Modellgenerator / Baubericht

Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Manfred » Fr 20. Mai 2011, 12:50

Hallo,

mit den vergangenen Experimenten habe ich ein bisschen Erfahrung im Generatorbau gesammelt. Nun soll ein funktionsfähiges Modell entstehen.
Der fertige Rotor hat einen Durchmesser von 168mm, die Magnete 7 X 14 X 40mm N45. Also etwas Leistung könnte da schon bei rauskommen. Der Stator wird eine 2-Phasenwicklung, wobei die zweite Phase das Spulenloch ausfüllen soll. Das Ziel ist eine annähernde 100% Kupferdeckung. Der Stator soll aus Kusstoff sein, um das Rastmoment zu umgehen.

Der Rotor ist aus einem handelsüblichen Schwungrad mit einer aufgeschrumpften Felge aus einem Rohrabschnitt gebaut. Nach dem Schrumpfen wird das Teil überdreht und die Achsbohrung eingebracht. Die Magnete sind nur zu Anschaungszwecken aufgestellt. Er soll mit 36 Magneten bestückt werden. Dafür müssen noch 36 Flächen am Umfang gefräst werden, auf denen die Magnete zu stehen kommen.
DSC00530.JPG
DSC00530.JPG (95.98 KiB) 11757-mal betrachtet

Die gelben Flächen sind mit Holkehlenkitt ausgeführt und haben nur einen optischen Zweck, weiche Übergänge zu schaffen.

Grüsse
Manfred

meine Werkstatt ist noch nicht wieder einsatzbereit, der Maschinenlieferant hat den Liefertermin um eine Woche verschoben und dann noch alles wieder aufbauen :shock:
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Ekofun » Fr 20. Mai 2011, 13:17

Hallo Manfred,

also 36 Magneten aber 2 Fasen, ist das 18 Spulen Gesammt oder 9 Spulen pro Fase.
Soll eine 18-Polige Geni sein(9 Volpole),bei solchen Genis komme ich nicht klar mit Ihren Angaben.Sie haben Polzahl nicht angegeben.

Normale Geni mit 36 Magneten hätte für 2 Fasen 18 Einzelpole oder 9-Volpole,also 18 mal N,18 mal S vechselweise.
Für 9-Volpole brauchen Si 9 Spulen pro Fase,18 Spulen Gesammt. (1-Spule=2Pole).

Bin wieder am Holzweg :?: :?:

Grüße

Ekofun
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Manfred » Fr 20. Mai 2011, 15:00

Hallo Ekofan,

Ekofun hat geschrieben:Bin wieder am Holzweg :?: :?:

es könnte aber auch so sein, dass ich auf dem Holzweg bin. Ich habe mir das so vorgestellt: 36 Spulen an einem Stück gewickelt = Pase 1. Nocheinmal 36 Spulen am Stück gewickelt, die dann versetzt im Spulenloch der ersten Phase zu liegen kommen. Eigentlich sind das zwei 1-Phasengeneratoren. Meine Frage an Euch: könnte ich eine Wicklung als Motorwicklung nutzen und die andere als Generatorwicklung ??? Ob das alles so richtig ist ???? Noch habe ich reichlich mit dem Rotor zu kämpfen, wie das dann mit den Spulen wird, das wird sich noch im laufe der Zeit herausstellen.
Aus früheren Versuchen ( wie hier berichtet ) ergibt der magnetische Rückfluss über den Eisenkern ca. 25 - 30% mehr Leistung als ganz eisenlos und beim klassischen Scheibengenerator steigt die Leistung nocheinmal an. Für ein Windrad die ideale Lösung wie mir scheint.
Da nun die Spulenschenkel des zweiten Wicklungstranges im Spulenloch des ersten Stranges liegen ergibt sich ein fast 100% Abdeckung. Der Stator ist aber eisenlos und damit hat der Generator kein Rastmoment oder ein leichtes wenn ich meinen eisenhaltigen Kleber verwende.
Angetrieben wird der Generator nicht vom Wind, sondern von einer Dampfmaschine.

Grüsse
Manfred
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Ekofun » Fr 20. Mai 2011, 15:31

Hallo Manfred,

Antwort, ob eine Fase als Motor gelten soll und andere als Geni,kann ich nicht beantworten weil ich es nicht weiss.

