Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich hobbiemässig mit Frequenzumrichtern für Drehstrommotore und komme als Laie mittlerweile mit der Programmierung ganz gut klar. Habe bereits Drehbank und Portalkranmotore erfolgreich mit FUs ausgestattet. (Auch VDE konform, das was jetzt kommt weiß ich noch nicht
Was sich mir noch nicht erschlossen hat, da ich immer nur einzelne Fus zur Ansteuerung von 3-Phasen-Motoren genutzt habe,
ist der bei einigen Modellen vorhandene "DC Zwischenstromkreis".
Dieser soll anderen FUs im Verbund auf einer extra DC (2-polig) Schiene/Leistung seine Bremsenergie zur Nutzung bereitstellen.
Frage an die FU Spezialisten:
Könnte man einen solchen FU (Ich weiß - gedacht ist er als reine Motorsteuerung...) nicht folgendermassen anschliessen, und als Netzeinspeiser verwenden?
1-phasiger Anschluss an das 230V-Netz (bei einigen Modellen geht das) damit der FU überhaupt läuft.
(Später, falls das alles funktioniert was ich hier überlege, könnte man auf reine DC Versorgung der FU-Elektronik intern umrüsten.
Aber das wäre ein Basteleingriff in die FU-Elektronik selbst, dazu erst viel später.)
Alle Motordaten gemäß Leistung, Spannung, max Frequenz etc. gemäß Typenschild Motor im FU einstellen.
Solldrehzahl des Motors (bei uns Generator) auf Null einstellen.
(Der FU zieht also nur seinen geringen eigenen Betriebsstrom aus dem öffentlichen Netz oder bei einer Insellösung aus einem 230V-Inverter am Pufferakku)
Wenn jetzt der 3-Phasen-Servomotor (Generator) am Windrad gedreht wird, wird Bremsleistung aktiv (Ob und die Höhe ist im FU programmierbar)
Diese Bremsleistung wird, wenn ich das richtig verstanden habe, dann in den DC Zwischenstromkreis eingespeist (muss auch erst programmiert werden, aber vorgesehen) und steht dort, solange der Generator dreht und gebremst wird zur Verfügung.
Wie holt man die Gleichspannung da wieder (für uns nutzbar) raus?
Über Akku? (Den FU als Ladegerät für eine Akkubank verwenden und daran einen Netzinverter anschliessen?)
oder direkt einen Inverter an den DC Zwischenstromkreis anschliessen? (Ist die Höhe der DC dort überhaupt regel- oder nach oben begrenzbar?)
oder einen zweiten FU (wie vom Hersteller vorgesehen) an den Zwischenstromkreis und an den Inverter am ersten FU von oben einphasig angeschlossen (damit er arbeitet)?
Der Motorausgang des zweiten FU (U/V/W) wird dann auf 230 oder 380V Sollspannung und 50Hz eingestellt.
Aus einem Dreiecksabgriff am zweiten FU sollte man dann doch die drei einzelnen Netzphasen zur Verfügung haben.
Für einen netzgetrennten AC 230V-Stromkreis, der Ausfälle dultet sollte dies reichen.
Synchronisierung mit dem Netz weiß ich noch nicht wie das gehen könnte - jemand eine Idee?
Habe ich da eventuell einen grundlegenden Fehler in meinen Überlegungen?
Macht mal Vorschläge, FUs zum Testen hätte ich da.
Viele Grüße
Mike
PS.: Ich frage deshalb, weil gebrauchte FUs für einen Bruchteil des Geldes gehandelt werden wie Netzeinspeiser.
Und China-Inverter gibt es auch für kleines Geld.
