Generator aus der Waschmaschine

Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon zak » Mo 11. Mai 2009, 12:53

Der Tachogenerator dient einzig und allein als Impulsgeber für die Leistungsschaltung. Er öffnet sozusagen nur den Kanal, der für die Erregung der Magnetspule zuständig ist. Die Steuerung dafür übernimmt die Elektronik, den Saft für die Erregung zieht sie aus dem 12 Volt (Lade)Akku.
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon Bernd » Mo 11. Mai 2009, 13:42

Und über den Daumen wird 1/4 bis 1/5 des erzeugten Stroms für die Erregung der
Spule im Anker verwendet. Das ist mein bisheriger Kenntnisstand.
Klasse ist hier natürlich, dass man sich um das Anlaufdrehm,oment keine Gedanken machen muss
und dadurch einen Repeller mit hoher SLZ konstruieren kann der dann aber dennoch schon sehr früh anlaufen kann

Vollkommen richtig kombiniert ! Das ist wirklich der grösste Vorteil, neben den anderen wie
sehr robusten Aufbau und günstiger "Einkauf" eines solchen Generators.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon zak » Mo 11. Mai 2009, 23:18

Auch wenn die die geschätzten 1/4 bis 1/5 stimmen, so sind sie ja nicht verschwendet... von nichts kommt nichts, schöner wärs natürlich andersherum, denn dann wäre es ein Perpetuum Mobile... tja, die Entropie verfolgt uns überall, der zweite Hauptsatz der Thermodynamik macht auch vor Selbsterregung nicht halt... ;)
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon german mill » Sa 16. Mai 2009, 17:54

Hallo,
habe ebenfalls einen WAMA-Motor getestet, das Verhältnis scheint sogar noch besser zu sein. Bei 80W erzeugter Leistung habe ich ziemlich genau 12W für die Erregung benötigt. Mehr Drehzahl hat dann die Bohrmaschine nicht gebracht. Mit der Übersetzung aus der WAMA und einer Handkurbel bekommt man auf jeden Fall einen 50W/12V-Halogenstrahler zum leuchten, bei geschätzten 60-80 rpm.
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon Bernd » Sa 16. Mai 2009, 17:57

Oh danke das sind Werte die man so nirgends nachlesen kann.
Habe ich das richtig verstanden das der Stator 80Watt abgab, von denen du 12Watt in den Anker schicken musstest ?
Das wären dann also 68 Watt "netto" gewesen ?

Grüsse

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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon german mill » So 17. Mai 2009, 12:11

Hallo Bernd,

so ähnlich war es. Die Erregung habe ich mit einem stabilisierten Netzteil gemacht, wo sich U und I ablesen bzw. einstellen lassen. Die Ausgangsleistung per Halogenstrahler abgenommen und hier U und I gemessen. Bei Belastung mit zwei Halogenstrahlern bin ich allerdings nicht auf 12V, sondern nur auf 8,7V gekommen. Im Leerlauf erzeugte der Generator aber locker über 30V. Mein Versuchsaufbau ist noch ziemlich wackelig, ich brauche ein anderes Antriebsrad aus einer Waschmaschine, dass man dann ordentlich lagern muss. Den 470 Ohm-Basiswiderstand habe ich durch einen 1k Regler ersetzt, das sollte eine Anpassung in gewissen Grenzen bei unterschiedlichen Generatoren ermöglichen. Alles in allem finde ich die Idee mit dem WAMA-Motor ausgezeichnet, zumal es die sicher in
ausreichender Anzahl beim Schrotthändler gibt. Die Erregerschaltung kostet dann fast gar nichts mehr, wenn man ebenfalls Ausschlachtteile verwendet. Ich werde mal eine Drehzahlmessung basteln, dann sind die Werte auch nicht mehr geschätzt. Aber zum Testen am C- Rotor würde ich sagen, erste Wahl. Man würde auch gleich sehen, ob das Drehmoment des Rotors ausreicht, um die Generatorwelle mit Hilfe des Getriebes (Riemenscheibe ) in Bewegung zu setzen.
Wama_Gen.jpg
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Grüße gm
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon Bernd » So 17. Mai 2009, 12:29

Eigentlich erstaunlich das man erst jetzt von der Idee mit dem WAMA Motor liest.
Einzig der Umstand das der Motor für hohe Drehzahlen konzipiert wurde stört ein wenig.
Aber wenn es mit einer Übersetzung klappt, dann ist dieser robuste Generator sicher
eine ganz prima Lösung.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon zak » So 17. Mai 2009, 13:41

Im Leerlauf habe ich bei ca 3000rpm schon 60V erreicht. Die Schaltung braucht keinen 2N3055, man kann auch einen BD439 oder 441 nehmen. Als Mosfet geht auch ein BUZ11 oder IRFZ44N. Diese Bauteile sind leicht erhältlich. Wenn man anstelle des Basiswiderstandes einen Poti nimmt, kann man auch gleichzeitig mit dem Gain-und Kollektorwiderstand ein wenig experimentieren (z.B. mit ner Widerstandsdekade), und den Generator individuell anpassen.
Gruß zak
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon german mill » So 17. Mai 2009, 19:01

Hallo,
das ist vollkommem richtig, ich verwendete einen C5251 und einen BUZ21, also was gerade griffbereit war. Die Schaltung läßt sich sicher durch mehrere Maßnahmen an den vorhandenen Generator anpassen. Beim Betätigen des Reglers an Stelle des 470 Ohm-Basiswiderstandes sieht man allerdings sofort eine Änderung der Ausgangsleistung. (Helligkeit des Halogenstrahlers). Auch wäre mal ein Versuch mit veränderter Erregerspannung interessant.

gm
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Re: Generator aus der Waschmaschine

Beitragvon Bernd » So 17. Mai 2009, 20:14

Interessant fände ich mal Tests bei denen der Rotor so stark magnetisiert wird das er in
die magnetische Sättigung gerät, bzw. Angaben was quasi maximal aus dem Generator bei
welcher Drehzahl heraus zu holen ist.

Grüsse

Bernd
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