10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon AlexJN » Mo 22. Apr 2019, 09:39

Hallo,
ich beschäftige mich das erste Mal mit Generatoren im Eigenbau und habe schon ein Problem.

Auf einem Rotor sind 4x2 Neodym Magnete N40 / 20x10 geschraubt.
Die Magnete sind abwechselnd Nord-Süd und Süd Nord angebracht.

Ich habe nun verschiedene Spulen mit und ohne Eisenkern ausprobiert.
Gemessen habe ich mit einem Oszilloskop direkt an den Spulen ohne Lastwiderstand.
Die Messergebnisse sind nur ca., da der Abstand Magnet Spule nicht immer gleich war, aber das ist nicht das Problem.

Ich kann machen was ich will, aber ich komme nicht über 10,1 Volt (man könnte ein Messgerät damit eichen so genau ist das ).

Sättigung kann es meiner Meinung nicht sein, da ich verschiedene Spulen auch ohne Eisenkern betrieben habe und auch die Feldstärke mit 0,157 Tesla viel zu klein ist.

Was könnte der Grund sein, dass ich nicht über 10,1 Volt komme?
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Rotor
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Messergebnisse-2
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon Famzim » Mo 22. Apr 2019, 12:32

Hallo

Mir ist nicht ganz klar wie die Magnete angeortnet sind ?
Du schreibst 4 mal 2 Neos ?
Wenn je 2 nebeneinander zu einem 20 x 20 mm Magnet kaskadiert sind, müßen beide die gleiche Polarität haben und sich seitlich abstossen.
Dann sollte die Spule innen auch 20x20 mm sein und die Schenkel auch 20 mm breit sein.
Die müssen dann jeweils einen anderen Magneten abdecken der dann die andere Polarität haben muß.
Also ist der Abstand der Magnete auch sehr wichtig!
Mit der Anzahl der Windungen, der Feldstärke und Frequenz ist die Lehrlaufspannung fest und immer gleich, nur durch die Frequenz (Drehzahl) zu verändern.
Kanst Du mal ein Bild von der Magnetanortnung und den Spulen einstellen, da kann man sehr viel heraus erkennen .

Gruß Aloys.
Famzim
 
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon AlexJN » Mo 22. Apr 2019, 16:34

Hallo Aloys,
vielen Dank für Deine Antwort.

Im Anhang habe ich den Versuchsaufbau hochgeladen.
Die schwarzen Magneten sind Nord-Süd, die Silbernen Süd-Nord.

Mir geht es erst mal weniger um Spulenabmessungen und Magnetgrößen, sondern allein um das 10,1 Volt Phänomen.

Ich habe nochmal den Screenshot der "Spule Rund / CUL 0,4" beigefügt.
Hier sieht man verschiedene Frequenzen (mit und ohne Eisen) und den dazugehörigen Spannungen.

Bei 10,1 Volt ist Schluss, da kann man die Drehzahl erhöhen was man will.
Auch bei den anderen Spulen ist bei 10,1 Volt Schluss und man bekommt kein Volt mehr.

Ich weiß einfach nicht warum.

Viele Grüße
Alex
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon herbk » Di 23. Apr 2019, 06:26

Hi Alex,

bei Deinem Versuchsaufbau stimmt eigentlich gar nichts....

Wenn Du die Spulen senkrecht neben die Scheibe mit den Magneten stellst, solltest Du erst mal eine Besserung sehen. Bei dieser "Magnetdichte" aber wahrscheinlich auch nur auf dem Osziloskop.
Danach bitte mal die Beiträge hier im "Generatoren Forum" durchlesen... ;) ;)

Frage: woher hast Du die Tabelle mit der Du die Leistung berechnest?
Gruß Herbert
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon Wernko » Di 23. Apr 2019, 08:22

Hallo Alex,

Wie schon beschrieben ist der Versuchsaufbau nicht optimal aber es sollte ja gar nicht der perfekte Gen. sein.
Die Magnete daneben gestellt ermöglicht den besten Magnetfluß durch den Kern der Spule.
Ist auch meine Meinung.

