ich hatte ja in meinem Thread zum Thema "http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=27&t=2158" schon angekündigt im nächten Schritt einen Prüfstand aufzubauen. Ziel ist den Generator zuerst einmal zu vermessen, also:
- Anlaufmoment
- Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie
- Leistung-Drehzahl-Kennlinie
zu ermitteln, um dann den Rotor (Savonius) entsprechend auszulegen. So daß er die Windverhältnisse bei mir optimal ausnutzt und den Generator gleichzeitig optimal antreibt. Die Bestellung für wesentliche Teile (Drehzahlmessung für den Generator, Drehzahlregelung für den antreibenden Motor, ...) ist raus aber ich hatte Zeit (sehr ungewöhnlich) und bin in die Werkstatt um einen "Prüfstand-Prototypen" zu bauen.
Der antreibende Motor ist ein alter Spaltpolmotor (also elektrotechnisch eine Asynchronmschine mit zwei Polpaaren und einem Kurzschlusskäfigläufer) an 230V. Der Generator ist ein Nabendynamo (Klauenpolgenerator 6V/3W).
Die Riemenscheibe ist aus einem mittig auf die Achse des Motors gesetzten Abflussrohrdeckel und der Keilriemen ein 2-Zoll-Fahrradschlauch (leicht aufgepumpt).
Die Freude war groß als diese "Wurschtelei" tatsächlich funktionierte.

Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich die Spannung des Nabendynamos oszilloskopiert: Sie ist schon einer Sinusspannung ähnlich, aber ebend nur ähnlich. Jetzt werde ich mal überlegen, ob ich diese Kurvenform bei der Messung von Strom und Spannung (Effektivwerte also Formfaktor bei Sinus = 1,11) berücksichtigen muss.
Für die Messung der Drehmomente möchte ich noch einen Bremszaum bauen, aber das kommt nach der Messung der elektrischen Kennlinien. Jetzt warte ich mit Spannung auf die Lieferung und die nächste freie Zeit - dann geht es los...
Windige Grüße
Siegfried