Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 10:19

Andreas wieso erwartest du einen linearen Zusammenhang ?
Ekofun hatte die Magnete "gestapelt" übereinandner gelegt. (Zumindest habe ich es so verstanden)
Er wollte ja den Zusammenhang der Dimensionsverhältnisse eines Magneten ergründen.
Beim Stapeln ergibt eine doppelte Magnetedicke aber nicht den doppelten Fluss.
Wie kann es trotzdem sein das nur 50% mehr Magnetmasse 70% mehr Hebeleistung erzeugen ?

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » So 9. Okt 2011, 11:05

Hallo,

Der Shimano DH-3N20 ist zerlegt, dazu folgende Infos:
- die Klauen des Rotors sind fein übergeschliffen um einen Zylinder zu bekommen
- der Luftspalt zwischen Klaue und Magnet ist 0,35mm, also recht eng.
- es ist noch Raum vorhanden um mehr Wicklungen aufzubringen.
- das Problem: nach dem Zerlegen des Rotors und dem erneuten Zusammenbau muss wieder geschliffen werden.
- die Mechanik ist also sehr präzise ausgeführt und ohne entsprechenden Maschinenpark nicht zu realisieren.
- das eine Ende der Spule ist isoliert herausgeführt, während das andere Ende der Spule eine Verbindung zu den Klauen und der Welle hat. Könnte das der Grund für den "Knik" sein ? :?: :?
Die Drehrichtung des Geni ist mit einem Pfeil auf dem Gehäuse markiert.

Ich warte noch auf Material für das neue Gehäuse, das dann mit den Streichholzmagneten bestückt werden soll. Der Luftspalt zwischen Klaue und Magnet wird auf Grund der Rohrabmessung grössere ausfallen, ca. 0,80mm.

Grüsse und einen geruhsamen Sonntag
Manfred
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » So 9. Okt 2011, 11:14

Hallo Andreas,Bernd,

Antwort kommt,muß noch was erledigen,werde auch Bild schicken,glaube das viele Faktoren da eine Rolle spielen,bis Spöter.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 9. Okt 2011, 11:41

Hallo Bernd,

die Magnetmasse nimmt linear zu, daher erwarte ich auch eine ebenso ansteigende Haltekraft. Die Verbindung zwischen den Magneten spielt dabei eine Rolle, ebenso deren Beschichtung und Oberfläche. Dass die Kurve unten herum nicht ganz glatt verläuft, kann auch mit dem Raster der Belastung zu tun haben. Ekofun verwendet recht große Teile als Last, die aufgrund der geringen Anzahl zu Anfang eine grobe Treppe ergeben. Dort sind also Abweichungen bis zu 25 % normal. Mit steigender Magnetanzahl und steigender Last wird die Genauigkeit besser.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 16:07

die Magnetmasse nimmt linear zu, daher erwarte ich auch eine ebenso ansteigende Haltekraft.

Das würde vielleicht gelten wenn man alle Magnete nebeneinander auf das Trafoblech legen würde.
So wie ich ihn verstanden habe hatte er die Magneten aber gestapelt verwendet.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 16:16

die Klauen des Rotors sind fein übergeschliffen um einen Zylinder zu bekommen

Erstaunlich, dann haben die schon eine Detailverbesserung einfliessen lassen denn mein typengleicher besitzt
diese Verbesserung noch nicht.
das eine Ende der Spule ist isoliert herausgeführt, während das andere Ende der Spule eine Verbindung zu den Klauen und der Welle hat.
Könnte das der Grund für den "Knik" sein ?

Nein ich denke das ist nur der typischen Fahrradkonstruktion geschuldet bei der der Rahmen als Leiter benutzt wird.
Die Drehrichtung des Geni ist mit einem Pfeil auf dem Gehäuse markiert.

Elektrisch betrachtet ist die Drehrichtung völlig egal. Mechanisch betrachtet soll die Beachtung der Drehrichtung wohl dazu
dienen ein Losdrehen der Mutter auf der Achse zu verhindern in dem man die Drehrichtung so vorgibt das sich die Mutter bei
einer sich lockernden Verbindung quasi von selber wieder festzieht bzw. zumindest eine weitere Lockerung nicht aktiv
unterstützt wird.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » So 9. Okt 2011, 16:42

Hallo,

wegen bessere Übersicht alles noch mal.

