Öli's Savoniusprobleme

Öli's Savoniusprobleme

Beitragvon Ölfinger » Mo 10. Mär 2014, 23:43

Ja, da bin ich auch mal wieder.
Ich habe keine grossen Fortschritte gemacht, aber einige Sachen erbastelt und erlernt...
ist ja alles nicht so einfach, da ich hier ja desöfteren Winböen um Stärke 9 habe.
Der einzig taugliche Ansatz scheint ein horizontalrotor zu sein;
nach vielen vergeblichen Versuchen erscheit mir sowas:http://www.ebay.es/itm/390793057093?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649 recht sinnvoll.
Müsste nur die Aufnahme geändert werden, 2 , statt nur einer, durchgehenden Platten,
und an beiden enden eine Lagerung.
Die Generatorleistung ist eher nebensächlich,
wichtiger ist vielmehr, wie sich das Ding im Sturm verhält.
Das alle mir bekannten Messstationen in meinem Umkreis nur stark gemittelte Maximalwerte veröffentlichen, kam mir die Idee über den Generator die Drehzahl zu erfassen und dadurch die Windgeschwindigkeit zu ermitteln.
Ich hab das Pferd aber nun von hinten aufgezäumt,
( also für den Rotor fehlt mir zu Zeit das Taschengeld ;( )

Aber an elektronik hab ich etwas aufgerüstet,
ich habe auf einem Steckbrett provisorisch schon mal eine Frequenzmess Schaltung aufgebaut
http://www.dieelektronikerseite.de/index.htm
unter :Schaltungen - Projekte

Mit einer Schlitzscheibe und Optokoppler will ich nun die Drehzahl erfassen.

Ansätze für die rechnerische Erfassung hab ich hier im Forum ja auch schon entdeckt
und für einen praktischen Abgleich hab ich sogar irgendwo noch nen alten mechanischen Windmesser.

Hier noch mal ein Bild von meinem aktuellen Modell :roll:
ein grösseres hab ich auch noch, aber heute keine Bilder
Dateianhänge
Foto0103 a.jpg
Foto0103 a.jpg (207.11 KiB) 20057-mal betrachtet
Gruss Konny
Ölfinger
 
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon herbk » Di 11. Mär 2014, 07:59

Hi Ölfinger,
lass es mich mal so sagen: drehen wird sich das Teil...., den Wirkungsgrad schätz ich auf wenn's hoch kommt auf 5%.

Dass der Anbieter eigentlich null Ahnung von der Materie hat, siehst Du schon am ersten Satz der Beschreibung und die Bilder sagen den Rest.
Handwerklich ist das ordentlich gemacht, da kann man nichts sagen - aber aerodynamisch... :roll: :roll:
Gruß Herbert
herbk
 
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Ölfinger » Di 11. Mär 2014, 12:44

2014-03-04 17.02.17.jpg
Erster Entwurf der Kreissegmentfräse
2014-03-04 17.02.17.jpg (620.99 KiB) 20028-mal betrachtet
Danke Herbert,
so ähnlich sehe ich das auch, deswegen ja, als Testobjekt für die Drehzahlerfassung.
Wichtig ist mir erstmal der Handwerkliche Aufbau;
ganz ungeschickt bin ich nicht, aber einen Kreis in 6,8 10 oder 12 Segmente zu teilen fällt mir doch etwas schwer.
Mit Zirkel anzeichnen, Schablonen aus dem Drucker...
das gelbe vom Ei war da noch nicht bei. Die letzte überlegung ist dahingehend, einen alten Autopiloten zu schlachten, wenigstens ist da ein Zahnrad mit 120 Zähnen dran.

Ich habe schon viel überlegt, aber die Auswahl meiner Materialien ist doch recht begrenzt, Blech für die Flügel möchte ich eigentlich nicht verwenden.
(warum eigentlich???)

