Hallo Manfred, wenn du zwei dieser Generatoren auf einer Achse anordnest verdoppelt sich
naturgemäß die Leistung, es arbeiten eben zwei Generatoren parallel und daher entsteht 2 x die Leistung
eines einzelnen. Wenn du aber die gleiche Menge an Bauteilen, also die doppelte Anzahl an Magneten
und Spulen eines einzelnen in einem einzigen Generator mit DOPPELTEN DURCHMESSER montierst, dann entsteht
sogar die 4 fache Leistung ! Der Grund ist die höhere Umfangsgeschwindigkeit der Magnete bei doppelten
Durchmesser.
Eine Spule "aus einem Stück" ist auch möglich, bietet aber zumindest elektrisch keine signifikanten Vorteile.
Eine weitere Möglichkeit mehr heraus zu holen ist den verbleibenden ungenutzten Raum zwischen den
spulen, da wo jetzt Luft ist, durch weitere Spulen zu nutzen, die die vorhandenen Spulen dann überlappen.
Daurch kann man die Leistung nahezu verdoppeln. Mechanisch ist diese zusätzliche, die vorhandenen Spule
überlappenden neue Spule, natürlich nicht ganz einfach. Aber du suchst ja Herausforderungen.

Ein "Leichtlaufgenerator" bleibt ein eisenloser Generator glücklicherweise immer, egal wie gross
er gebaut ist. Das ist einer der grossen Vorteile dieser Bauart. Auch einen eisenlosen 10 KW Generator dreht
man mit dem kleinen Finger. Einen gleich leistungsfähigen Permanentmagnet bestückten eisenbehafteten
Generator muss man schon mit einer Rohrzange an seiner Welle drehen.
Die Leistungsfähigkeit deines Generators ist abhängig von seinem Innenwiderstand und der erzeugten
Spannung. Das heisst je kleiner der Innenwiderstand ausfällt und je höher die erzeugte Spannung ist,
desto grösser ist die erzeugte Leistung. Je schneller du den Generator drehst, desto höher wird die
erzeugte Spannung ausfallen. Die obere Grenze der abgegebenen Leistung wird dabei durch die
Strombelastbarkeit der Spulen definiert. Das heisst sie schmoren schlichtweg irgendwann durch.
Da die Leistung aber ein Produkt aus Strom und Spannung ist, kann man die Leistung auch durch
weitere Spannungserhöhung bei gleichbleibenden Strom steigern.
Die Strombelastbarkeit ist beim eisenlosen Ringgenerator prinziptbedingt durch die perfekte Kühlung
der Spulen recht hoch.
Den Innenwiderstand deiner Spulen können wir messen, aber an einer einzelnen Spule fällt das
aufgrund des geringen Wertes sehr schwer, das geht besser am fertig verschalteten Generator.
Stichwort Verschaltung, es sei nochmal erwähnt das 3 Phasen Generatoren ruhiger und ruckelfreier
laufen.
Den Innenwiderstand deiner Spule kann man auch sehr gut über die Drahtlänge bestimmen.
Dazu ist notwendig die Dicke des Kupferdrahtes OHNE Lackschicht zu kennen. Er könnte bei deinem
0,75mm Draht bei 0,7mm liegen.
0,7mm Durchmesser entspricht 0,35² * 3,14159 ~ 0,385 mm² Querschnitt.
Der Widerstand deiner 3m Spule beträgt also : (3m * 0.0178) / 0,385 = 0,1387 Ohm
12 Stück deiner 3m Spulen in Reihe hätten also 12 * 0,1387 = 1,66 Ohm.
1,66 Ohm ist ein mittelmäßiger bis guter Wert für einen kleinen eisenlosen 12 Volt Generator.
Bei 24 Volt Nutzung wäre es schon ein recht guter Wert.
Mein Testgenerator hatte ca. 3 Ohm, wobei weniger ja besser ist.
Allerdings bringt mein Testgenerator mehr Spannung pro Umdrehung, daher resultiert dessen höherer
Widerstand.
Mit den unterstellten 1,66 Ohm deines Generators sind bei 50% Wirkungsgrad gut 20 Watt Abgabeleistung
bei 12 Volt möglich. Der Wirkungsgrad steigt bei geringeren Abgabeleistungen deutlich an und kann durchaus
über 95 % erreichen. Bei höheren Spannungen steigt die mögliche Leistung deutlich an.
Grüsse
Bernd