Technik Nabengenerator / PKW Lichtmaschine

Technik Nabengenerator / PKW Lichtmaschine

Beitragvon Kyrill » So 26. Jul 2009, 09:24

// Überlegung ein //Bei der Durchforstung des Internets bin ich auf eine Schnittzeichnung eines Nabengenerators gestoßen. Da fiel mir auf, dass die einzelne Spule praktisch um die Achse gewickelt ist und am Ende der Spule jeweils so sternförmige Eisenplatten befestigt waren, die dann ineinander verschränkt an den Polen der Magnete im Mantel des Generators vorbeilaufen, wenn der Mantel sich dreht.
Beim Autogenerator ist der Aufbau ja ähnlich. Nur das in der Mitte die Erregerspule sitzt und sich dreht, während außen der Stator den Strom liefert. Ich habe mal versucht so einen Stator umzuwickeln und für Windradversuche brauchbarer zu gestalten, dann das Projekt aber wieder verworfen, weil ich vermutlich beim Wickeln Fehler gemacht habe (Verschaltung der Spulen, Drehsinn etc.) Jetzt überlege ich, ob es nicht auch geht, die Erregerspule zu ändern, auf etwas dickeren Draht, den Strom dann über die Kohlen abzunehmen und einfach im Stator mit Neodym Magneten für die notwendigen Felder zu sorgen, also das Prinzip quasi umdrehen. Ob das Sinn macht? Was spricht außer dem möglichen großen Rastmoment noch dagegen? MIr würde ja eine Leistungsabgabe elektrisch von 100 Watt reichen... Allerdings schon bei 50-150 U/min.
Im Prinzip würde mir also ein verstärkter Nabendynamo schon weiterhelfen. // Überlegung aus //

Wo sind die Fehler in meinem Gedanken? Wer hat so etwas schon probiert und kann über die Ergebnisse berichten?

Gruß Peter
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Re: Technik Nabengenerator / PKW Lichtmaschine

Beitragvon Bernd » So 26. Jul 2009, 10:14

Generatoren, gleich welcher Bauart, leben davon das Magnete möglichst schnell, also mit hoher
Umfangsgeschwindigkeit, an den Spulen vorbei geführt werden.
Bei Generatoren bei denen die Spulen und Magnete auf einem kleinen Durchmesser verbaut sind,
muss daher die Drehzahl hoch sein um ein gutes Ergebnis zu erzeugen.
Mit anderen Worten, je grösser der rotierende Durchmesser des Generators umso besser ist er für kleine
Drehzahlen geeignet.
Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Spule und Magnete (der Pole) die ein Generator aufweist.
Hier gilt je mehr Pole der Generator besitzt, umso besser eignet er sich für geringe Drehzahlen.

Die Autolichtmaschine ist von Haus aus für sehr hohe Drehzahlen konzipiert, nämlich
grundsätzlich oberhalb ca. knapp 1000 U/min bis ca. 6000 U/min.
Das zeigt schon das Dilema wenn man diesen Generator nutzen will. Er hat einen kleinen rotierenden
Durchmesser und benötigt daher enorme Drehzahlen.
Ein Alternative ist das Umwickeln mit mehr Windungen mit einem dann (nötigen) dünneren Draht,
was den Widerstand steigen lässt und daher auch nicht optimal ist.
Wenn man einige Leistung, in deinem Falle ca. 100 Watt, bei nur ca. 100 U/min benötigt, ist eine
Autolichtmaschine ohne vorgeschaltetes Getriebe völlig ungeeignet.

Aus meiner Sicht wäre ein flacher, scheibenförmiger, speziell für geringe Drehzahlen konzipierter
Generator für dein Vorhaben weit besser geeignet, zumal sich dieser auch noch, wie von Dir anvisiert,
ins Zentrum des (Vertikal)Windrades optisch gut integrieren liesse.
Für den Selbstbau bietet sich da der Scheibengenerator an oder auch der noch neue von mir vorgestellte
Ringgenerator, für den es aber noch keine genauen Bemassungsvorgaben gibt.
Auch ein Nabenmotor aus einem E-Fahrrad wäre von der Drehzahl gut passend, denn diese Motoren
haben meist Nenndrehzahlen von ca. 170 U/min.

Grüsse

Bernd
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Re: Technik Nabengenerator / PKW Lichtmaschine

Beitragvon Kyrill » So 26. Jul 2009, 10:18

Danke für die schnelle Antwort, Bin mal auf deinen Ringgenerator gespannt.

Gruß Peter
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