Scheibengenerator "anders rum"?

Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Ekofun » Mo 2. Dez 2013, 15:01

Hallo Herbk,

Ich habe solce Ringe aus Eisendraht,1 mm dick, gemacht,und hatte nicht so große Wirbelstöme.Nur Eisendraht ist nicht wie Trafoblech,die ist aus Gußß und der ist deutlich schlechter als Trafoblech.Aber es geht und ist leicht zu machen.

Grüße

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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Ekofun » Mo 2. Dez 2013, 17:32

Hallo Herbk,

habe eine Simu gemacht von deinem Geni nach meine Vordtellung.Magnetscheibe ist in Mitte und die dreht.Rechts un Links sind zwei eisenstatoren von Draht mit spulen drauf,und ewenn fertig gegossen.Luftspalt ist 6 mm gesamt,also 2 mal 6 mm,oben und unten.

Magneten : 40 x 10 x 5 mm

Mittlere Flußdichte ist 0,33 T

So könnte das gemacht werden,denke das es noch bischen bessere Wirkung hätte,da Flußdichte größer ist.Bei Dir ist sie 0,14 T.

Wie denken Sie darüber? Hier die Simu:

Herbk.jpg
Herbk.jpg (191.71 KiB) 7021-mal betrachtet


Grüße

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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Mo 2. Dez 2013, 18:46

Hallo Ekofun,
danke für den Tip mit dem Draht, ich habe auch schon daran gedacht es so zu machen. Ich muß mal sehen welchen ich bereits lackiert bekomme, spart viel Arbeit.
Mein Favorit ist bisher lackierter Blumenbindedraht, den bekommt man günstig auf Ebay...

Ja, das ist der Geni so wie ich ihn mir vorstelle. Mit den Eisenstatoren über den Spulen braucht man aber zwischen Spulen und Eisen keinen Luftspalt mehr (denke ich zumindest), die Flußdichte wird dadurch noch etwas höher.

Ich habe weiter vorne auch schon eine solche Simu gepostet in der ich bei etwas anderen Spulenabmessungen und am Eisen anliegenden Spulen eine Flußdichte von 0,358 habe. Wenn ich die Spulenbreite auf Magnetbreite reduziere kommt sogar eine Flußdichte von 0,39x heraus (genau hab ich es nicht mehr im Kopf).
Für die Energie zeigt Femm mit den breiteren Spulen allerdings einen besseren Wert an als mit den Schmalen, weshalb ich mit so breiten Spulen experimentiere.

Ich denke wenn Du den Generator hochrechnest kommen im Verhältnis zur eingesetzten Magnetmasse recht gute Werte heraus.


Die 0,14 Tesla gelten nur für meinen Testaufbau ohne Eisenstator hinter den Spulen - und da ist es wegen der ungünstigen Form des Magnetfeldes wahrscheinlich noch deutlich weniger als Femm anzeigt.

I
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Bernd » Mo 2. Dez 2013, 19:18

Was die in Femm angezeigte Energie in Joule angeht so ist das ein Wert den es zunächst mal umzusetzen
bzw. auszunutzen gilt. Spulen werden nicht dadurch effektiver das man sie möglichst groß gestaltet.
Die Joule mit möglichst wenig Innenwiderstand der Spule(n) nutzen zu können ist das was es anzustreben gilt.
Also den "Jouleraum" mit möglichst viel nutzbringenden, niederohmigen Kupfer füllen.

Eine Spule erzeugt pro Windung eine bestimmte Spannung.
Dicht am Kern erzeugen wir diese Windung mit einem relativ kurzen Kupferdraht.
Weiter weg vom Kern erzeugt die gleiche Windung die gleiche Spannung, benötigt aber eine viel längere Drahtlänge.
Das heisst das Verhältnis -- induzierte Spannung / benötigte Drahtlänge-- wird immer ungüsntiger je weiter sich
die Windungen vom Spulenkern entfernen.


Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Ekofun » Mo 2. Dez 2013, 19:42

Hallo Herbk,

Joulwert ist in diese Simu 0,0722,in Spulenraum.Denke das Geni ca zvischen 40 und 50 Wat geben könnte bei 50 Hz.Hängt auch von Drahtqueschnitt.Natürlich bei größere Hz gibt er mehr.Aber dann sollte auch Draht dicker sein.

Eisendraht kann auch dünner sein als 1 mm,dann sind Wirbelströme noch kleiner.Ich habe dünnere damals nicht bekommen ,nur von 1 mm dicke.Und wenn die plastifiziert ist,ist noch besser.

Grüße

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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Do 5. Dez 2013, 11:34

Hallo zusammen
@ Volker und Bernd:
noch einmal zu dem Versuch mit dem Kondensator: entspricht das Ergebnis in etwa dem was Ihr auch geschätzt hättet? oder hätte bei dem Versuch auch noch was ganz anderes herauskommen müssen?
Ich muss mal sehen ob ich irgendwo ein altes Mikrofon herumliegen habe, damit müsste sich eigentlich was basteln lassen damit man den PC über die Soundkarte als Oszi verwenden kann.