Ich kann ja mal zeigen wie das derzeitige Projekt aussieht, heute wird sich wohl zeigen, wie gleichmässig die Fräsungen geworden sind,
jedenfalls ist Marine-Sperrholz meine derzeitige Wahl,
die Bodenplatten haben 10er Stärke und 50cm Durchmesser,
8 Flügel in 4 mm 60 hoch und 21 breit;

Handwerklich nicht ganz so schön, dafür Aerodynamisch etwas besser :roll:
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2014-03-05 17.24.08.jpg
Ja, biegen ist doch recht einfach
2014-03-05 17.24.08.jpg (660.95 KiB) 20028-mal betrachtet
2014-03-05 15.01.24.jpg
Flügel an der Gasflasche gebogen
2014-03-05 15.01.24.jpg (526.61 KiB) 20028-mal betrachtet
2014-03-04 17.02.33.jpg
Die Kreissegment Nuten sind schön gleichmássig, nur an der Aufteilung derselben...
2014-03-04 17.02.33.jpg (517.79 KiB) 20028-mal betrachtet
Gruss Konny
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Bernd » Di 11. Mär 2014, 20:05

Hallo Ölfinger,
deine Fräsidee finde ich sehr gut.
Das ganze ähnelt dann doch schon etwas mehr einem mehrblättrigen Savonius als das Gebilde von Ebay, das vermutlich einen viel schlechteren Wirkungsgrad besitzt.
Übrigens ist das was du da baust kein Horinzontal- sondern ein Vertikalrotor weil man es auf die Ausrichtung der Achse bezieht.
Bin sehr gespannt auf weitere Berichte von Dir !


Grüsse

Bernd
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Ölfinger » Di 11. Mär 2014, 23:15

Also, dann möchte ich mich hier an dieser Stelle mal etwas outen....

Meine Basisphilophie ist mittlerweile amerikanisch/
konservativ :oops:

Hubraum ist nur durch noch mehr Hubraum zu ersetzen
Turboldader sind Kinderkagge und nun stehe ich hier und trete und werde noch Segler :roll:

Ich bin auch der Ölfinger im Boote-Forum, der immer so tut als ob er Ahnung von Booten hätte :lol:

Mit dem ganzen Generator-selbertüddeln-istdochsoeinfach, habt ihr leider nicht ganz recht,
Ich bin bekennender Grobmotoriker,
wazu was feines versuchen, wenn's mim Hammer auch geht.

Am liebsten mache ich mit Holz, was ich aber auch nicht ganz so richtig kann,


...ob ich den Typen da nochmal anschreibe?
Ich glaube der baut die Dinger nur, weil der son CNC Dingens hat ;
mit sowas könnte ich das auch :?

so, morgen ist schleifen und versiegeln angesagt von
Sav TM01

so richtig gleichmässig ist an dem Ding eigentlich garnichts,
mal schauen ob man das wuchten kann :? :?

Realtest1 Holzrotor.jpg
Realtest1 Holzrotor.jpg (359.91 KiB) 20002-mal betrachtet



...ah, ich lerne mit der Forensoftware umzugehen,klar vertikal, aber die Bilder sind horizontal :mrgreen:


mein Traum ist immernoch das 200l Fass mit ner AutoLiMa,
aber bei dem Wind hier fehlen mir die "cojones"
Gruss Konny
Ölfinger
 
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon vm » Mi 12. Mär 2014, 11:30

Hallo Öli

nimm einfach ein kostenloses Bildbearbeitungs Programm zB.IrfanView

Geh auf Bild bearbeiten - Größe ändern ( so das Höhe und Breite ins Forum passt ) - Speichern

Dann gehts auch Hochkant ( 600 x 450 ist meist noch gut erkennbar )

mfg.Volker
vm
 
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Ölfinger » Di 1. Jul 2014, 00:33

So, da bin ich nu auch mal wieder.
Der Threadtitel wird nun leider etwas untauglich, aber dieses Forum ist ja eigentlich per se nicht überschaubar zu halten.
Also ich erkläre nun mal meine Absicht;
zwar nebensächlich ging oder geht es auch darum Strom zu produzieren;
die ersten horizontalen waren zwar schön zum anschauen, aber bei Stärke 8-9 habe ich nun schon 3 PVC-Rohrkrepierer entworfen,
also ich musste den Restschrott selbst von der Nachbarfinca einsammeln.

