Ringgenerator als Versuch

Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon Bernd » Di 30. Sep 2014, 20:07

Hallo Tom,
interessante Konstruktion die man vor allen mit recht einfachen Werkzeugen realisieren kann.
Ich fragemich ob sich die gegenüberstehenden Magnet/Blechstreifen Kombinationen nicht so stark anziehen
das es die vergleichsweise dünnen Bleche nach innen zieht ?

Welche Werte konntest du damit im Betrieb erzielen ?


Grüsse

Bernd
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon tomlongstone » Di 30. Sep 2014, 21:48

Hallo Bernd,
Also dieser Generator ist ja nur am Tischmodell "VAWT Mini" montiert, das nur ein Winderntefläche von 0.12m^2 aufweist.
Also ich hatte mal 0.8Watt (100mA bei 8VDC) aber ich weiss nicht bei welcher Windgeschwindigkeit das war, da ich damals noch keinen Windmesser dabei hatte. (Hab ich jetzt) Ich werd aber beim nächsten Windy Day versuchen, mal ne Messkurve aufzunehmen.
Die Bleche hats bisher nicht nach Innen verbogen, war aber eine Befürchtung, die ich beim Bau auch hatte. Durch den Knick im Blech sind sie aber ziemlich steif und liegen auf dem 20mm dicken Träger (Holzrad) gut auf. und sind mit zwei starken Schrauben festgeschraubt.

Zu meiner Frage: Gibt es schon ähnliche Untersuchungen zur Position der Trägerbleche von irgendjemandem? Würde mich sehr interessieren. Danke für Hinweise.
Tom
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon Bernd » Di 30. Sep 2014, 22:03

So weit mir bekannt ist hat noch nie jemand hier eine Bauform wie deine mit den geteilten Rückschlussblechen gebaut.

Zu deiner Frage wegen der Flächenabdeckung beim C-Rotor hatte ich mal diverse Tests durchgeführt und je größer ich die
Flügel und Flächenabdeckung bei gleichem Rotordurchmesser baute desto mehr Leistung konnte ich ernten.
Im Augenblick lautet die Empfehlung für die Flügelflächenabdeckung auf dem Rotorumfang daher ca. 45%.
Ob das überhaupt schon das Optimum ist kann noch niemand mit Bestimmtheit sagen.

Mit Sicherheit kann ich aber sagen das 2/3 Freifläche zu 1/3 Flügelabdeckung zumindest bei C-Rotor ganz sicher nicht optimal sind.
In dem Bereich lagen meine ersten Versuche die ich später mit grösserer Abdeckung und grösseren Flügeln/Vorflügeln weit in den Schatten stellen konnte.

Wichtig ist auch das auch die anderen Dimensionen wie z.B. die Vorflügelbreite mit der Baugröße mitwachsen denn nur dann
erntet man genug Drehmoment wenn alle Dimensionen zur Rotorgöße passen.
Leider sieht der Rotor mit energetisch passenden, großen Flügel optisch nicht so schön aus und rein von der Stabilität wird das ganze irgendwann auch schwierig.


Grüsse

Bernd
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon tomlongstone » Di 30. Sep 2014, 22:24

Hallo Herbert,
Danke für die Blumen. Nein bei diesem Generator hatte ich noch nie einen geschlossenen Eisenring als Träger der inneren oder äusseren Magnete. (Das würde zwei Eisenrohre bedingen, die genau die passenden Durchmesser hätten ; hab ich aber nicht)
Die Frage werd ich aber bei meinem Scheibengenerator untersuchen können der ebenfalls noch zu optimieren ist (Durchmesser 25cm, siehe Fotos).Bei diesem hab ich zur Zeit durchgehende Eisenscheiben, die ich aber später gegen unterteilte Magnetträger austauschen will. Übrigens hatte ich bei diesem Generator ursprünglich sowohl oben wie unten 2 Lagen Magnete eingebaut. Das war aber zuviel des Guten! Es hat mir beim provisorischen Zusammenbau die oberen und die unteren Magnetpackete auf dem ganzen Umfang zusammengerissen und die beiden Eisenträgerplatten (2mm dick) waren danach trichterförmig verbogen!!! Zum Glück war bei diesem Test die Statorspule nicht dazwischen, sonst wäre meine Wicklung vermutlich hinüber, da sie nicht in Epoxy vergossen ist. Ich musste mir 12 flache Keile aus Hartholz anfertigen, womit ich die Platten dann mit Mühe wieder auseinander brachte. Der Abstand zwischen den beiden Eisenplatten betrug immerhin 27mm. Jeder der Magnete ist 50x20x3mm gross und hat eine Zugkraft von ca. 5kg. Das gibt bei 48 Magneten eine Haftkraft von ca. 240kg! Ich hab nun oben eine Lage Magnete entfernt (noch 36). Jetzt gehts.
Das ganze Teil ist übrigens eine Wegbeleuchtung (Parklaterne), die sowohl mit einem Solarpanel wie auch mit dem Windgenerator die Akkus lädt und Abends per Dämmerungsschalter die 3 LEDs (à 3W) einschaltet und insgesamt 2,75m hoch ist. Das Teil habe ich konstruiert, an einem Musikfest mit Kindern bemalt und montiert und dort auf dem Festgelände als Blick-und Treffpunkt aufgestellt. Ich mach also schön Werbung für VAWTs! Immer viel Wind! Tom
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Wegbeleuchtung UHURU 2014 c kl.jpg
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon Ekofun » Di 30. Sep 2014, 22:45

