Kolibri Stationäre Energiespeicher

Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Roland » Di 26. Jun 2012, 12:07

Hallo !

Anscheinend gibt es jetzt schon Leistungsstarke stationäre Speicher mit der Kolibri Technologie.

Preis hab ich leider keinen gefunden. Könnte aber für die Kleinwindanlagen Betreiber über kurz oder lang interessant werden. :D

http://www.kolibri-ag.com/de/kolibribigblock.html


lg

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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Ekofun » Di 26. Jun 2012, 13:42

Hallo Roland,

habe eine Anfrage an Firma geschickt.Da sie geladen über Nez werden,habe gefragt wie steht es mit Windgeneratoren,dann welche Kapazitäten, und Preiße, (per E-Mail).
Bin gespant auf Antwort.

Grüße

Ekofun
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Windede » Sa 1. Sep 2012, 16:38

Ja Ich auch. Was Nehmen die als Speicher Medium....
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon jb79 » Mi 26. Sep 2012, 18:24

Speichermedium sind offenbar Lithium Polymer-Akkus, steht jedenfalls hier.

Was neben dem Preis auch interessant wäre ist das Gewicht.
Könnte mir gut vorstellen mir sowas irgendwann mal in den Keller zu stellen (evtl. in Verbindung mit Photovoltaik), nur was nützt einem die tollste (vielleicht sogar bezahlbare) Technik wenn sie zu schwer ist um sie über die Kellertreppe in den Technikraum zu bekommen.
Würde sagen alles über 150kg ist nicht mehr ordentlich zu handhaben, auch wenn wir letztes Jahr einen mehr als 250kg schweren Speicher zu viert in den Keller verfrachtet haben, einfach war das nicht.
lg Jürgen
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Tank » Mi 26. Sep 2012, 19:59

Hallo,
Lithium Polymer (LiPo) wird zuhauf im RC-Modellflugsport verwendet. Die Dinger sind leicht und werden immer kleiner bei gleicher Kapazität. Ein Leichtgewicht im Vergleich zu den NiMh-Akkus, die heute kaum noch verwendet werden.
Es gibt teure, sauteure und sehr billige. Das kommt auf die Auswahl an, wie die einzelnen Zellen sortiert und vermessen sind. Außerdem natürlich, ob sie aus China kommen oder ob man ein deutsches Modell kauft.
Die Zellen müssen während/vor dem Laden gebalanced werden. Das machen spezielle Vorschaltmodule, bzw. die sind heut zu Tage in den meisten Ladegeräten mit integriert.
So weit, so gut.
Aber auch LiPo haben eine begrenzte Zyklenzahl. Dann sind sie hinüber. Ich weiß jetzt nicht, wie sich das im Falle eines sehr großen Akkus verhält, der "moderat" belastet/entladen wird. Im Modellflugsport (bei mir jedenfalls) wird da gebraten, bis die Feuerwehr kommt :D
D.h., es kann sein, daß ein Akku nur 2 Sommer funktioniert. Dann wird er ausgesondert. Er hat zwar noch Kapazität, aber keinen "Druck" mehr, also die Entladerate fällt und die Zellen brechen ein. Wenn LiPo unter 3V fallen, nehmen sie Schaden (Tiefentladung). Das, was man bei einem NiMh-Akku durch sehr langsame und zahlreiche Lade- und Entladezyklen wieder aufpeppeln kann, geht bei LiPo nicht.
http://www.epp-fly.de/Webshop/Lipos.html
hier steht auch noch interessantes.

Kann ja sein, daß bei Kolibri sehr viele kleinere Lipo-Zellen in Reihe und Serie zusammengeschaltet sind.
Ich muß ehrlich gestehen, daß ich mir solch ein sehr großes LiPo-Speichergerät nicht in den Keller stellen würde. Die Brandgefahr wäre mir einfsch ein zu hohes Risiko.

Ich schätze auch, daß die Geräte recht teuer sein werden.
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon andreas » Mi 26. Sep 2012, 20:59

Hallo,

bei normaler Behandlung passiert den Zellen gar nichts. Ich habe seit einigen Jahren etwa 20kWh in Li-Akkus im Keller zu stehen, gestapelt in Schuhkartons zu je 240 Ah. Die benutze ich aber reihrum und nicht am Stück. Passiert ist noch nie etwas, aber die Akkus werden gut gepflegt und immer innerhalb ihrer zulässigen Parameter gehalten. In so einem kommerziellen Speicher ist für alle Parameter gesorgt, das ist nicht mit Billig-Konsumschrott zu vergleichen, wo an jedem Cent gespart wird.

