Viele Kleine statt ein Großer?

Viele Kleine statt ein Großer?

Beitragvon seb » Do 29. Mär 2018, 13:26

Hallo an Alle,

Es ist nur eine Idee, die ich mit euch diskutieren möchte:

Wie es der Name dieses Themas schon besagt.

Es gibt ja diese kleinen Brushless-Modellmotoren mit recht vielen Magneten und Polen, oder auch Motore aus ausgedienten DVD-Laufwerken etc.

z.B.: http://rctimer.com/product-575.html


Wenn man auf viele dieser Kleinmotore ein geeignetes Windrädchen aufsetzen würde und den Strom aus den 3 Spulen gleich am Motor gleichrichten würde hätten man eine sehr kompakte Einheit.
Diese dann leicht als Array an Hausecken, an Masten, Pfeilern und sonst wo installiert werden. Die Kabellei würde sich sicher auch in Grenzen halten, hat man ja einen Gleichstrom, den man zusammenfassen und zur weiteren Verwendung gut verlegen könnte.

Ähnliches gibts ja auch im "Buch der Synergie" von Achmed Khammas von der Firma "Motorwave Ltd":

http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_h ... s_2005.htm

http://www.motorwavegroup.com/new/motor ... ducts.html

Ich bitte um eure Meinungen! :idea:
Viele Grüße

Sebastian


Jeder Tag ist gleich lang, nur unterschiedlich breit...
seb
 
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Re: Viele Kleine statt ein Großer?

Beitragvon herbk » Fr 30. Mär 2018, 12:13

Hi Sebastian,
persönliche Erfahrung: brauchen zu hohe Drehzahl, selbst wenn man 70 oder 90KV Motörchen nimmt. Ausserdem ist das Rastmoment immer noch relativ hoch.
Gruß Herbert
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Re: Viele Kleine statt ein Großer?

Beitragvon Bernd » Fr 30. Mär 2018, 12:19

Ob viele kleine Windräder besser/geeigneter sind als ein großes könnte man ganz pragmatisch betrachten.
Das heisst sind die vielen kleinen ingesamt teurer als ein ein einzelnes großes?
Ist der Bauaufwand der vielen kleinen insgesamt größer als der Aufwand zum Bau eines einzelnen großen?
Dann könnte noch die evtl. größere Störanfälligkeit eine Rolle spielen die sich vermutlich alleine durch die Vielzahl der Bauteile bei den vielen kleinen ergibt.
Natürlich spielt auch die Verfügbarkeit der Bauteile eine Rolle, was ist evtl. schon vorhanden?

Das viele kleine grundsätzlich positiver als ein großes zu werten sind würde ich mal mit nein beantworten.

Grüße

Bernd
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Re: Viele Kleine statt ein Großer?

Beitragvon picowindmiller » So 1. Apr 2018, 17:37

Hallo Sebastian,
im Prinzip funktioniert das schon. Aber es macht keinen Sinn, um nennenswerte Erträge zu erzielen. Mit einem kleinen Windrädchen kann man schon so zwei bis drei LED mit 20 mA zum Leuchten bringen. Voraussetzung der Generator liefert genügend Ausgangsspannung. Das machen aber gerade die relativ niederohmigen Motoren/ Generatoren eben nicht. Hier brauchst du Drehzahl ohne Ende oder du hängst mal zum Spaß einen billigen Step up Wandler ran. Wenn du Glück hast reicht die Leistung um so ein paar elektronische Glühwürmchen zum Leuchten zu bringen.
Ein anderes oft unterschätztes Problem ist die irrige Annahme, in Bodennähe eine gleichmäßige laminare Anströmung zu haben. Meine Erfahrungen sagen da etwas ganz Anderes. Das hängt sicher auch sehr vom Standort ab.
Wie verhalten sich nun Brückengleichrichter, wenn da welche "bestromt" und welche in der Zusammenschaltung "unbestromt" sind. Ist es so, dass in Reihenschaltung eine "unbestromte" Gleichrichterbrücke einen wünschenswerten ganz geringen Widerstand hat und dagegen bei Paralleschaltung wünschenswerter Weise schön hochohmig ist? Ich meine hier, dass sich nicht immer alle kleinen Windrädchen gleichzeitig drehen und Strom liefern.
Nun zumindest für die Parallelschaltung trifft die Annahme zu, da die Dioden der "unbestromten" Brücke in Sperrichtung sind. Bei der Reihenschaltung liegen zwei Dioden in Flußrichtung in Reihe und zwei dazu parallel. Müsste man mal messen, ob durch den "halbierten" Gesamtwiderstand nur 0,7 V flöten gehen.
Also wenn du mich fragst, ist unser Hobby doch ein wunderbarer Zeitvertreib.
Grüße
N.B.
picowindmiller
 
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Re: Viele Kleine statt ein Großer?

Beitragvon Famzim » Mo 2. Apr 2018, 12:50

Hallo

Ich sehe bei vielen kleinen eher eine Akzeptanz der Nachbarn, als einen Mast mit Windrad.
Das ist dann eher lustige Deko, entlang am Gartenzaun.
Als 40 bis 50 cm Kinderwindmüle vieleicht ;)
Die Grundspannung sollte so hoch wie möglich sein, denn es geht immer die 1,5 V für die Gleichrichtung ab.( Normale Dioden).
Bei Reienschaltung gild das für jedes System :oops: bei 4 in Reie dann 4 mal 1,5 V !
Ausserdem muß dann der Strom auch noch gleich sein.
Besser in Parallelschaltung, da speist jede seinen möglichen Strom, aber bei gleicher Spannung ein.
Eine Wicklung mit sehr dünnem Draht, auch wenn der sehr Hochomig ist, ist dann Pflicht.
Und möglichst wenig Rastung zum Anlaufen.
Das die Windrichtung unglaublich schnell wechselt zeigen mir 5 kleine Windräder an der Terasse neben dem Haus, da sind 180 Grad noch wenig.
Manchmal drehen sie auch komplett im Kreis :o
Um da überhaubt Strom zu entnehmen muß die Lehrlaufspannung schon mindestens das 2 bis 3 fache der Betriebsspannung haben.
Meine kleine Bockwindmüle (90 cm) hat einen umgebauten Motor aus einem Standfentilator mit 230V Wicklung.
Bei 3 U/sek sind da ~60 V hinter dem Gleichrichter, und bei 12 V unter belastung grade mal 50 mA .

Gruß Aloys.
Famzim
 
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