Nur verstehe ich auch nicht warum in allen Fällen nicht mehr als 10.1 Volt herauskommen.
Bis zu 10.1 Volt ist es ja angestiegen bei Erhöhung der Drehzahl.
Spule fährt ohne Belastung, so können es auch keine Verluste durch Wirbelstrom oder Ummagnetisierung sein.
Ausserdem ist die Frequenz so niedrig das das alles keine Rolle spielen kann.
Bei dem großen Abstand zwischen den Polen könnte man nur N Pole oder nur S Pole einsetzen.
Das gibt dann immer Impulse der gleichen Richtung.
Bin gespannt wie sich das noch aufklärt mit den 10.1 Volt.

mfG
Werner
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon AlexJN » Di 23. Apr 2019, 08:41

Hallo Herbert,
zu Deiner Frage.

Die Tabelle links gibt es im Internet:
Wickelraum
https://www.electronicdeveloper.de/Indu ... lraum.aspx
Induktivität
https://www.electronicdeveloper.de/Indu ... Mehrl.aspx

Die Tabelle rechts mit den Spannungen habe ich mit dem Oszi gemessen.

Mir ist bewusst, dass mein Aufbau in keinem Fall optimal ist, aber ich wollte nur mal herausbekommen was sich da spannungsmäßig mit verschiedenen Wicklungen alles tut.
Bis zu 10,1 Volt ist ja alles in Ordnung.
Die Spannung erhöht sich mit zunehmender Drehzahl (Frequenz).
Aber ich kann mir nicht erklären warum dann plötzlich immer bei 10,1 Volt Schluss ist.
Verschiedene Wicklungen, mit und ohne Eisenkern, verschiedene Drehzahlen.

Habe auch schon ziemlich in de Rubrik Generatoren gelesen, aber noch nichts gefunden was eine Erklärung sein könnte.

Viele Grüße
Alex
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon AlexJN » Di 23. Apr 2019, 09:15

Hallo Werner,
die Spulen neben dem Rotor auf dem Holzbrett sind nur als Anschauung der verwendeten Spulen beigefügt.

Die Spulen habe ich dann wechselweise über dem Rotor ausgetauscht und am Winkel befestigt.

Ich werde aber noch den Versuch (Deine Idee) starten und die Spulen seitlich anordnen.

Viele Grüße
Alex
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon herbk » Di 23. Apr 2019, 09:26

Hi Alex,

danke für den Link..

Das abrupte Ende beim Spannungsanstieg...
Messfehler? z.B. eine Einstellung am Oszi die bei 10V "abriegelt"?
Gruß Herbert
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon Famzim » Di 23. Apr 2019, 10:42

Hallo

Ich denke auch eher an einen Meßfehler, was zeigt denn das Oszi ? gleichbleibent 10,1 oder geht Es auf "Überlauf" 000 ?
Wie sieht denn die Messkurve aus, das müssten 4 mal einzelne Ober und Unterwellen sein, mit etwas Abstand dazwischen.
Hast Du auch ein Multimeter ? bis 20 V ??

Gruß Aloys.
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Re: 10,1 Volt aus verschiedenen Spulen dann ist Schluss ???

Beitragvon Wernko » Di 23. Apr 2019, 16:33

Hi Alex, das muß ein Messfehler sein. Denn es gibt doch keinen Grund das bei 10.1 Volt das Ende da ist. Keine Z Diode die was abschneidet.
Ist es vielleicht so, dass die Y Auslenkung am Oszi falsch gewählt ist :
1V/cm würden 10cm Ablenkung bedeuten. In dem Fall verschwindet der Impuls oben. Wird nur noch etwas breiter. Denn es ist soetwas wie ein Sinus.
Es sieht dann so aus als ob es nicht mehr als 10V werden.
Die Lösung: 2V/cm wählen. Das wäre dann ein ganz lustiges Phänomen.

mfG
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