Hallo Crys und willkommen im Forum.
Du könntest die Leistung auch sehr gut über die ja ohnehin erwünschte Bremse messen.
Klingt vielleicht erstmal aufwändig oder umständlich, ist es aber nicht und obendrein sehr genau und eine günstige Lösung.
Um die Achse eines Windrades abzubremsen kann man eine Bremse verwenden, die schon hunderte von Jahren bekannt ist, die Seilbremse.
Zu diesem Zweck wird ein Seil in Drehrichtung ein oder mehrere male um die Achse geschlungen.
Das Seil wird dann auf einer Seite fixiert und auf die andere Seite wird ein mehr oder minder starker Zug ausgeübt.
Dieser Bremstyp besitzt einen "Servoeffekt" ähnlich einem Bremskraftverstärkers. So kann man große Schiffe von Hand festhalten wenn
das Seil ein paar mal um einen Poller gelegt wurde.
Hier mal ein Beispiel bei dem die Bremse drehbar gelagert wurde so das man auf einfache Weise das Drehmoment messen und
aus Drehzahl und Drehmoment sehr genau die aktuelle Leistung ermitteln kann, dabei wird nicht bis zum Stillstand gebremst sondern nur
so stark bis man den Gipfelpunkt der Leistungsabgabe gefunden hat. Auch komplette Leistungskurven können so aufgenommen werden.

Falls du doch lieber einen Elektromotor/Generator als Bremse einsetzen möchtest würde ich Dir raten nicht mit so hohen Übersetzungen zu arbeiten.
Nicht nur das mehrstufige Übersetzungen verlustbehaftet sind, sie erhöhen vor allen auch die Leerlaufverluste (Leerlaufdrehmoment) des Generators.
Wie immer wäre ein eisenloser Generator eine ideale Lösung, aber das muss nicht sein.
Ohne Getriebe wird es aber bei nur 40 U/min nicht gehen, egal welcher Generatortyp.
Darf ich fragen wieso euer Windrad selbst in einem Windkanal mit nur ca. 40 U/min drehen wird?
Ich schätze es wird sich um ein Windrad nach dem Widerstandsläuferprinzip handeln?
Bei einer Leistung um die 200 Watt käme z.B. ein Nabenmotor für ein E-Fahrrad in betracht.
Auch z.B. ein DC Motor wie ich ihn für meine Elektromofa gerade gekauft habe wäre, mit entsprechender Übersetzung, geeignet.
Auch ein Servomotor aus der Industrie, mit vorgesetzen Planetengetriebe, wäre eine Möglichkeit.
Die gibt es öfter bei Ebay gebraucht recht günstig.
Ein großer Nachteil sämtlicher Generatorlösungen bei solchen Messungen ist neben dem Preis das, durch die nötige Übersetzung, große Anlaufmoment das die Messwerte verfälschen kann.
Ganz anders bei der Messung mit einer drehbar gelagerten Bremse wie oben beschrieben.
Dort wird tatsächlich die Leistung an der Welle gemessen, sehr genau und ohne Verluste/Verfälschungen durch die Generatortechnik
und vergleichsweise für fast kein Geld.
Hier noch mal ein Link wie ich das gelöst hatte:
viewtopic.php?f=10&t=12&hilit=pr%C3%BCfstandGrüsse
Bernd