die von mir derzeit so "nebenbei" in der Durchführung befindliche Restaurierung von zwei 35 Jahre alten Honda Mofas
brachte mich gestern spontan zu der Idee das das dort verbaute Hinterachsgetriebe ganz prima
für unsere Windradzwecke "missbraucht" werden könnte.

Das angesprochene Getriebe sitzt am Hinterrad einer Honda Camino und hat eine Übersetzung von 12,5 zu 1.
Das beste daran ist das es ein mit Getriebeöl gefülltest, sehr leichtgängiges, kugelgelagertes Zahnradgetriebe ist.
Das ist bei der hohen Übersetzung keineswegs selbstverständlich.


Das Getriebe ist sehr kompakt und auch recht leicht, immerhin entstammt es ja einem Zweirad.
Die Motoren die das Getriebe antreiben haben zwischen 1,5 und 3 PS.
Es sollte daher gut mit den bei uns üblichen Leistungen kleinerer bis mittlerer Windrad Eigenbauten klar kommen.
Wie es so meine Art ist habe ich es auch gleich mal "vermessen", zumindest was die nötigen Momente betrifft
um es in Bewegung zu versetzen.
An der langsamer drehenden Achse, es ist die die zum Antriebsrad zeigt, habe ich einen Wert von
ungefähr 0,25 Nm ermittelt um die Achse anzudrehen.
Zum Andrehen der "schnellen" Achse waren sogar nur ca. 0,02 Nm nötig !! Da reicht fast ein anpusten der Riemenscheibe
um diese Achse andrehen zu lassen.
Ich bin mir ziemlich sicher das dieses Getriebe in eine meiner zukünftigen Konstruktionen eingebaut werden wird,
denn ich habe dieses Getriebe quasi "über" und die hohe Überstzung von 12,5 : 1 prädestiniert das Ding geradezu
für langsam drehende Windräder wie C-Rotor, Savonius und Co.
Die 0,25 Nm Andrehmoment sind für ein deratiges Windrad nach dem Prinzip der Widerstandsläufer eine Kleinigkeit.
Grüsse
Bernd