Ich weies folgendes(als Bei.Sp.)Normale Monofasenmotor (für 220V) hatt Hauptfase in zweidritel Nuten Hilfsfase in Eindrittel Nuten.Soll der Motor selbst anlaufen muss er ein Kondensator haben um Fasenverschiebung bewirkschtelen,dann leuft er an. Aber wenn man Hauptwicklung direkt anschliesst und Motor mit Hand dreht(Inpuls geben) leuft er dan selbst normal weiter.An Hilfsfase kann man dan Leistung nehmen,Spanung ca 210V,das habe ich ausprobiert.

Mit Hauptstrang leuft er als Motor und an Hilfsstrag kann man Strom entnehmen,denke ab eine Gewisse Leistung Spanung wird nach unten gehen.

Ob das bei Ausführung mit Magneten geht bin ich Überfragt,ehrlich, habe keine Ahnung.

Viele Grüße

Ekofun
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Bernd » Fr 20. Mai 2011, 16:55

Hallo Manfred, deine Überlegungen für die 36 Magnete 36 Spulen zu verwenden ist richtig.
Auch deine weitere Idee nochmal 36 Spulen zu verwenden und die verbliebe Luft der ersten
36 Spulen ebenfalls mit Kupfer zu füllen ist auch richtig. So sollte der eisenlose Generator
die höchste bei dieser Bauform mögliche Effektivität erreichen.
Übrigens ist auch deine Vermutung, das es eigentlich ein Generator mit 2 einzelnen Phasen ist, richtig.

Alternativ könntest du auch zwei einzelne grosse Spulen wicklen die du dann meanderförmig überlappend
in die Form legst. Das würde vielleicht das Verlöten von 72 Spulen ersparen.
So oder so bin ich sehr gespannt auf das fertige Ding.

Grüsse

Bernd
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Manfred » Fr 20. Mai 2011, 17:39

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben:Alternativ könntest du auch zwei einzelne grosse Spulen wicklen die du dann meanderförmig überlappend

zwei Spulen so habe ich mir das auch gedacht. Eine Wickelvorrichtung habe ich mir dafür schon mal ausgedacht. Aber was bedeutet meanderförmig ? Ich vermute mal so in`s blaue das der Versatz gemeint ist, damit die Spulenschenkel in das Spulenloch der erste Wicklung passen.
Ich habe mir noch einmal das Video deines C-Generators angeschaut, so müsste doch, wenn mir mal der Dampf ausgeht, das Ding auch als Motor laufen.

Grüsse
Manfred
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Bernd » Fr 20. Mai 2011, 18:56

Ich meinte das so das es keine einzelnen Spulen für jeden Magneten gibt, sondern das man einen langen
Strang schlangenförmig so "faltet" das er dann die Spulen bildet. Praktisch so wie man die Drähte in die
Nuten eines eisernen Generators legt.

Grüsse

Bernd
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Manfred » Fr 20. Mai 2011, 20:53

Hallo Bernd,

so habe ich das auch geplant. Ich bin über das Wort meanderförmig gestolpert, das kannte ich nicht. Aber google weiss alles.
Häuser, die über das Dach miteinander verbunden sind, Wohnungen, die meanderförmig einander zugeordnet sind, Treppenhäuser mit Gemeinschaftsflächen und Halbtreppen, Galerien, gewagte Dachlandschaften, Glasumfassungen:( Quelle: TAZ 1991 )
Na und wieder was gelernt.

Grüsse
Manfred
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon Manfred » Sa 21. Mai 2011, 10:55

Hallo,
z.Zt. bin ich unproduktiv, so spiele ich mit meinen noch unbearbeiteten Einzelteilen. Die habe ich mal provisorisch aufgestellt um Euch einen Eindruck zu vermitteln, wohin die "Reise" geht.
DSC00531.JPG
DSC00531.JPG (95.7 KiB) 11679-mal betrachtet

Grüsse
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Re: Modellgenerator / Baubericht

Beitragvon finn » Sa 21. Mai 2011, 12:30

so unproduktiv warste jawohl nicht ;)

das große rad ist ja schon angepinselt ;)
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