Ey, die Fotos haben Copyright

Klar, du die Fotos und ich darf jetzt wieder schreiben
Danke euch erstmal für die Komplimente und vor allem für eure Unterstützung!
Ja, es funktioniert. Aber nicht ganz so wie erwartet bzw nicht so leistungsfähig wie erwartet.
Wir kriegen bei minimalen Abstand des Winderzeugers nur maximal schlappe 4,4W aus dem Geni. Dies kann an mehreren Dingen liegen:
Unzulänglichkeiten im Winderzeuger:Wir erreichen nicht die vollen 6 sondern "nur" 5,6m/s und das nicht homogen, weil durch den Abstand der Lüfter Zonen mit geringer Luftbewegung existieren. Das gilt besonders für kleine Abstände zum Windrad. Dazu dürften auch noch Verwirbelungen durch die Lüfter entstehen. Allerdings haben wir bei einem Abstand von 3m bis Windrad-Mitte immerhin noch relativ homogene 4,8m/s aber auch nur 2,4W elektrisch.
Unzulänglichkeiten im Windrad:Ohne große Versuche wurde der C-Rotor nach den Vorschlägen aus dem anderen Therad gebaut. Mangels Drehmomentmessung ist die mechanische Leistung und damit der Wirkungsgrad hier eine große Unbekannte.
Unzulänglichkeiten Mechanik:Verluste in den Lagern. MMn eher weniger ein Grund. Man schafft es den knapp 10kg (!) schweren Rotor (Gewicht ohne Geno und Welle usw) mit kräftigem Anpusten mit dem Mund in Bewegung zu setzten. Er läuft sehr leicht und auch lange nach.
Allerdings haben wir über 120U/min (Leerlauf) trotz einfachem Auswuchten Probleme mit einer Unwucht, was natürlich bei dem Gewicht nicht so verwunderlich ist. Hätten wir das vorher gewusst/beachtet, hätten wir zB eine dickere Welle genommen usw...
Unzulänglichkeiten GenoGeno bringt evt einfach nicht die Leistung. Daran glaube ich persönlich eigentlich nicht. Alle Werte liegen sehr nahe an den Berechnungen. Leider sind die einzigen Fakten die wir haben der Widerstand von 2,2 Ohm pro Strang gegen den Sternpunkt und die bereits gezeigten Spannungen. Magnet-Abstand ist wie in den Berechnungen 8mm bei 6,5mm Statordicke.
Ich vermute, dass es eine Kombination aus allen Unzulänglichkeiten ist, wobei ich den Generator nicht an der Spitze sehe.
Was am Ende wirklich schade ist, dass genaue Untersuchungen aus Zeitmangel leider nicht stattfinden konnten, dazu waren wir mit der Fertigung einfach zu knapp dran und es gab genügend grundlegende Probleme zu lösen, besonders was die Elektronik/Regelung betraf. Dazu haben wir in der letzten Woche noch 130 Seiten Doku verfasst, die sich größtenteils mit dem Bau der Anlage beschäftigt. Eine Auswertung wie wir uns (und ihr euch wahrscheinlich auch) gewünscht hätten, blieb leider aussen vor
Was ich an "Ergebnissen" noch nennen kann ist, dass sich bei minimalem Abstand zu den Lüftern (ca. 5,6m/s) eine maximale Leistung von ca. 4,4W in einem PWM-Bereich von ca. 55-65% einstellte - sowohl durch die Regelung als auch durch manuelle Einstellung des Tastverhältnisses (PWM) mit Poti und Testprogramm. Dabei stellt sich eine Generatorspannung nach Gleichrichtung von ca. 21V (65%) bis ca. 25V (55%) ein. Auch das passt gut zu meinen Berechnungen. Der Strom ist mit ca. 200mA (65%) bzw 175mA aber etwas dürftig.
Schlussendlich müssen wir uns damit abfinden, dass wir eine funktionierende Anlage hergestellt haben, die noch einiges an Optimierungs- und vor allem "Experimentier- und Forschungspotentail" in allen Bereichen (Mechanik, Rotor, Elektronik, Programmierung und evt Geno) bietet. Ich hoffe, dass sich in den nachfolgenden Jahrgängen fähige und interessierte Leute finden, die sich die Anlage nochmal vornehmen. Es ist eine äußerst komplexe Anlage und wir haben wahrscheinlich mehr als doppelt so viele Stunden wie angesetzt (120h pro Person) investiert.
Ich werde später im anderen Thread noch einiges zur Regelung loslassen...
Mit gemischten Gefühlen,
Mario