt 2011, 18:14

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben:Drehmoment als auch Drehzahl sollten sich nach meinem Verständnis nicht sehr gravierend unterscheiden, egal
ob 2 oder 3 Flügel.


O.K. das isst bei Vertikalen so,frage weill bei H-Rotoren gilt:je weniger Flügeln desto schneller er ist,so dachte das gilt auch für jede Windrad egal ob er H oder V leufer ist. :?:

Grüße

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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 18:18

@Ekofun
Ob Horizontal oder Vertikal dürfte dabei weitgehend egal sein. Wichtig ist das Wirkprinzip, also Auftriebsläufer
oder Widerstandsläufer. Widerstandsläufer laufen unter Last immer langsamer als die Windgeschwindigkeit.
Beim Auftriebsläufer entscheidet auch nicht nur die Anzahl der Blätter über das TSR sondern entscheidend ist
auch die Schnelläufigkeit des Profils. Bei gleichem Baudurchmesser könnte man einen schnelleren 3 Flügler und
einen langsameren 2 Flügler bauen.
Grundsätzlich ist es aber richtig das beim Auftriebsläufer mit der Anzahl der Blätter das TSR sinkt.

Grüsse

Bernd
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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 18:22

Wenn ich das Richtig Verstehe, hätte dieser Rotor bedingt durch die höhere Anzahl der "flügeln" doch eine größere Windangriffsfläche, und
würde somit wohl auch mit mehr kraft drehen als ein klassischer Savonius, bzw. ein 3 Blatt durchströmrotor oder täusche ich mich da?

Nun wenn das stimmen würde dann dürften die heute üblichen 3 Blatt Rotoren der kommerziellen Windräder mit ihren schmalen Blättern
ja kaum Leistung erzeugen.
Es kommt darauf an wie effektiv ein Windrad den Wind "aberntet" und nicht wieviel Rotorblätter es besitzt.

Grüsse

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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Ekofun » So 9. Okt 2011, 18:49

Hallo Bernd,

ich werde normale Savonius bauen,Siebdruckplatten habe schon hier,werde haben 61 cm D,und 80 cm Höhe,solche 4 Etagen.Meine überlegung ist das Luftkanal vom 20% auf 24% erhöhen um bessere Wirkung zu bekommen.

Ist meine Überlegung richtig oder bin auf Holzweg,vom Vertikalen habe nicht viel Kentnisse.? :oops: Laut Buch Luftkanal ist 20%,und Theorie sagt das dem Wind 1/3 lassen soll.um beste Wirkung zu bekommen,das gilt aber für H-Leufer.

Grüße

Ekofun
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Re: MehrflügelSavonius Grundlagen

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 19:14

Ich glaube da gibt es auf der ganzen Welt niemanden der Dir das genau beantworten könnte.
Ich fand mal einen Vergleich bei dem man ein und denselben Rotor dahingehend im Durchmesser modifizierte
das sich unterschiedliche Durchströmöffnungen ergaben.
Dummerweise hatte die Leute damit aber auch jeweils den Durchmesser des Rotors mit verändert und so waren
ihre ermittelten Werte eigentlich nutzlos.
Aber der Ansatz war richtig, man muss es einfach in Stufen verändern und unter den immer gleichen Windbedingungen
(Windkanal) ausmessen.
20 bis 25% hören sich für mich ganz gut an, aber ich habe da auch keine Erfahrungen.

Grüsse

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