Wie beschreibe ich das am besten, irgendwo bin ich zwar etwas Öko, aber die kriminelle energie überwiegt,
also es ist einfacher Strom zu klauen als zu produzieren.
Also liegt mein Hauptaugenmerk mehr im Bereich, Drehzahl und windgeschwindigkeit zu erfassen,
als darin , Strom zu produzieren.
Aus lauter frustration darüber liegt mein Interesse erstmal darin, USB_Anschlussfähige Leistung zu produzieren;
damt sind die Fahrradnabendynamos erstmal gerechtfertigt :roll:

Ich selber repariere Boote, Motoren und alles was damit einhergeht,
aus diesem Grunde bin ich auch , wie im folgenden zu erkennen, mit Marine-Sperrholz und Epoxydharzen und dessen Kombinationen etwas vertraut.

Ich lebe hier in Spanien in einer Gegend, die durch extreme Winde gekennzeichnet ist
auf dieser Seite http://es.wisuki.com/statistics/2735/lhospitalet-de-linfant kann man das etwas erahnen,
Winde ab Stärke 6 kommen fast immer aus Richtung Mestral, also NO.
Meine Horizontalen wurden eigentlich immer nur von den Böen erschlagen,
vorallem war es immer die Angst etwas grösseres zu bauen.
Ich habe nun einige Savioniun-Ähnliche gebaut, bis jetzt aber nur in 3 Nabendynamos investiert;
diese Woche sollte aber noch aus der E-Bucht ein 500W Breeze hier eintreffen.

Ja, auch das Spulenwickeln lehne ich nicht mehr wirklich ganz ab...

Ich möchte aber eigentlich eher etwas Entwickeln, das einen praktischen Nutzwert aht,
also einen kleinen Beitrag zur Ünterstützung einer Photovoltaikanlage, und Hilfe zur Erfassung der Winddaten....


gut das war jetzt zwar gelogen, Effektiv wird das nicht, aber hübsch anzuschauen sind die ersten Prototypen schon
Dateianhänge
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Losbrechmoment bei 0,2 Nm, 1N Kraftaufwand (geändert)
klar, 1N bei 20 cm Radius ergibt 0,2 Nm
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Sammlung der ersten Prototypen
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...mittlerweile arbeitet hier ein Nabendynamo
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Gruss Konny
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Ölfinger » Sa 26. Jul 2014, 11:22

Mal eine Rückmeldung,
der 8-Flügler läuft ziemlich bescheiden.
Bei Stärke 3 mit 4er Böen läuft er auch tatsächlich mal an, aber ich glaube das sind einfach zuviele Flügel,
da kommt kein richtiges Drehmoment zustande.
Ist ja eigentlich auch kein Savonius, sondern ein mehrflügeliger Vertikalläufer.
Die 5W Lampe kommt nur leicht ins glimmen.
Mir fehlt auch Zeit und Lust mich mit dem elektronischen Drehzahlmesser zu befassen, das ist eher arbeit für den Winter.

Ich befasse mich mit der Herstellung für Komponenten um weitere Prototypen zu bauen;
irgendwo hab ich von Ekofun mal gelesen, das die güstigste Überlappung der Flügelhalbschalen bei 27% liegt,
mit meinen Massen und Schablonen komme ich auf 25%; 40cm Aussendurchmesser, 25cm Rohrflügel und 10 cm Überlappung
Savonius Kopie.jpg
Savonius Kopie.jpg (46.68 KiB) 19279-mal betrachtet


Auch hab ich mal etwas neues versucht und baue Flügelschalen ohne Sperrholz inlay, nur Gewebematte und Epox-Harz.
Mittlerweile hab ich da schon 6 Stk von, langt also für 2 Rotoren.
Leider lässt meine Form nur etwas über 40 cm höhe zu.
Ich werde auch keine durchgehende Welle sondern nur Stümpfe verwenden.
Wird vielleich etwas schwierig, falss ich mal zwei oder mehrere Rotorn zusammenbaue, aber ich halte das trotzdem für einfacher, als so eine lange
und vorallem grade Welle zu besorgen.

