Beim Nabendynamo ist der Strom bauartbedingt auf ca. 0,6 A begrenzt. Wenn man einen 12V
Akku anschliesst, dann bedeutet das ca. 7W die man dem Akku zuführen kann. Ganz genau
gemessen hab ich es noch nicht.
Die Idee die sehr geringe Spannung die wir beim Direktantrieb des Scootermotors erhalten würden,
mit einem Wandler hoch zu setzen ist an sich gut. Das Problem wird dann aber sein, das der
Scootermotor bei so geringen Drehzahlen auch nur sehr wenig Leistung abgeben kann. Vereinfacht
beträgt die Leistung dem Faktor aus Nutz- und Nenndrehzahl. Wenn der Scootermotor also eine
Nenndrehzahl von 2800 U/min hat, dann beträgt die erzeugte Leistung bei 100U/min nur ein 28tel
der Nennleistung. Tatsächlich ist die Leistung sogar noch geringer, denn ein Motor als Generator
eingesetzt liefert bei Nenndrehzahl eine geringere Nennleistung als auf dem Typenschild steht. So
dürfte der Scootermtoor ca. ein 50tel der aufgedruckten Nennleistung bei 100U/min abgeben können.
Dann kommt noch hinzu das die Leistungskurve bei sehr geringen Drehzahlen nicht gerade verläuft.
Das dürfte die mögliche Leistungsabgabe bei nur 100 U/min weiter drücken. Ich schätze das ein
250 Watt Scootermotor bei 100 U/min auch kaum mehr Leistung abgeben kann als der Nabendynamo,
evtl. sogar weniger, das müsste man ausprobieren.
Bei höheren Drehzahlen verbessert sich dann das Verhältnis zu Gunsten des Scootermotors.
Der Nabendynamo hat übrigens ca. 2 Ohm Innenwiderstand, den des Scootermotors kenne ich
noch nicht, aber ich habe etliche hier rumliegen und werde die mal vermessen. (Stammen aus einem
früheren Projekt eines automatischen Rasenmähers)

Positiv wäre das geringere Anlaufmoment zu werten, allerdings würden 0,3V auch erst bei 30 U/min
anstehen, was dann genau wie bei Nabendynamo, der früheste Ladebeginn wäre. Ich werde meine
Scootermotoren mal ausgraben und untersuchen. Du hast mich neugierig gemacht Max.

Braucht dieser Wandler nicht auch selber eine Versorgungsspannung ? Ich meine ist
es nicht so, das er sagen wir mal mit 12V versorgt wird und dann an seinem Eingang ab 0,3V
die Spannung hochtransformieren kann oder kann er sich selbst aus den 0,3V versorgen, was
ich sehr ungewöhnlich fände ? Welchen Eigenverbrauch hat so ein Wandler ?
keine komplizierten Verschaltungen und gleichrichtungen notwendig
Eine Gleichrichtung ist auch mit dem Scootermotor notwenidig und einfacher als bei der von mir genutzten
Verdopplerschaltung geht es nicht. Der sonst immer übliche Brückengleichrichter ist durchaus "komplizierter".
Nur der Name "Verdopplerschaltung" suggeriert etwas kompliziertes, tatsächlich besteht die ganze
Schaltung lediglich aus zwei Dioden, sonst nichts.
Zu dem Scheibengenerator:
Wenn es vielleicht nicht ganz 100% klappt das die beiden Magneten jeweils über den Schenkel stehen, dann
ist das sicher auch nicht so dramatisch, aber man sollte das schon anstreben. Überhaupt ist die "klassische"
Methode mit einzelnen Spulen nach meiner Meinung sicher nicht die effektivste. In dem zweiten Bild von
Tobi in dem Thread zeigt er eine Wickelvariante, mit der man sehr viel mehr Kupfer im Magnetspalt
unterbringen kann, denn letztendlich zählt für die Leistung nur wieiviel Kupfer du dort hinein bekommst.
Aus welchen Faktoren (Spannung und Strom) sich die erzeugte Leistung zusammen setzt, regelt man dann
über die Anzahl der Windungen und deren Querschnitt.
Die vielen Spulenlöcher bei der klassischen Methode mit einzelnen Spulen können nach meiner Einschätzung
energetisch niemals förderlich sein. Schaut man in einen industriellen Motor, da ist alles mit Kupfer zugewickelt
bis zum geht nicht mehr, da gibts nie einen Aufbau mit Löchern über die der Magent nutzlos drüber rotiert.
Außerdem kann man nach Tobis Methode einen perfekten 120 Grad Versatz zwischen den Phasen erreichen.
Einen Versuch wären auch mal Spulen wert, bei denen praktisch kein Spulenloch vorhanden ist und
die Spulenschenkel quasi direkt nebeneinander liegen. So wie ich es verstehe entsteht nämlich die
Leistung hauptsächlich wenn die Magnete über die Spulenschenkel streifen und weit weniger wenn ein Magnet
das Spulenloch überstreicht. Hmm... wäre echt einen Versuch wert.
Den Phasenversatz bekommt man aber vermutlich am leichtesten nach Tobis Methode hin.
Grüsse
Bernd