1 Mag. = 4 Bleche = 36gr........H/D = 0,189
2 Mag. = 10 Bleche = 90gr.......H/D = 0,379
3 Mag. = 17 Bleche = 163gr......H/D = 0,569
4 Mag. = 26 Bleche = 243gr......H/D = 0,758
5 Mag. = 32 Bleche = 306gr......H/D = 0,948

Folgendes habe beobachtet: Anziehungkraft ist stärker wenn Volumen der angezogenen Material größer ist.Weiterhin ist nicht gleich mit welchen Material Test gemacht wird,mit normale Eisen,Messern,Feillen ect sind Ergebnisse schwächer und unter sich verschidenen.Mit E-Blech sind die am besten,so werde sagen für Klauengenis nur mit E-Blech(Trafo)arbeiten.

Anzichungskraft auf diese Weise ist gutmuss aber plane Fläche sein und abheben genau senkrecht nach oben(90 Grad) sonst kann er nicht heben.

Bei Genis ist das ganz anderes,die haben Luftspalt und ständige ummagnetisierung da sind Verluste die zimlich groß sein können und Induktion ist dem entsprähend kleiner.So erklähre mir das wir vom Magnet ca 20 bis 40% Wirkung haben,eben wegen Luftspalt,ummagnetisierung und Kupferwiederstand.

So hänge Bild vom Test.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 17:14

Das Ergebnis ist mir unerklärlich.
Es widerspricht allem was ich bislang über die Steigerung des magnetischen Flusses gelernt habe.

Beispiel:
Zwei Magnete stehen sich in einem definierten Abstand gegenüber, wie z.B. im einem eisenlosen Generator.
Verdoppelt man die Höhe der beiden Magneten bei gleich bleibenden Luftspaltmaß dann erhält man längst
nicht den doppelten magnetischen Fluss sondern weit weniger.

Bei Ekofuns Experiment ist es genau umgekehrt. 100% mehr Magnet ergibt sogar 150% mehr Haftkraft.
Wie lässt sich das logisch begründen ?
Wie lässt sich überhaupt logisch begründen das das Experiment anders verläuft als es die Höhe des Flusses in
meinem Generator Beispiel macht ?
Welche Rückschlüsse lässt dieses Experiment zu ? Ist Haftkraft vielleicht überhaupt nicht mit der Höhe des
magnetischen Flusses zu vergleichen ? Steht das in gar keiner Beziehung zueinander ? Vermutlich ist das die Lösung.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 9. Okt 2011, 17:35

Hallo Bernd,

die Begründung habe ich oben schon benannt: Durch die immer gleich großen Blechstücke tritt eine Digitalisierung der Werte auf. Speziell bei wenigen Blechen, also bei wenigen Magneten, ist dieser Digitalisierungsfehler besonders groß. Von daher scheint dort eine überproportionale Kraftzunahme aufzutreten, die aber in Wahrheit nur ein völlig normaler, systembedingter Messfehler ist. Nochmal die Tabelle mit den letzten Werten:

Haltekraft5.png
Haltekraft5.png (3.73 KiB) 4983-mal betrachtet

Wenn Du magst, kann ich Dir auch mit zwei Kurven darstellen, wie dieser Messfehler entsteht. Anhand der obigen Kurve kannst Du aber ansonsten die wirklich lineare Zunahme einwandfrei erkennen.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 9. Okt 2011, 17:40

Nein du verstehst mich falsch.
Mir gehts es nicht darum die Messergebnisse oder deren Genauigkeit zu bezweifeln.
Meine Frage ist nicht primär wieso aus 50% 70% werden, sondern wieso überhaupt
ein so ausgeprägter Anstieg erfolgt. Beim magnetischen Fluss ist es ja nunmal definitiv nicht so das
Magnetmasse und Flusshöhe linear proportional verlaufen würden. Oder gilt das nur nicht für die Verhältnisse
in einem Luftspalt ?
Hat die Höhe der Haftkraft überhaupt nichts mit der Höhe des magnetischen Flusses zu tun ?

Nebenbei kann der von Dir beschriebene Effekt aber auch nicht wirklich ein "Digitalisierungsfehler bei kleinen Messwerten" sein denn selbst
wenn Ekofun mit einem Magneten nicht nur 4 sondern gleich 5 Bleche gehoben hätte (also 25% mehr) dann würde 5 x 5 (bei 5 Magneten)
immer noch keine 32 ergeben und bei nur 3 Blechen mit einem Magneten kämen wir sogar nur auf 3 x 5 = 15 Bleche die es dann mit
5 Magneten sein müssten, es waren aber 32. :)
Die Haftkraft steigt also über die gesamte Messung (!) deutlich überpropotional zur Erhöhung der Magnetmasse an !
DAFÜR suche ich eine Erklärung.

Grüsse

Bernd
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