Mal sehen, wann ich endlich Zeit finde, die Deckelplatten zu sägen... :roll:

hier mal ein paar Impressionen von meinen Laminierversuchen.
Das Epoxy braucht etwas länger um seine endgültige Härte zu erreichen, nach ein bis zwei Tagen ist es zwar trocken, aber ich kann immernoch sehr gut das komplette Rohr in zwei Hälften schneiden
Flügelrohling.jpg
Auf einem GFK-Rohr mit 25cm durchmesser habe ich ein altes Bettlaken umwickelt, und dieses dann mit Plastikfolie. So lässt sich das hinterher noch gut trennen und die Inneseite ist schön glatt.
Flügelrohling.jpg (261.4 KiB) 19279-mal betrachtet
Flügelschnitt.jpg
Vor dem völligen aushärten schneide ich die Rohre mit nem Cutter an
Flügelschnitt.jpg (101.43 KiB) 19279-mal betrachtet
GFK Flügel.jpg
Dann nochmal schleifen, verspachteln,schleifen...
GFK Flügel.jpg (588.13 KiB) 19279-mal betrachtet


Nun muss ich nur noch ein paar Stirnplatten zurechtsägen und einfräsen,
bei den dünnen GFK Platten sollte ein Schnitt mit der Stichsäge reichen.

Um das dann grade zusammenzukleben baue ich grad auch eine Spannvorrichtung,
Das werde ich dann auch noch weiter Kommentieren.
Gruss Konny
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon vm » Sa 26. Jul 2014, 15:22

Hallo Öli

Warum baust du überhaupt Rohre ( das Gewebe lässt sich ab einer gewissen Anzahl von Lagen kaum noch entlüften und ausformen)

Wenn du nur Halbschalen mit etwas Überlänge baust ist das alles viel einfacher und die Rundung ( Durchmesser ist fast Irrelevant da sich das dünne halb ausgehärtete Material ausreichend verformen lässt ,solange die Abmaße stimmen )

Du kannst dann einfach auf einem geeignetes Rohr von außen nur zu 2/3 mit zB. 4 Lagen aus entsprechenden Gewebestücken laminieren.


Und wenn du es Dir ganz einfach machen willst :

-Du nimmst einen Tisch ( glatt )

-Ein Stück dicke PE- Folie ( Baumarkt Dampfsperre für Trockenbau) die benötigt keine weiteren Trennmittel !

-Auf den Tisch laminierst du die Lagen auf die Folie bis sie richtig entlüftet sind und legst noch eine Folie drauf und entlüftest

- dann nimmst du das Ganze an der Folie hoch und legst es über eine geeignete Rundung und streichst es etwas glatt
( gegebenenfalls noch etwas auf den Fußboden legen falls es tropft )


mfg.Volker
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Re: Drehzahlerfassung Savonius Rotor

Beitragvon Ölfinger » Sa 26. Jul 2014, 17:02

Stimmt, gute Frage .
Ich habe angefangen die ersten Sperrholzplatten über das Rohr zu biegen, davon hab ich nun auch einige.
Bei den 4 Lagen die ich so rumgewickelt habe ging das aber noch recht problemlos, jedenfalls bin ich mit dem Resultat zufrieden.
Ich denke auch mal die Grösse sollte für Nabendynamos ausreichend sein, zumindest um eine USB Ladestation zu betreiben.
Ich will einfach erstmal Erfahrungen sammeln, die Grundidee war ja 200l Ölfässer zu verwenden,
aber nachdem ich hier irgendwo mal eine Formel zur Berechnung der Zentripetalkräfte gefunden hatte
und mir Gedanken um die erreichbaren Drehzahlen machte, kamen mir doch Bedenken bei den starken Winden die ich hier im Winter habe.
Nun ja, 4 oder 5 Horizontalräder habe ich letzen Winter auf meiner kleinen Finca grossräumig verteilt :roll: ,
für meine Vertikalräder erhoffe ich mir eine etwas längere Lebensdauer.
Gruss Konny
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