Bau eines eisenlosen Generators

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon miniwindi » So 17. Jan 2010, 13:41

Hallo,
die Spannung ist proportional zur Anzahl der Windungen (solange die anderen Randbedingungen wie Magnetfeld, Lage, usw. identisch sind).
Sauberes Wickeln bedeutet je nach Anzahl Windungen evt. ein paar Windungen mehr, somit mehr Spannung, somit mehr Leistung.
Viele Grüße Herbert
miniwindi
 
Beiträge: 529
Registriert: Fr 19. Jun 2009, 17:50
Wohnort: Niedersachsen

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon klingei » Mo 18. Jan 2010, 18:16

Hallo Allerseits

Ich hab ein kleines Problem mit den Grundlagen der Elektrotechnik :D . Ich hab heute mal so eine Spule bestromt. Es hat sich wie erwartet ein Magnetfeld aufgebaut und die Magneten haben die Spule einmal angezogen und einmal abgestoßen (war Gleichstrom). Die Kraft, mit der sich die Spule vom Magneten wegdrückt, müsste man doch eigentlich mit der Formel F=B*L*I berechnen können. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so stimmt, denn die Stärke der Magneten wird wohl auch noch einen Einfluss auf die Abstoßung bzw. Anziehung haben.
Mein wirkliches Problem kommt aber erst mit der Spannung. Welchen Einfluss hat die Spannung auf den Motorbetrieb? Denn nach der Formel wäre das ganze ja nur vom Strom abhängig und das ist irgendwie nicht ganz möglich. Ich könnte ja dann ohne eine Leistung zuführen zu müssen einen Motor laufen lassen. Wird so wohl nicht ganz Funktionieren.

Gruß Klingei
klingei
 
Beiträge: 197
Registriert: Di 16. Jun 2009, 21:54

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon Bernd » Mo 18. Jan 2010, 18:39

Kein Strom ohne Spannung. Das heisst je höher du die Spannung machst, desto stärkerer Strom wird fliessen.
Ich finde folgendes Beispiel ganz gut um sich die Abhängigkeiten zu verdeutlichen:
Der Widerstand entspricht der Breite und Tiefe eines Flusses, die Spannung dem Gefälle und die Wassermenge dem Strom.
Je schmäler und flacher der Fluss ist, desto grösser muss das Gefälle werden damit die gleiche Menge
Wasser (Strom) hinduch fliesst. Je breiter und tiefer der Fluss ist umso geringer kann das Gefälle für die gleiche
Wassermenge (Strom) ausfallen.

Die Spannung (Gefälle) ist also für die Höhe des Stroms bei gleichbleibenden Widerstand verantwortlich.
Mit anderen Worten je höher du die Spannung aufdrehst, umso mehr Strom fliesst durch die Spulen und
umso höher ist die Leistungsaufnahme (Spannung mal Strom) sowie auch die Kraft die von der Spule ausgeht.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon klingei » Mo 18. Jan 2010, 23:16

Bernd, deine Antwort schein mir irgendwie einleuchtend. Also war ich doch richtig, dass nur der Strom der ausschlaggebende Faktor ist.
Aber das würde auch bedeuten, dass ein extrem niedohmiger Generator die selbe Leistung bei viel weniger Spannung bringt, wenn der gleiche Strom fließen würde. Oder liegt her der Denkfehler begraben?

Gruß Klingei
klingei
 
Beiträge: 197
Registriert: Di 16. Jun 2009, 21:54

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon Bernd » Mo 18. Jan 2010, 23:22

Nicht der gleiche Strom sondern ein höherer.
Die Leistung errechnet sich aus Spannung mal Strom.
5 Volt und 100 Ampere ergeben also das gleiche wie 500 Volt und 1 Ampere.

Allerdings sind hohe Spannungen und geringe Ströme besser um Verluste gering zu halten.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon klingei » Mo 18. Jan 2010, 23:28

ja dan muss die Spannung ja doch eine Einfluss haben. Ich weiß dass sich das mit den Leistungen sonst nicht ausged.
Ich weis nur noch nicht, welche Größe sich ändert, wenn der Strom gleich bleibt.
Doppelte Spannung bei gleichem Strom bedeutet doch auch doppelte Leistung

Gruß Klingei
klingei
 
Beiträge: 197
Registriert: Di 16. Jun 2009, 21:54

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon Bernd » Mo 18. Jan 2010, 23:43

Doppelte Spannung bei gleichem Strom bedeutet doch auch doppelte Leistung

In einem normalen Stromkreis geht das so nicht, denn doppelte Spannung würde dann (bei gleich
bleibenden Widerstand im Stromkreis) auch den doppelten Strom bedeuten (und die 4 fache Leistung).

Wenn du an eine Spule die doppelte Spannung legst, fliesst der doppelte Strom.
(Induktive Einflüsse mal aussen vor gelassen)

Worauf willst du denn hinaus ? Kann da nicht so ganz folgen.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon Winnie- » Di 19. Jan 2010, 11:02

Moin Leute,
vielleicht wird es anschaulicher wenn wir sagen:
U = R * I
aufgelöst nach I also I = U / R
das eingesetzt in die normale Leistungsgleichung P = U * I ergibt:
P = U^2 / R
daraus folgt natürlich das doppelte Spannung 4 fache Leistung entspricht
anders aufgelöst also U in der Leistungsgleichung ersetzt ergibt:
P = I^2 * R
also auch hier... doppelter Strom 4 fache Leistung.
(Vorrausgesetzt Widerstand bleibt gleich was normal nicht der Fall ist aber zumindest näherungsweise!)
Vielleicht hilfts ja beim Verständniss @klingei
Grüße Winnie-
Winnie-
 
Beiträge: 10
Registriert: Di 19. Jan 2010, 10:54

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon klingei » Di 19. Jan 2010, 15:49

Vielen Dank

Ich hatte natürlich einen totalen Denkfehler :D

Manchmal scheitert man an den einfachen und banalen Dingen, nicht an den großen Herausforderungen :D

Gruß Klingei
Zuletzt geändert von klingei am Di 19. Jan 2010, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
klingei
 
Beiträge: 197
Registriert: Di 16. Jun 2009, 21:54

Re: Bau eines eisenlosen Generators

Beitragvon Bernd » Di 19. Jan 2010, 19:37

Hallo Winnie und herzlich willkommen hier bei uns im Forum !

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

VorherigeNächste

Zurück zu Generatoren



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste