Aber erst einmal muss ich Euch einfach allen sagen, wie begeistert ich von diesem Forum bin. Obwohl ich blutiger Laie bin, was Windkraft, Generatoren, Elektro-Physik etc. angeht, interessiere ich mich seit ~ 1-2 Jahren für alle möglichen Arten von alternativen Energieerzeugungen.
Mir ist aber noch kein Forum untergekommen, wo so begeistert, so intensiv und innovativ gearbeitet wird - und wo man vor allem seine Erkenntnisse mit anderen auch teilt.... viele Entwickler/ Erfinder von denen ich was gelesen habe, sitzen auf ihren Ideen, wie auf einem "Nibelungen-Schatz" und würden den auch lieber versenken, als etwas mit anderen zu teilen ...

Bei meinen Recherchen bin ich natürlich auch auf den den eisenlosen Scheibenläufer von Walter Thurner gestoßen (wobei sein Begriff Unipolarmaschine sehr unglücklich gewählt ist).
In seiner Patentschrift schreibt er, dass: " Der Wirkungsgrad kann erhöht werden, wenn die Schleife der Erregerwicklung der gegenüberliegenden freien Seite einer 2. Erregerwicklung so angeordnet wird, daß der Reitermagnet immer von allen Seiten
mit der Erregerwicklung eingeschlossen ist. "
M.E. heißt dies mit meinem Laien-Verstand, dass einfach eine zweite, entgegengesetzte durchgängige Schleifenwicklung angebracht wird, die auch entsprechend entgegengesetzten Strom liefern müßte .... oder??
Hier tritt bei mir Verwirrung ein, weil Bernd keine durchgängige gewickelte Spule angebracht hat, sondern einzelne, verschaltete Spulen (keine Ahnung, was dies für Unterschiede ausmacht).
Aber wie der Walter Thurner mit diesen beiden gefaltetetn Spulen Gleichstrom erzeugen will, kann ich so auch nicht nachvollziehen.
Vielleicht hat er ja gedacht, dass immer dann, wenn bei abwechselnden umgekehrten Wicklungen an einer Wicklung mit dem Nord-Pol Strom erzeugt wird, der Süd-Pol gerade bei der anderen Wicklung ist, die ja umgekehrt gewickelt ist und dadurch einen Strom in gleicher Richtung erzeugt ....... ??? Uffff


Eine Lösung für Gleichstrom-Scheibenläufer hätte ich aber dennoch anzubieten:
* Die Rotor-Magnete werden gedreht, so dass Nord und Südpol auf und unter der Rotor-Scheibe sind (sorry für meine unfachlichen ausdrücke -
kapiere einfach nicht, was radial, axial, tangential etc. ist ...

* Keine gefalteten Spulen, sondern "einfache" Luftspulen zu beiden Seiten des Rotors, die jedoch abwechselnd umgekehrt gewickelt sind.
* auf der Gegenseite des Rotors das Gleiche. Die Spulen, die zu beiden Seiten des Rotors genau gegenüber liegen, müßten auch wieder
entgegengesetzt gewickelt sein.
* Verschaltung jeweils der gleich gewickelten Spulen einer Seite zusammen mit der "Partnerspule" auf der anderen Seite des Rotors.
Man müßte somit zwei getrennte Stromkreise erhalten mit Gleichstrom, denn eine Rotorseite würde in jeweils einem der Stromkreise immer nur Strom in die gleiche Richtung produzieren. Da der entgegengesetzte Magnetpol auf der anderen Seite der Rotors auf eine umgekehrt gewickelte Spule träfe, würde auch hier Strom in die gleiche Richtung produziert. Wichtig wäre also nur, dass die sich abwechselnden Spulen beim Rotorlauf zu 2 getrennten Stromkreisläufen gehören müssen.
vielleicht hat Herr Thurner ja so etwas im Sinn gehabt - das krieg ich aber ehrlich gesagt nicht mehr mit den gefalteten Spulen zusammen - da setzt mein Kopf aus ... bzw. da ist jetzt genuch gefaltet und gewunden

so .... ich hoffe, Ihr könnt meine Ausführungen irgendwie verstehen - und es ist nicht alles völlig abwegig.
herzliche Grüße
Stefan