sombrero hat geschrieben:Hallo Ncrypta.
Der möglichst geschlossene magn. Kreis aus Eisen muß doch immer gegeben sein.
Auch wenn es ein eisenloser Stator oder Rotor ist.
Der magnetische Rückschluss erfolgt durch die beiden Eisenscheiben auf denen sich die Magnete befinden.
sombrero hat geschrieben:Eine Leistungsangabe machst Du noch, sagtest Du.. Mal sehen was rauskommt..
Das können wir sogar derzeit schon einigermassen genau sagen.
Eine Phase hat 2,65 Ohm.
Wenn der Generator im Stern verschaltet ist, dann messen wir die 2,65 Ohm über die Spulen zweier Phasen.
Die Spulen einer Phase haben dann 1,33 ohm.
Der resultierende Gesamtwiderstand ist gleich Wurzel 3 mal dem Widerstand der Spulen einer Phase.
Der resultierende Gesamtwiderstand ist also 2,3 Ohm.
Leider finde ich keine Angabe zu der Spannung pro Umdrehung, obwohl ich meinte die mal gelesen zu haben.
Daher schätze ich mal 3 Volt je 100 U/min. Drehen wir mir 400 U/min gibt der generator dann 12 Volt ab.
Die kurzgeschlossene Leistung, die ein Indiz für die maximale Abgabeleistung ist, wäre dann P = U² / R = 62,6 watt.
Ein viertel dieser Leistung kann man als maximale Abgabeleistung an einer Last ansetzen, das wären dann ca. 15 Watt.
Ich bin nicht der Meinung das Eisen einen Generator grundsätzlich verbessern würde, im Gegenteil.
Wenn man es schafft ohne Eisen auszukommen eröffnen sich viele Vorteile die es mit Eisen erst gar nicht gibt.
Eiserne Konstruktionen waren vor 20 Jahren noch fast zwangsläufig nötig, da man damals den magnetischen
Fluss durch die Luft noch nicht in die Höhe wie heute mit Neodymmagenten bringen konnte.
Ein riesen Vorteil von eisenlosen Konstruktionen ist das sie unbelastet praktisch absolut leichtgängig sind.
Das prädestiniert sie für Getriebenutzungen, wo kein Anlaufmoment ist kann sich durch ein Getriebe auch keins vergrössern.
Ein weiterer Vorteil ist, das es kein Eisen gibt das in die Sättigung kommen kann und das fehlende Eisen kann
auch keine Wirbelstromverluste erzeugen. Das hat zur Folge das man keine Amperegrenze kennt, ausser der
die die Wicklung schädigt.

Lassen wir den kleinen mal ein bisschen schneller drehen und gucken was dann geschieht.
Wir erhöhen die Drehzahl auf 1000 U/min was angenommene 30 Volt Abgabespannung entspricht.
Bei unterstellten maximal zulässigen 10 Watt Verlustleistung im Stator können wir dem 2,3 Ohm
Stator gut 2 A zumuten. Dabei fallen am Stator ca. 4,6 volt ab
Es bleiben ca. 25,4 Volt Abgabespannung bei 2 A, also über 50 Watt Abgabeleistung in diesem Beispiel bei 1000U/min.
Diesen kleinen Generator kann man sicher bis 2000 U/min und evtl. noch viel höher drehen lassen.
Bei 2000 U/min wären wir schon bei ca. 110 Watt Abgabeleistung.
Grüsse
Bernd