Wenn z.B. Geni bei 5 KW und 300 U/min ein Drehmoment von 95 Nm braucht dann ist es nur 95 Nm ohne Übersezung,
aber wenn ich habe Übersezung 1:3 dann braucht Geni 3 * 95 Nm für gleiche Leistung.
Bitte ??? Ist das jetzt auch wieder ein Missverständnis?
Das würde ja bedeuten man müsste die dreifache mechanische Leistung zuführen, nur weil man ein 1:3 Getriebe nutzt.
Tatsächlich bleiben die Werte für Drehmoment und Drehzahl und somit auch für die nötige mechanische Leistung am Getriebeeingang natürlich die gleichen wie ohne Getriebe.
Die nötige zugeführte Leistung als auch dessen Verhältnis aus Drehzahl und Drehmoment bleibt nach einer Über- oder Untersetzung selbstverständlich immer das gleiche,
mit Abzug überschaubarer mechanischer Verluste innerhalb der Übersetzung.
Eine Übersetzung "frisst" daher auch keine Leistung, zumindest keine nennenswerte.
Ich staune echt was hier alles so behauptet wird.
Also mal wieder Grundlagen:Eine an einer Welle anliegende mechanische Leistung setzt sich aus zwei Anteilen zusammen, dem Drehmoment das auf die Welle einwirkt und sie in Drehung versetzt
und der Drehzahl der Welle.
Sinkt das antreibende Drehmoment z.B. um 50% ab sinkt auch die mechanische Leistung an der Welle um 50%.
Sinkt die Drehzahl um 50% sinkt ebenfalls die mechanische Leistung an der Welle um 50%.
Das gleiche gilt sinngemäß wenn sich Drehmoment oder Drehzahl oder beides erhöhen.
Sinkt das Drehmoment um 50% und die Drehzahl steigt gleichzeitig um 50% an bleibt die mechanische Leistung genau die gleiche! Das ist wichtig zu beachten !
Was geschieht wenn man ein 1:3 Getriebe vor einen Generator schaltet ?
Wenn die Drehzahl durch das Getriebe Richtung Generator verdreifacht wird, sinkt dadurch das hinter dem Getriebe zur Verfügung stehende Drehmoment auf ein drittel.
Gleichzeitig steigt die Drehzahl am Getriebeausgang aber auch auf das dreifache an und deswegen bleibt die mechanisch Leistung selbstverständlich vor und hinter dem Getriebe die gleiche !!
Ein Getriebe ändert nur das Verhältnis aus Drehmoment und Drehzahl zwischen Getriebe Ein- und Ausgang, mehr nicht, so wie es ein Trafo mit der Spannung und den Strom macht.
Bis auf die geringen inneren Verluste ist die mechanische Leistung auf beiden Seiten des Getriebes die gleiche!
Man kann durch ein Getriebe weder Leistung weg- noch hervorzaubern.
In einem Getriebe entstehen je nach seinem Aufbau mehr oder minder hohe mechanische Verluste meist durch Reibung.
Das ganze bewegt sich meist weit unter 10%, teilweise nur wenige Prozentpunkte, ist auch abhängig von der Leistung die übertragen wird.
Seit ihr im Leben schon mal Fahrrad gefahren? Ging beim Strampeln soviel Energie verloren weil es die Kette gibt ?
Die Übersetzung des Kettenantriebes "frisst" nur ganz wenig von eurer Antriebsleistung.
Ohne dieses Kettengetriebe müsstet ihr alle Hochrad fahren.

Ob man eine Getriebe einsetzen will um den Generator evtl. um ein mehrfaches günstiger herstellen zu können ist in diesem Falle einfach nur eine Glaubensfrage.
Manchmal wird es ohne Getriebe fast unmöglich oder sogar tatsächlich unmöglich. Hier geht beides.
Signifikante Leistungsvorteile hat keine der beiden Lösungen.
Ohne spart man sich ein paar wenige % Getriebeverluste, hat dann zusätzlich auch kein Getriebe was kaputt gehen kann aber dafür auch einen ganz anderen Preis
für den Generator zu zahlen.
Und nochmal:Wie man seinen Generator aufbaut ist selbstverständlich(!) einzig und alleine die Entscheidung desjenigen der das ganze bezahlt.
Ohne Getriebe ist manchmal ebenso realisierbar wie mit.
Was ich will ist das hier sachlich richtig(!) informiert wird und nicht so Dinge unkommentiert stehen bleiben wie:
" mit einem 1:3 Getriebe muss das zugeführte Drehmoment verdreifacht werden,
ohne Getriebe 95Nm, mit 3 mal 95Nm.
Übersetzung frisst Kraft."
So ein Unsinn MUSS und werde ich auch in Zukunft korrigieren und das nervt mich langsam wirklich gewaltig!!!
Grüsse
Bernd