MfG. Andreas
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon JBecker » Do 27. Sep 2012, 18:41

Kolibri scheint auch wieder so eine Firma zu sein, die niemals mit einem Produkt auf den Markt kommt (ich denke da nur an GAIA, die haben mindestens 10 Jahre lang auf jeder Messe gestanden, aber nie etwas produziert). Wie lange ist das jetzt mit der eigenartigen Rekordfahrt mit einem Kolibri-Akku her? Man hat nie nachprüfbare Ergebnisse geliefert, dann ist das Auto abgebrannt (? hmmm, auch keine gute Reklame für den Akku) und jetzt kündigt man seit geraumer Zeit andere Produkte an. Ich glaube, das Warten kann man sich sparen....

Bei allen bisher verfügbaren Akku-Technologien sollte man sich genau überlegen, ob sich die Speicherung rechnet. Bei Inselanlagen ist das eine andere Sache, aber bei netzgebundenem Betrieb sollte doch die Speicherung einen Mehrwert gegenüber der direkten Einspeisung bringen. Das ist aber heute nur sehr schwer darstellbar.
Mit handelsüblichen Endverbraucherpreisen gerechnet kostet die Speicherung von 1kWh in Bleibatterien ~€0.50, bei Lithium kommt man auf ca. €0.20. Das sind die reinen Kosten für die Speicherung im Akku! Ohne Umwandlungsverluste. Man müsste also für die 1kWh €0.20 (bzw. €0.50) mehr erzielen, als wenn man sie direkt einspeist (was momentan immer noch ~€0.18 bringt). Dazu müsste der Strompreis auf €0.38 (oder €0.68) steigen. Ok, das wird kommen (also €0.38), aber dann ist es immer noch früh genug, um sich dann einen Speicher zuzulegen.

Nur ein paar Gedanken, Gruß, Jörg.
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon picowindmiller » Do 27. Sep 2012, 20:10

Bevor man über ein Unternehmen unqualifizierte und unrichtige Bemerkungen macht, sollte man sich Informieren. Mein Vorschlag, einfach mal bei Google den Begriff Kolibri Akku eingeben und sich kundig machen. Ich denke der Firmengründer hat genau diesen Dummschwätzern und Ignoranten bewiesen, was sein Produkt leistet. Wenn ich mich recht entsinne, dann geht es um ca 30 Milliarden Euronen Fördergelder, die die Autoindustrie für die Entwicklung der Elektromobilität erwartet. Zahlemax ist dabei zum Schluß der Steuerzahler.
Das es auch anders geht hat der clevere junge Mann bewiesen. Ich wünschte mir Deutschland hätte mehr solche kluge Köpfe und weniger Flachzangen. :!:

Grüße N.B.
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Bernd » Do 27. Sep 2012, 20:16

Was war denn nach deiner Wahrnehmung an den Äusserungen von Jörg unrichtig ?
Für mich klingt was Jörg sagt plausibel.
Kläre uns doch mal auf wie es tatsächlich um diese Firma steht.

Grüsse

Bernd
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Re: Kolibri Stationäre Energiespeicher

Beitragvon Manfred » Do 27. Sep 2012, 22:28

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben:Kläre uns doch mal auf wie es tatsächlich um diese Firma steht.

Das dürfte nicht so einfach sein. Hier gibt es kontroverse Hintergrundinformationen zur Firma http://pressw0rds.wordpress.com/
Bei ca. € 1000,-- / kW liegt Jörg wohl richtig mit seiner Betrachtung.

Man könnte ja mal bei der Automobilindustrie anfragen, ob sie aus ihren E-Auto - Versuchen noch kostenlose Bestände haben, das Entsorgen kostet ja bestimmt auch was. Clever die jungen Leute, das ganze dann zusammenglötet und schon haben wir einen super Speicher, Flachzangen kommen natürlich nicht auf so tolle Ideen.
Na ja ein jeder so wie er es mag.

Grüße
Manfred

p.s. ein Zitat aus dem o.g. link

interessant wird auch der direkte Vergleich zum anderen Akku. Dabei handelt es sich um eine prototypische Entwicklung aus Zitat: “7250 (~40 kWh) gebrauchten Li-Ionen-Zellen des Typs 18650 (Notebookakkus), die von der Firma BMW aus deren Versuch mit der Mini-E-Serie zur Verfügung gestellt wurden.” Viele werfen der DBM/Kolibri Power Systems AG vor, dass der Kolibri Akku unwirtschaftlich, zu teuer oder aus Standardakkus zusammengebaut wurde. Diese Untersuchung hat das Potential alles zu entkräften oder den warnenden Stimmen der Kritiker zu Recht zu geben.
Manfred
 
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