Hallo Max, der Nabendynamo liefert aber pro 100 U/min unglaubliche ca. 25V Spitze und ca. 18V effektiv
und nicht 1V wie der Scooter Motor. Ja ich habe mich nicht verschrieben, es sind ca. 18V eff. bei 100 U/min,
natürlich Leerlaufspannung. Erst diese Eigenschaft, die man bei solch einem "Dynamo" niemals
vermuten würde, macht es möglich schon bei 30 U/min völlig ohne Getriebe mit einer einfachen Dioden
Verdopplerschaltung einen 12V Akku laden zu können. Ich finde diesen Vorteil exorbitant.
Ohne Getriebe wäre der Scootermotor für einen Savonius oder C- Rotor tatsächlich völlig nutzlos.
Um ähnlich hohe Spannungen zu erhalten müsste der Scootermotor über ein ca. 1:20 Getriebe angesteuert
werden, was das Anlaufdrehmoment leider auch um das 20 fache anwachsen liesse. Der Scootermotor
hätte allerdings den Vorteil einer wesentlich höheren max. Leistungsabgabe, allerdings bringt das nicht
so viel bei einem 1/4 m² Windrad, das bewusst auf die Nutzung geringer Windstärken getrimmt wurde..
Es ist halt immer von den zur Verfügung stehenden Drehzahlen und Leistungen abhängig welche Generatorbauform
gut zu einem Rotor passt. Das Windrad mit dem Nabendynamo ist ganz bewusst als einfach zu bauendes
Einsteigerwindrad ausgelegt. Wer deutlich mehr an Leistung aus seinem sehr langsam drehenden Rotor
ernten möchte und dafür einen einfachen, relativ günstigen Generator sucht, der sollte mal einen Blick auf
den folgenden Bericht werfen. Dort zeigt sich das die Einschätzung, zu der man ohne wirkliche Messungen
nur aus dem Bauch heraus im Kleinwindforum gelangt ist, unter Umständen deutlich korrigiert werden muss.
http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=8&t=156Ich gebe Dir recht das sich ein einfacher Rohrflügler vermutlich einfacher und auch schneller bauen lässt
als ein Vertikalrotor mit durchströmten Profil, allerdings ist die einfache Bauart nicht unbedingt die einzige
treibende Kraft unseres Interesses an diese Rotorbauform.
Die Idee die Teile für einen C- Rotor evtl. professionell anfertigen zu lassen finde ich gut. Evtl. überschätzt
man die Kosten für bestimmte Lohnarbeiten und würde bei entsprechender Vergabe deutlich hochwertigere Teile
erhalten als man sie selbst je erstellen könnte. Ich denke da insbesondere an die Formung der Leitfläche, denn
ab ca. 1mm Alublechdicke ist das schwer selber sauber zu bewerkstelligen.
P.S. noch etwas zu deinem Wunsch einen Scheibengenerator zu bauen.
Max, ich bin der festen Überzeugung das die Positionierung der Magnete, so das sich jeweils Nordpol über dem
einen Spulenschenkel und der Südpol über dem anderen Spulenschenkel befindet, gegenüber der "bisherigen" Anordnung
bei der immer nur ein Magnetpol über einem Spulenschenkel steht, und der andere Magnetpol den anderen
Spulenschenkel nur gerade eben noch berührt, sehr deutliche ernergetische Vorteile bringt. Ich werde das im
Kleinwindforum nicht mehr kund tun, da man uns dort raus geekelt hat, ich wollte dir meine Einschätzung aber
nicht vorenthalten.
Der von Dir angesprochene Step up Wandler klingt sehr interssant, vielleicht findest du den Link noch mal wieder.
Grüsse
Bernd