Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon Bernd » So 27. Nov 2011, 17:06

Ja das wäre auch noch eine Möglichkeit, mal schauen wie rund meine Rohr überhaupt ist.

Grüsse

Bernd
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon andreas » So 27. Nov 2011, 22:38

Hallo Bernd,

auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ich halte das Planetengetriebe als ungeeignet für eine magnetische Ausführung. Es stehen zu wenige Magnetpole "im Eingriff" für eine sinnvolle Drehmomentübertragung zur Verfügung. Die meisten Magnetpole liegen irgendwo ohne Gegenüber herum. Die hier schon mal vorgestellte Variante mit konzentrischen Magnetringen hat dagegen immer alle Pole zur Drehmomentübertragung zur Verfügung.

MfG. Andreas
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon Bernd » So 27. Nov 2011, 22:59

Ja das ist mir bewusst, deswegen will ich ja heraus finden wie hoch das übertragbare Drehmoment ist.
Dein Argument gilt aber im gleichen Maße auch für jedes Zahnradgetriebe.
Auch bei einem Zahnradgetriebe sind die die wenigsten Zähne zeitgleich im Eingriff.
Wenn wir es so sehen dürfte es nur Cyclo Getriebe geben, die von der Funktion her deiner angesprochenen Variante
eines magnetischen Getriebes ähneln. :)

Deine angesprochene Variante ist alles andere als einfach durchschaubar und nachzubauen, zumal es da durchaus
unterschiedliche Varianten des Aufbaus gibt. Dadurch sehe ich den praktischen Aufbau als schwieriger an.
Nicht wegen der Mechanik, die scheint einfach, sondern wegen des fest stehen Teils und wie dieser genau
auszusehen hat, wie er sich dimensionieren lässt, Materialbeschaffenheit etc.
Da habe ich Null Ideen wie man da überhaupt beginnen sollte.

Ein magnetisches Planetengetriebe hat einen mechanisch sehr simplen Aufbau und weisst keine Ummagnetisierungsverluste
auf wie die Variante mit dem fest stehenden, den Fluss konzentrierenden/weiterleitenden, Komponenten.
Diese möglichen Verluste sind es auch die mich skeptisch machen.

Wenn du mehr weisst wie man so ein Getriebe mit den fest stehenden Anteilen (glaube die nennen das Modulatoren)
berechnet, auslegt, bemaßt oder welche Faustregeln da gelten etc. (bitte keine Links zu theoretischen Studienarbeiten) dann
wäre das sicher eine Alternative. Derzeit wüsste ich aber nicht wie man das ganze konkret auslegt und angeht.

Grüsse

Bernd
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon andreas » Mo 28. Nov 2011, 00:34

Hallo Bernd,

wirklich praktische Erfahrungen mit solchen Getrieben gibt es wohl noch nicht. Daher findet man kaum technische Daten und auch keine kaufbaren Fertigteile dazu. Wer mal ein paar kg an Magneten übrig hat, kann ja so etwas ausprobieren, sofern er die Mechanik selber bauen kann.

MfG. Andreas
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon Bernd » So 5. Feb 2012, 10:42

Das folgende Video zeigt wie man mit einem einstufigen Planetengetriebe (magnetischen Getriebe) auf
Übersetzungen kommt die eigentlich so nicht möglich wären.
Weiterer Vorteil bezogen auf eine magnetische Kopplung der "Zahnräder" wär das diese bei dieser
Bauart trotz hoher Übersetzung vergleichsweise gross und damit haftstark ausfallen könnten, denn
je kleiner das Magnetzahnrad desto weniger "Zähne" sind gleichzeitig im Eingriff.

http://www.youtube.com/watch?feature=fv ... akeTEJlXGw

Grüsse

Bernd
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon MaRiJonas » So 5. Feb 2012, 11:55

Hallo Bernd,

die "magische" Kraft des Magnetismus und der Besitz solcher "Reichtümer" macht unglaublich kreativ, gell. Einfach toll!!!

Du kannst Deinen Kraftübertragungsversuch auch einfach linear gestalten. Das ist bedeutend einfacher:

Zwei Flacheisen mit einer kleinen Anzahl von Magneten bestücken und davor und danach auf Walzen oder Holzklötzchen lagern, in einem Abstand von 2 x Magnetdicke plus 1 Millimeter. Dann kannst Du beim Wegziehen die notwendige Kraft doch einfach messen.

Oder Du befestigst diese im Zwischenraum einer gut gelagerten Metallschublade.

Oder Du suchst Dir gleich einen "zufällig passenden" Schubladenauszug, in den Du die Magnete integrieren kannst.

Viel Erfolg

Richard
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon andreas » So 5. Feb 2012, 12:07

Hallo,

hier mal eine konkrete Zeichnung zu einem magnetischen Getriebe:

http://www.georgiikobold.de/upload/1074257_fmg_221160D.pdf

Das ist natürlich nicht auf dem Küchentisch zu bauen, denn dazu sind einige Drehteile anzufertigen.

MfG. Andreas
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon Bernd » So 5. Feb 2012, 12:08

Hallo Richard,
Magnetversuche auf einer geraden Ebene würdn aber nicht den unterschiedlichen Durchmessern der magnetbestückten Räder
im Getriebe entsprechen.
Dort hat nur ein Magnet, der "im Eingriff befindliche", volle Haftkraft und die benachbarten haben schon einen grösseren
Abstand/Luftspalt zu ihrem "Partnermagneten" auf dem anderen "Zahnrad".
Je kleiner der Durchmesser desto weniger übertragbares Drehmoment.

Einfache Versuche habe ich schon gemacht und sie waren nicht ganz so vielversprechend was das übertragbare
Drehmoment anbelangt.
Man kann die Haftkraft auch berechnen.

Grüsse

Bernd
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon Bernd » So 5. Feb 2012, 12:35

Hallo Andreas
das ist das erste magnetische marktfähige Getriebe von dem ich höre, sehr interessant.
Immerhin sind 35 Nm an der Abtriebswelle möglich, wobei man bedenken muss das es sich um
ein relativ kleines Getriebe mit 80er Rastermaß handelt.
Interessant wäre natürlich zu wissen aus was sie die "Modulatoren" herstellen, denn diese sind
ja das Bauteil das vermutlich die grössten Verluste durch Ummagnetisiserung hervorruft.
Ich vermute mal laminiertes Trafoblech.

Grüsse

Bernd
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Re: Magnetisches Getriebe selbst gebaut

Beitragvon MaRiJonas » So 5. Feb 2012, 12:52

Bernd hat geschrieben:Einfache Versuche habe ich schon gemacht und sie waren nicht ganz so vielversprechend was das übertragbare
Drehmoment anbelangt.
Man kann die Haftkraft auch berechnen.


Dann hast Du doch schon alles, was Du brauchst. Die Abstände und die daraus resultierenden Kräfte, mit einfachen Versuchen untermauert?!
Aus der Summe der die einzelnen berechneten Kräfte ergibt sich dann das übertragbare Drehmoment.

Hallo Andreas, das ist ja eine geniale Konstruktion. Ich bin begeistert, vor allem die Verwendung eines Modulators!!! Ein magnetisches Planetengetriebe mit ebenfalls fluchenten Antriebs- und Abtriebsachse.

Vielen Dank für den Link

Richard
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