Generator-Idee neu?

Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon andreas » Di 19. Jun 2012, 22:31

Hallo Sebastian,

natürlich funktioniert das. Nur, dass Du damit das Funktionsprinzip umkehrst. Dein Bild zeigt offensichtlich einen Rotor, analog zum Rotor der Lima. Dort wird Gleichspannung eingespeist, jede Spule ist mit abwechselndem Wickelsinn gearbeitet. So ergibt sich ein umlaufendes NS-Feld, was in die Statorspulen induziert. Packst Du nun anstelle der Statorspulen Magnete hin, kannst Du an der Rotorwicklung eine Wechselspannung abgreifen. Aufgrund der massiven Rotorkerne werden allerdings ordentliche Wirbelströme auftreten.

Alle diese Magnet-Effekte lassen sich in beiden Richtungen benutzen. Im Prinzip spielt es keine Rolle, wer Stator und wer Rotor ist.

MfG. Andreas
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Di 19. Jun 2012, 22:39

Danke für deine Antwort, Andreas.

Gegen die Wirbelströme hatte ich mal diese Idee:

Mit Epoxydharz getränkte Stahlwolle. Daraus kann man alle erdenklichen Formen fertigen.
Durch die feinen Fasern sollten Wirbelströme gut zu unterdrücken sein.

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon andreas » Di 19. Jun 2012, 22:50

Hallo Sebastian,

gerade Stahlwolle ist aufgrund der langen leitenden Fasern völlig ungeeignet. Ein guter Wechselstromkern hat ganz kleine eiserne Partikel, die eng aneinander gepresst, aber von einander isoliert sind, wobei dazwischen nur wenig unmagnetischer Füllstoff verbleibt. In Eisenpulver-Ringkernen findest Du so eine Materialkombination.

MfG. Andreas
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Di 19. Jun 2012, 22:52

Auch ne Idee das mit der Wolle, allerdings müssten die Drähte der Wolle dann gegeneinander isoliert werden denn wenn sie
sich zuviel berühren ist anzunehmen das der positive Effekt nachlässt. Zu klären wäre noch wie gut der
für die Wolle verwendete Stahl den magnetischen Fluss leitet.
Wir hatten ja mal mit Gusseisenpulver und Feilenabrieb experimentiert, aber auf Stahlwolle wäre
ich nicht gekommen.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Mi 20. Jun 2012, 06:23

Müsste man halt testen, ob das funktioniert mit der Stahlwolle.

Wäre diese Anordung für einen Geni tauglich? Dies wäre ja dann nix anderes als bei der Anordnung auf dem Bild und von der Induktion auch ähnlich dem Klauenpolgeni.
Neuer Geni 3.jpg
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Viele Grüße

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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Mi 20. Jun 2012, 09:06

Ja das funktioniert. Wenn du den Stator, also die Spule noch etwas länger zeichnest und die Spulen auf der Rückseite miteinander
verbindest entspricht es genau der Generatorart wie auf dem Foto.

Um es mal so zu sagen, es klappt immer wenn der magentische Fluss eines Magneten von Nord- zum Südpol durch einen Spulenkern führt.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Ekofun » Mi 20. Jun 2012, 11:41

Hallo Seb,

das finde ich für sehr gute Einfall,sieht wie bei Trafo,er hat auch 2 Spulen(P und S).Nur es gibt nicht,leider,solche fertige Kerne aber man könnte mittlere Kern wegschneiden dann bleibt genau so wie am Deine Skize.Auserdem sind Trafobleche für solche Sachen beste Material.
Man könnte mehrere solche Kerne auf eine Scheibe stellen und dann hat man einen Scheibengeni besondere Art.Nur Rastung wird stark!

Grüße

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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Do 21. Jun 2012, 10:50

Wie eignet sich in diesem Fall Ferrit als Kernmaterial?

Wenn das gehen würde, dann gäbe es aus dem Lautsprecherselbstbau einige mögliche Spulen mit Ferritkernen. Als sehr interessant erachte ich da die Pilzkernspulen.

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon andreas » Do 21. Jun 2012, 22:56

Hallo Sebastian,

Ferrit hat den Vorteil, dass darin (fast) keine Wirbelströme entstehen. Die Verluste im Kern sind also geringer. Nachteilig ist, dass es recht früh in die Sättigung geht. Richtig hohe Feldstärken sind damit nicht möglich. Und natürlich führen auch Ferritkerne zur Rastung im Feld, man hat es also mit hohen Anlauf-Drehmomenten zu tun.

MfG. Andreas
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Fr 22. Jun 2012, 04:30

Hallo Andreas,

In Sachen Sättigung: Könnte es sein, daß Neodymmagnete Ferrit "überfordern"? Ist ein Eisenkern dann doch besser?

Meine Überlergungen gingen dahin, daß Pilzkernspulen auf einem Rücklussring mit dem Pilz nach aussen montiert werden und sich aussen dann
eine Glocke mit Neodymmagneten vorbei dreht. Den Pilzen könnte mann durch Beschleifen zu weniger Cogging verhelfen.
Diese Bauweise ist sicher nichts anderes als ein "Fisher & Paykel"-Geni. Nur eben mit anderen Materialien, "custom-made" also

Viele Grüße

Sebastian
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