Volker die 40x22er Spule habe ich gewickelt, die ist aber noch in der Trockenphase. Ich bin auf das Ergebnis gespannt, denn bei der sind dann sehr lange 2 Magnete im Joch.
Aber dass diese Spulendimensionierung in Verbindung mit einem 4 Phasigem System wirklich weniger Wiederstand bringt kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe mal ein wenig herumprobiert und bin der Meinung, dass ich, um das überlappen möglich zu machen, die Spulenschenkel mindestens um 2x die doppelte Spulendicke (also ca 12mm) länger machen müsste damit genügend Luft für das wegklappen der Köpfe da ist. Diese 12mm längeren Schenkel ergeben viel mehr zusätzlichen Wiederstand als meine breiten Spulen.
Das von mir weiter oben gepostete "erweiterte Tool" berechnet die benötigte Drahtlänge und den daraus resutierenden Wiederstand eigentlich recht genau - zumindest wenn ich mit meinen Wicklungen vergleiche.

@Bernd
Das wäre ja dann ideal, aber wie geht das bei den grossen Magnetabständen ? Die Magnetabstände sind doch aussen am Rand sehr groß?

Was meinst Du mit "wäre Ideal"? dass ein Magnet noch ein wenig im Joch ist wenn der nächste auftaucht? ich dachte es soll nur einer im Joch sein.
Der Abstand ist ja deshalb so groß, weil ich nicht die Magnetebreite sondern die mir "nutzbar" erscheinende Magnetfeldbreite als Mass für die Aufteilung und die Spulendimensionierung genommen habe - ob das sinnvoll ist ist wieder eine andere Sache... ;) - und wird sich zeigen.

Machen lässt sich das relativ einfach, man muss nur das Trapez entsprechend anpassen. Ich habe bei meinem Versuchsaufbau die Träger für die Spulen nur deshalb aus Plexi gemacht, damit ich überprüfen kann ob das was ich am PC simuliere auch tatsächlich so passiert. Ich bin gerade dabei noch Spulenträger aus Alu zu bauen, denn die Plexi sind zu weich um damit auch unter Last messen zu können, es schwingt schon beim Anschließen der LED so stark, dass die Spulen an die Magnetscheibe stoßen...
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Famzim » Do 5. Dez 2013, 17:14

Hallo Herbert

Alles was im wechselnden Magnetfelt ist, und elektrisch leitet, produziert Wirbelströme, auch Spulenträger aus Alu, wenn die drinn bleiben.

Gruß Aloys.
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Do 5. Dez 2013, 18:23

Danke für den Hinweis Aloys, dann werd' ich für den Versuchsaufbau doch Holz nehmen...

Die beiden Spulen auf dem Bild unten habe ich jetzt mit meiner schon vorhandenen verglichen:
Die Daten:
die alte (eingebaute): 330 Windungen, Schenkelbreite 13,6 bis 14,1mm, Dicke 3,2mm, 12,9 Ohm, 6,95V bei 300 U/min
die Breite vom Foto: 330 Windungen, Schenkelbreite 13,4 bis 13,9mm, Dicke 3,2mm, 12,7 Ohm, 7,10V bei 300 U/min
die Schmale vom Foto: 150 Windungen, Schenkelbreite 6,8 bis 7,1mm , Dicke 2,9mm, 6,3 Ohm, 3,68V bei 300 U/min
gemessen wurde immer vor dem Gleichrichter.

Logischerweise hab ich versucht die Spulen im gleichen Abstand zu den Magneten zu montieren, kann aber nicht sagen ob nicht doch ein kleiner Unterschied da war - bzw ich bin mir sicher, dass die bereits eingebaute im Schnitt etwas mehr Abstand hat. Sie liegt leider nicht ganz parallel zu den Magneten, so dass der Abstand innen (wo ich nicht messen kann) etwas größer ist als außen.

Die schmale Spule bringt relativ ein wenig mehr Spannung, welchen ich aber als zu klein sehe - siehe was ich oben dazu geschrieben habe.
Die beiden anderen sehe ich im Moment eigentlich als gleich, da muss ich die Montage der alten noch einmal verbessern und dann noch mal messen.
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Ekofun » Do 5. Dez 2013, 18:26

Warum sollen die drin bleiben,nach dem die Spule frertig und verklebt ist kann Spulenträger weg gehen und nur die Spule auf Rückeisen geklebt werden.Und wenn Eisendraht dünn ist sind Wirbelströme minimal.Wäre schön wenn Eisendraht 0,5 mm dick ist,dann kann man schöne Scheibe daraus machen,auf einem Körper.Dann vrkleben und spöter alles mit Harz vergiessen.Dann ist ganze genug stabiel.Natürlich ohne Körper.

Grüße

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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon vm » Do 5. Dez 2013, 18:59

Hallo Herbert

Klar das das bei deiner derzeitigen Magnetausrichtung alles nicht so richtig geht ,weil der Magnetabstand zu groß bzw. der Magnet zu schmal ist .

Du zwingst dir sozusagen selbst unnötig große Spulenköpfe ( nutzlos nur Widerstand ) und ein Spulenjoch das für einen doppelt so breiten Magnet reicht auf um die Spulenschenkel in Magnetposition zu bekommen. :(

Aber was ich eigentlich zeigen wollte, wenn du die Spulen mal runter rechnest :

330 Wind. 7,1 Volt ...........0,0215 V pro Windung

150 Wind. 3,68 Volt...........0,0245 V pro Windung also etwa 14 % mehr Spannung bei geringerer Durchschnittslänge einer Windung !


Wenn also ein Spulenschenkel nur etwa halbe Magnetbreite hat ist das Verhältnis aus Spannung und Widerstand deutlich besser.

Du benötigst natürlich doppelt so viele Spulen ;)

mfg.Volker
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