Wenn die zwei kurze verbunden Spulen jeweils Strom und Gegenstrom induzieren, dann muß wohl Ausgleichsstrom an der (virtuellen) Anschlußstelle fließen
Strom kann nur fliessen wenn ein Stromkreis geschlossen wird, daran ändern auch gegensätzliche, sich aufhebende
Induktionsspannungen nichts.
Ein Beispiel:
Verbinde zwei Mignonbatterien so das der Pluspol der einen Batterie auf dem Minuspol der nächsten Batterie liegt.
An den entstehenden Polen der in Reihe geschalteten beiden Mignonzellen kannst du ca. 3 Volt messen.
Das ganze entspricht einer Spule mit korrekter Induktion bei der sich die Spannungen der einzelnen
Spulenwindungen gegenseitig ergänzen.
Jetzt verbinde die beiden Mignonbatterien so das entweder Plus mit Plus ODER Minus mit Minus verbunden wird.
Wenn du ein Voltmeter an den verblieben Polen anschliesst wirst du feststellen das du nichts feststellst.
Die Spannungen heben sich gegenseitig auf aber es fliesst natürlich kein Strom.
Jetzt schliesse die beiden verblieben Pole kurz oder schliesse einen Verbraucher an.
Du würdest jetzt Ausgleichsströme vermuten, wenn ich dich recht verstanden habe sogar ohne angeschlosene Last
aber ob Last oder nicht ist auch egal. Die Spannungen heben sich gegenseitig auf, mehr nicht.
Es fliesst kein Strom, es entsteht auch keine Leistung, auch keine Verlustleistung.
Das gleiche geschieht in einer Spule wenn in Teilen der Spule gegensätzliche Spannungen induziert werden.
Nochmal zu deiner Grafik.
Deine eingezeichneten Drehstromspulen sind viel zu klein im Verhältnis zum Magneten.
Es geht ja darum ein Wechselfeld im Kern der Spule zu erzeugen und das so häufig wie möglich.
Dadurch das deine Magneten viel grösser sind als die Spulen ergibt sich zeitlich gesehen viel zu selten ein Polwechsel
innerhalb der einzelnen kleinen Drehstromspulen.
Spulengrösse und Magnetgrösse sind nicht beliebig kombinierbar sondern müssen von den Dimensionen passen.
Grüsse
Bernd