Hier nun die Bilder von dem geöffenten Servomotor.
Das Zerlegen gestaltete sich ziemlich einfach. Es war kein Spezialwerkzeug notwendig.
Als erstes schraubte ich das vordere Gussteil des Gehäuses ab.
Zum Vorschein kam die eingebaute Bremse, total in Bremsstaub gefüllt.
Der Bremsstaub füllte quasi den ganzen Raum zwischen Bremse und vorderen Gussgehäuse aus.
Auf dem Bild ist davon nichts mehr zu sehen. Der Staub war auf dem Foto schon entfernt bzw. rausgerieselt.
Schön ist auch das vordere Lager, ein 6005 2Z, zu sehen.

Der Rotor enthält, ist jetzt nur ansatzweise zu erahnen, ähnliche Magnete wie mein Multiplexgenerator.
Es sind stabförmige Magnete verbaut zwischen denen Eisenstücke sitzen die den Fluss nach aussen transportieren.
Interessant ist noch das der Magnetabstand nicht gleichmässig verläuft sondern das immer zweit Magnete etwas
dichter beieinander stehen und dann eine "grössere" Lücke kommt und dann wieder zwei dichter stehende Magnete.
Der Unterschied ist allerdings nicht sehr gross.
Die Menge an verbauten Neodymmaterial ist recht gering. Der Rotor enthält auf seinem Umfang mehr Eisen als Magnetmasse.

Man sieht das auf dem Rotor Eisenspäne in kleinen Häufchen sitzen.
Sie sind Bestandteil des Bremsstaubes der überall vorhanden war und haben sicher die Drehbewegung ein bisschen behindert.

So sah es im Inneren nach dem öffnen aus. Was man jetzt nicht mehr sieht das dort alles mit Bremsstaub gefüllt war.

Das nächste Bild zeigt die Bremse deren Bremsscheibe schon fast verschlissen war.
Sie kann durch Spannungszufuhr von 24 Volt den Motor stillsetzen.

Die nächsten beiden Fotos zeigen das Statorpaket nach der Reinigung.
Schön ist auf dem zweiten Bild zu erkennen das die Pole nicht gerade sondern schräg verlaufen.
Es sieht auf dem zweiten Bild aus wie der Blick in den gedrehten Lauf eines Gewehres.


Neben den Drähten für die drei Phasen sind auch die rot schwarzen Drähte für die Bremse sowie noch ein paar
Drähte, vermutlich für einen Thermosensor, zu sehen.

Ein Blick auf den Stator von vorne, dort wo die Achse aus dem Generator heraus kommt und wo zuvor alles voller
Bremsstaub war.

Auf dem folgenden Bild kann man vielleicht erkennen das es doch keine 36 Nuten sind sondern nur 18.
Die Polschuhe, in denen sich auch eine kleine Nut befindet, haben mir im verdreckten Zustand doppelt soviele Nuten
vorgegauckelt. Es sind also 18 Nuten und somit 3 Spulen je Phase.
Die Blechung des Stator ist so fein das ich anfängliche dachte der wäre massiv.
Tatsächlich besteht er aber aus sehr feinen Blechen, viel feiner als bei einem Trafo.

Grüsse
Bernd