Hallo Tom,
schöne Sachen haben Sie da gebaut,sehr schön.
Denke das 2mm Eisen blech zu dünn ist für Neodimmagneten,bei 4mm dicke werde sich nicht gebogen.Schade das es passiert ist.

Grüße

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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon danile » Fr 3. Okt 2014, 12:39

Hallo,

aus Erfahrung kann ich sagen, dass 2mm viel zu dünn sind. Es sind ja schließlich Neodymmagnete! Ich habe bei meinen Scheiben 8mm verwendet und nur eine Scheibe mit Magneten bestückt. Natürlich steigt auch die Rückschlussfunktion an, d.h. der Fluss "fließt" besser zurück und man erhält bei den Spulen eine etwas höhere Flussdichte bei steigender Magnetscheibendicke.

Wen's interssiert, hier ist das Video zu meinem neuen Scheibengeni:



Gruß
Dani
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon vm » Fr 3. Okt 2014, 19:09

Hallo Dani

:shock: :? Drehstromgenerator mit 15 Spulen und 15 Neos , das ist nicht wahr :cry: :cry: :cry: nee????

!!!!Die Anzahl der Magneten pro Scheibe Mussss IMMMER eine gerade Zahl sein !!!!!!!!! ( N,S,N,S,N,S)

Sonst hast du ja irgend wo an einer Stelle 2 Nord oder Südpole nebeneinander auf der Scheibe und auf der anderen Scheibe noch mal , das macht nicht wirklich Sinn

!!!!!Die Anzahl der Magneten einer Scheibe muss immer durch die Anzahl der Spulen einer Phase teilbar sein ( bei 15 Spulen , 3Phasen wäre das die 5 )

Damit Wäre die erste Alternative 10 Neos pro Scheibe ;) (Da wäre dann schon der nächste Geni halb anwesend ) :D Auch die Leistung dürfte etwas steigen da alle Magneten gleichzeitig in der richtigen Position sind ( muss ich mir aber erst mal auf malen und schauen ob das noch geht )

Die nächst höhere und korrekte Wahl wäre aber die 20 :( womit du noch 10 Neos benötigst )

ps. Mit 10 Magneten pro Scheibe sollte gehen wenn man keinen perfekten Drehstrom benötigt und alles gleich richtet.( die mit 20 bringt aber deutlich mehr Leistung )

mfg.Volker
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon Ekofun » Fr 3. Okt 2014, 20:29

Hallo zusammen,

Richtige Dualscheibengeni mit 15 Spulen(5 Sp./Fase) soll 20 Mags pro Scheibe haben.Das wäre korekte Ausführung.

Grüße

Ekofun
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon Bernd » Sa 4. Okt 2014, 08:02

Hmm.. in dem verlinkten Video sehe ich gar keine Magnetscheibe, nur den Stator.
Im Text schreibt er dazu :
"Dieser Stator findet seinen Platz zwischen einer Rückschlussscheibe und einer Magnetscheibe, die mit 20 N40 Magneten 46x30x10mm bestückt sind. "

In diesem Video (ganz am Ende) ist seine Magnetscheibe zu sehen. Sie trägt 20 Magnete.
https://www.youtube.com/watch?feature=p ... WFmA6ZL7pI


Grüsse

Bernd
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Re: Ringgenerator als Versuch

Beitragvon danile » Sa 4. Okt 2014, 08:04

Hallo,

danke, dass ihr mich auf den Fehler in der Beschreibung aufmerksam gemacht habt. Natürlich habe ich 20 Magnete auf der Scheibe befestigt. Schließlich muss ja das Verhältnis 4:3 eingehalten werden. In dem anderen Video könnt ihr ja nachzählen- da ist ein Bild von der Magnetscheibe :)

Gruß
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